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Menschenrechte in Europa

16.10.2006 - (idw) Universität Potsdam

Symposium vom 26. bis 28. Oktober 2006

Das Abschluss-Symposium des interdisziplinären Forschungsprojektes "Teaching Human Rights in Europe" findet vom 26. bis 28. Oktober statt. Über drei Jahre erforschten die drei Wissenschaftlerinnen Dr. Claudia Mahler vom MenschenRechtsZentrum der Universität Potsdam, Dr. Anja Mihr vom Institut für Europäische Ethnologie der Humboldt-Universität zu Berlin und Dr. Reetta Toivanen vom Institut für Europäische Ethnologie der Humboldt-Universität zu Berlin die sechs europäischen Länder. Sie untersuchten die Wirkungen der Programme in Armenien, Estland, Finnland, Deutschland, Slowakei und Spanien während der UN-Dekade für Menschenrechtsbildung von 1995 bis 2004 in Bezug auf nationale Minderheiten. Ergebnisse der Forschung werden auf dem Symposium vorgestellt und diskutiert. Gemeinsam mit Experten, Wissenschaftlern, Vertretern der Minderheiten und Lehrenden soll erörtert werden, inwiefern Menschenrechtsbildung Minderheiten erreicht und ihre sozialen und menschenrechtlichen Lebensumstände beeinflusst. Das Projekt wurde durch die VolkswagenStiftung-Tandem Programm mit 652.700 Euro finanziert.
Das Ziel der von den Vereinten Nationen 1994 verkündeten Dekade war es, dass Mitgliedstaaten die wichtigsten Verträge zu den Menschenrechten annehmen und umsetzen und verstärkt Menschenrechtsbildung einsetzen, um die Menschen in allen Mitgliedstaaten über ihre Menschenrechte aufzuklären und ihnen die Fähigkeit zu vermitteln, eigene Rechte wahrzunehmen und sowohl für ihre eigenen als auch für die Rechte anderer aktiv einzutreten.
Dabei ging es unter anderem um die internationalen Rahmenbedingungen, um juristische und politische Aktivitäten zum Schutz von Minderheiten und gegen ethnische Diskriminierung, die Zusammenarbeit von staatlichen und nicht-staatlichen Akteuren sowie die Lebensbedingungen von Minderheiten in den betreffenden Ländern. Bei ihren Untersuchungen stellten die Wissenschaftlerinnen fest, dass in keinem der untersuchten europäischen Länder die Menschenrechtsbildung zu einer politischen Priorität geworden ist. Das Forscherteam betont in seinen Schlussfolgerungen, dass Menschenrechtsbildung der Mehrheitsbevölkerung ein geeignetes Mittel ist, um Diskriminierung, Rassismus und Marginalisierung von Minderheiten zu bekämpfen. Die Angehörigen der Mehrheiten müssten die Möglichkeit haben zu verstehen, warum Minderheiten im gleichen Land leben und welche besondere Bedürfnisse sie möglicherweise haben.

Hinweis an die Redaktionen:
Zeit des Symposiums: Donnerstag , 26. September bis Freitag, 28. Oktober 2006
Beginn des Symposiums: 26. Oktober, 16.00 Uhr
Ort des Kolloquiums: Humboldt-Universität zu Berlin, Unter den Linden 6, Senatssaal, 10099 Berlin, beziehungsweise Institut für Europäische Ethnologie der Humboldt-Universität zu Berlin, Mohrenstraße 41, Raum 311 und 312, 10117 Berlin

Für weitere Auskünfte steht Ihnen Dr. Claudia Mahler vom MenschenRechtsZentrum der Universität Potsdam telefonisch unter 0331/977-3385, E-Mail: cmahler@uni-potsdam.de zur Verfügung.

Anmeldungen bitte bei Carolin Philipp, E-Mail: HRE_Symposium@web.de
Weitere Informationen und das Programm des Symposiums sind unter www.humanrightsresearch.de abrufbar.

Diese Medieninformation ist auch unter
http://www.uni-potsdam.de/pressmitt/2006/pm181_06.htm im Internet abrufbar.

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