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Exzellenzinitiative 2006 - Hervorragendes Ergebnis für das GSF - Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit

13.10.2006 - (idw) GSF - Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit

Neuherberg, 13. Oktober. Am heutigen Freitag haben die Deutsche Forschungsgemeinschaft und der Wissenschaftsrat ihre Entscheidung über die Auswahl der geförderten Vorhaben im Rahmen der Exzellenzinitiative der Bundesregierung bekannt gegeben. Ausgezeichnet wurden die Anträge der Technischen Universität (TUM) bzw. Ludwig-Maximilians-Universität (LMU), beide in München. Das GSF - Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit bekam grünes Licht für seine Beteiligung an zwei Exzellenzclustern und zwei Graduiertenschulen. Damit verstärkt die GSF die bestehenden Kooperationen mit den Münchener Hochschulen weiter. Die Graduiertenschulen "Neurowissenschaften" bzw. "Wissenschaft und Technik" an der GSF erhalten ab November für die nächsten fünf Jahre jährlich jeweils etwa eine Million Euro, die Exzellenzcluster "Münchner Zentrum für integrierte Proteinforschung" und "Erkennungsmuster für technische Systeme", an denen die GSF beteiligt sein wird, werden mit jährlich etwa sechseinhalb Millionen Euro unterstützt.
Prof. Dr. Günther Wess, Wissenschaftlich-Technischer Geschäftsführer der GSF, betont: "Das hervorragende Abschneiden unseres Zentrums zeigt die Bedeutung des Forschungsstandorts München und wird die Zusammenarbeit mit unseren Partnern, der Technischen Universität und der Ludwig-Maximilians-Universität, weiter intensivieren". Außerdem sehe er in der Entscheidung über die Verteilung der Fördermaßnahmen für die GSF die Chance, das Profil für die Zukunft weiter zu schärfen.
Nach Begutachtung von insgesamt 88 Anträgen werden 18 Graduiertenschulen mit jeweils durchschnittlich einer Million Euro pro Jahr und 17 Exzellenzcluster mit durchschnittlich 6,5 Millionen Euro pro Jahr gefördert. Dem Bewilligungsausschuss für die Exzellenzinitiative gehören die Bundesministerin für Bildung und Forschung, die 16 Wissenschaftsminister der Länder sowie die 26 wissenschaftlichen Mitglieder der Gemeinsamen Kommission der Deutschen Forschungsgemeinschft (DFG) und des Wissenschaftsrates an.

An folgenden Exzellenzclustern wird die GSF beteiligt sein:

Münchner Zentrum für integrierte Proteinforschung
Proteine spielen als Funktionsträger im Körper eine entscheidende Rolle bei der Behandlung zahlreicher Krankheiten. Im Mittelpunkt des Exzellenzclusters "Münchner Zentrums für integrierte Proteinforschung" steht die Untersuchung der Proteinfunktionen bzw. -dysfunktionen, um Einsichten in grundlegende biologische Mechanismen zu gewinnen. Wesentliche Ziele des Excellenzclusters sind die Entwicklung kleiner organischer Moleküle zur Manipulation von Proteinfunktionen in lebenden Zellen, die Entdeckung neuer Proteine für die medizinische Forschung und die Herstellung von Proteinen mit neuartigen Funktionen. Davon erhofft sich die Wissenschaft neue Impulse in Forschung und Anwendung.
Dr. Christian Langebartels, Leiter der Wissenschaftlich-Technischen Abteilung der GSF, unterstreicht: "Das Münchner Zentrum für integrierte Proteinforschung soll die führenden Gruppen auf dem Gebiet der Proteinforschung und Proteintechnologie in der Region über bestehende Fach- und Institutionsgrenzen hinweg zusammenbringen und so neue Impulse für Forschung und Lehre geben".
Neben der GSF sind an dem Exzellenzcluster die Ludwig-Maximilians-Universität, die Technische Universität München, das Max-Planck-Institut für Biochemie sowie das Max-Planck-Institut für Neurobiologie beteiligt; die Federführung übernimmt die LMU.

Erkennungsmuster für technische Systeme
Intelligente technische Systeme haben im Moment noch wesentliche Mängel, speziell bei der flexiblen und selbständigen Handlung und bei der Zusammenarbeit mit anderen Systemen und mit Menschen. Eine der Schlüsselherausforderungen ist es daher, dass technische Systeme "lernen" müssen, auf überraschende Einflüsse schnell und angemessen zu reagieren.
Ziel des Exzellenzclusters wird es sein, Autonomie und Vielseitigkeit zu erhöhen und Anlagen mit intelligenter Kontrolle zur Verfügung zu stellen. Diese Systeme sollen in einer sich stetig ändernden Umgebung funktionieren und mit Menschen und anderen Maschinen kommunizieren können. Denkbare Einsatzgebiete sind Fahrzeuge, Roboter und Fabriken. An dem Exzellenzcluster sind die Technische Universität München und das GSF-Institut für Biomathematik und Biometrie unter Leitung von Prof. Dr. Rupert Lasser sowie das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt und Institute der Max-Planck-Gesellschaft beteiligt. Neben den eigentlichen Forschungsprojekten bildet ein neues Ausbildungskonzept die zweite Säule des Exzellenzclusters.
Sprecherhochschule des Clusters ist die TUM.


Neben den Excellenzclustern werden im Rahmen der Exzellenzinitiative des weiteren folgende Graduiertenschulen gefördert:

Neurowissenschaften
Beteiligte Einrichtungen: LMU (Sprecherhochschule) und GSF

Internationale Graduiertenschule für Wissenschaft und Technik
Beteiligte Einrichtungen: TUM (Sprecherhochschule) und GSF

Kontakt zur GSF-Pressestelle: GSF - Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit, Kommunikation, Tel: 089/3187-2460, Fax 089/3187-3324, E-Mail: oea@gsf.de
Weitere Informationen: http://www.gsf.de
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