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Erklärung des Präsidiums der Humboldt-Universität zu den Ergebnissen der ersten Runde der Exzellenzinitiative

13.10.2006 - (idw) Humboldt-Universität zu Berlin

Die Humboldt-Universität und ihr Präsidium danken allen an der Erarbeitung der Anträge Beteiligten sehr herzlich für ihre geleistete Arbeit und bekunden gleichzeitig großen Respekt gegenüber der engagierten Tätigkeit der gutachtenden Kommissionen aus Deutscher Forschungsgemeinschaft (DFG) und des Wissenschaftsrates (WR). Die Universität freut sich insbesondere über die Entscheidung, die Graduiertenschule "Berlin School of Mind&Brain" zu fördern, in der Wissenschaftler aus vielen Bereichen der Natur- und Geisteswissenschaften gemeinsam kognitive Funktionen erforschen.
Damit wird außerdem auch der Kurs des gegenwärtigen Präsidiums bestätigt, die Lebenswissenschaften als einen zentralen Forschungsschwerpunkt der Universität weiter zu profilieren und sie zugleich in einem umfassenden Sinne, d.h. in interdisziplinärer Kooperation von Geistes- und Naturwissenschaften, zu etablieren. Auf diese Weise werden ebenso Impulse aus der Gründungszeit der Universität für die Gegenwart übersetzt. Diesen Weg verfolgt die Humboldt-Universität auch mit ihrer Antragsskizze für das Zukunftskonzept "Translating Humboldt into the 21st Century", die für die zweite Runde der Exzellenzinitiative im September eingereicht worden ist.
Auch die Unterstützung der Graduiertenschule "Berlin Mathematical School (BMS)", bei der die Berliner Universitäten Technische Universität, Freie Universität und Humboldt-Universität gleichberechtigte Partner sind, freut uns außerordentlich. Die Mathematik als Schlüsseltechnologie gehört zu den zentralen Forschungsschwerpunkten der Humboldt-Universität. Die Förderung der beiden Graduiertenschulen macht zugleich auch deutlich, dass die Humboldt-Universität ein besonderes Gewicht auf die Nachwuchsförderung legt.

Dass das Exzellenzcluster "Campus Adlershof - Materials in New Light" die Gutachter in der gegenwärtigen Form (noch) nicht überzeugen konnte, ist bedauerlich. Trotzdem ist die Humboldt-Universität wie auch die Initiativgemeinschaft Außeruniversitärer Forschungseinrichtungen in Adlershof (IGAFA) der Ansicht, dass im Zusammenwirken von moderner optischer Wissenschaft und Materialforschung wertvolle Potentiale für die Zukunft liegen. Dieser starke Adlershofer Forschungsschwerpunkt zeichnet sich besonders durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Universität und außeruniversitären Forschungseinrichtungen aus. Das entsprechende Konzept wird unter strikter Beachtung der Gutachtervoten von den Antragstellern fortentwickelt.

Insbesondere der Blick auf den Süden der Republik macht aber deutlich, dass ungeachtet aller Erfolge die Berliner Wissenschaftslandschaft und die Humboldt-Universität überhaupt noch nicht die Position erreichen konnte, die beispielsweise nach dem jüngst publizierten Förderranking der DFG (bei dem Humboldt-Universität bundesweit den 5. Platz erzielte) zu erwarten gewesen wäre. Dass in ganz Berlin in dieser Runde kein Cluster gefördert wird, ist überaus schmerzlich und Anlass zu äußerster Konzentration aller hervorragenden wissenschaftlichen Kräfte.

Aus den Ergebnissen wird die Humboldt-Universität die Konsequenz ziehen, sich noch energischer an der zweiten Wettbewerbsrunde zu beteiligen und dem Beispiel der beiden Graduiertenschulen "Berlin School of Mind&Brain" und "Berlin Mathematical School (BMS)" zu folgen, deren Einrichtung ab Montag beginnt.

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