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Die Heidelberger Lebenswissenschaft gehört zu den Gewinnern

17.10.2006 - (idw) Universitätsklinikum Heidelberg

Cluster "Zelluläre Netzwerke" wird von Exzellenzinitiative mit 39 Millionen Euro gefördert / Ausbau der international führenden Position Heidelbergs in der interdisziplinären biomedizinischen Forschung Das Heidelberger Cluster "Zelluläre Netzwerke" gehört zu den Gewinnern der ersten Runde der Exzellenzinitiative für die deutschen Universitäten; es wird in den nächsten fünf Jahren mit bis zu 39 Millionen Euro gefördert.

"Mit dieser Förderung können wir zentrale Fragen der biomedizinischen Forschung bearbeiten", erklärt Professor Dr. Hans-Georg Kräusslich, Direktor der Abteilung Virologie am Hygiene-Institut des Universitätsklinikums Heidelberg und Koordinator des Clusters: "Wie können Funktion, Struktur und Entwicklung biologischer Netzwerke erklärt werden, die die Grundlage jeden Lebens sind?" Die Gewinner der Exzellenzinitiative waren am Freitag, dem 13. Oktober 2006, von der Deutschen Forschungsgemeinschaft in Bonn bekannt gegeben worden.

Interdisziplinäres Team renommierter Wissenschaftler mit über 70 Arbeitsgruppen

Das von einer internationalen Expertengruppe ausgewählte Heidelberger Cluster vereint ein interdisziplinäres Team renommierter Wissenschaftler aus verschiedenen Ländern. Es integriert über 70 Arbeitsgruppen aus den Biowissenschaften, der Medizin, Mathematik, Chemie und Physik der Heidelberger Ruprecht-Karls-Universität und der außeruniversitären Institute Deutsches Krebsforschungszentrum, Europäisches Institut für Molekularbiologie, Max-Planck-Institut für Medizinische Forschung und Zentralinstitut für Seelische Gesundheit Mannheim.

Gemeinsam untersuchen die Wissenschaftler molekulare Netzwerke, die innerhalb von Zellen oder in einem Organismus dafür sorgen, dass biologische Systeme funktionieren und sich an ihre Umwelt anpassen können. Hierzu analysieren sie die Architektur und das Zusammenspiel der molekularen Bausteine von Zellen, die Kommunikation zwischen Zellen in der Entwicklungs- und Neurobiologie sowie die Wechselwirkung von Zellen mit Krankheitserregern, wie z.B. Viren und Parasiten.

Internationale Doktoranden- und Postdoc-Programme

Für diese Forschung auf höchstem technischem Niveau ist eine gemeinsame Infrastruktur von entscheidender Bedeutung; sie stellt deshalb einen zentralen Pfeiler des Heidelberger Antrags dar. Aus den in Experimenten gewonnenen Ergebnissen werden in enger Zusammenarbeit mit Mathematikern Modelle und Simulationen der molekularen Vorgänge in der Zelle entwickelt, die anschließend wieder durch Experimente im Labor überprüft und schrittweise erweitert werden, um so dem biologischen System immer näher zu kommen.

Die Mittel aus der Exzellenzinitiative werden unter anderem zur Förderung interdisziplinärer Projekte und zur Einrichtung internationaler Doktoranden- und Postdoktorandenprogramme verwendet. Zusätzlich unterstützt durch Industriepartner soll eine zentrale Technologieplattform aufgebaut werden, die modernste Methoden der Hochleistungsmikroskopie, der Bild- und Datenverarbeitung sowie der Funktionsanalyse einzelner Komponenten von biologischen Netzwerken und deren Modifikation umfassen wird.

Zwei neue Professuren und sechs Nachwuchsgruppen

Zur Verstärkung der wissenschaftlichen Kapazität werden zwei Professuren und sechs unabhängige Nachwuchsgruppen, mit zusätzlicher Unterstützung durch die Chica- und Heinz Schaller-Stiftung, eingerichtet. Auch gezielte Maßnahmen zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses, zur Verbesserung der Chancengleichheit, für Kinderbetreuungsangebote und nicht zuletzt zur Verbesserung der Kommunikation mit der Öffentlichkeit über Fragestellungen und Ziele der modernen Biowissenschaften hat das Team bereits geplant.

Kernstück sowie Basis der neuen Professuren, Nachwuchsgruppen und der zentralen Technologieplattform wird das BIOQUANT-Gebäude sein, das Anfang 2007 eröffnet wird. "Mit der Förderung des Clusters im Rahmen der Exzellenzinitiative besteht jetzt die einmalige Chance, die international führende Position Heidelbergs in der interdisziplinären biomedizinischen Forschung auszubauen und die Ausbildung der nächsten Generation von Wissenschaftlern zu sichern", so Professor Kräusslich.

Bei Rückfragen:
Koordinator des Clusters "Zelluläre Netzwerke"
Professor Dr. Hans-Georg Kräusslich
Hygiene Institut - Abt. Virologie
Im Neuenheimer Feld 324; 69120 Heidelberg
Tel +49 6221 56 5002; Fax +49 6221 56 5003

hans-georg.kraeusslich@med.uni-heidelberg.de

Bei Rückfragen von Journalisten:
Dr. Annette Tuffs
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Universitätsklinikums Heidelberg
und der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 672
69120 Heidelberg
Tel.: 06221 / 56 45 36
Fax: 06221 / 56 45 44
E-Mail: Annette_Tuffs@med.uni-heidelberg.de

Diese Pressemitteilung ist auch online verfügbar unter
http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/presse

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