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Ascenion und MHH kooperieren

18.10.2006 - (idw) Medizinische Hochschule Hannover

Professioneller Transfer von Forschungsergebnissen aus der Klinik in die Industrie Die Ascenion GmbH und die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) werden künftig eng zusammenarbeiten, um Erfindungen aus der MHH schutzrechtlich abzusichern und zu vermarkten. Dabei wird das interdisziplinäre, auf Life Sciences spezialisierte Team von Ascenion den Wissenschaftlern helfen, das Marktpotenzial ihrer Forschungsergebnisse zu bewerten, eine geeignete Schutzrechtsstrategie empfehlen und Optionen für eine bestmögliche Verwertung aufbauen: Lizenzierung, Kooperation, Verkauf oder die Gründung eines neuen Unternehmens. Auch bei deren Realisierung wird Ascenion professionell unterstützen, u.a. durch die Anbahnung von Industriekontakten und Verhandlung von Verträgen.

"So können aus unserer Forschung neue Produkte, Verfahren oder Dienstleistungen entstehen, die eine Diagnose und Behandlung verschiedener Krankheiten verbessern. Letztlich werden vor allem unsere Patienten davon profitieren", betont Professor Dr. Dieter Bitter-Suermann, Präsident der MHH. "Der Transfer von der Forschung in die Anwendung wird durch die Erfahrung und das dichte Netzwerk von Ascenion zu internationalen Industrievertretern, Investoren und Experten sicher neue Impulse erhalten."

Die Forschung an der MHH ist international für ihre herausragende Qualität und ihren interdisziplinären Ansatz bekannt. Den mehr als 1.200 wissenschaftlichen Mitarbeitern standen im Jahr 2005 allein aus Drittmitteln mehr als 44 Millionen Euro für die Forschung zur Verfügung. Aus ihren Arbeiten resultieren bisher etwa 15 bis 20 Erfindungen pro Jahr. Eine Reihe bereits bestehender Kooperationen mit der Industrie und Firmenausgründungen belegen deren wirtschaftliches Potenzial.

"Wir freuen uns, mit der MHH erstmals eine Universität als Partner gewonnen zu haben. Die Forschung in unmittelbarer Nähe zum Patienten verspricht Erkenntnisse und Erfindungen, die eine Verbesserung der Patientenversorgung ermöglichen. Dies ist für die Pharma- und Biotech-Industrie bei der Suche nach neuen Produktideen besonders attraktiv", sagt Dr. Christian Stein, Geschäftsführer der Ascenion GmbH.

Ascenion betreut bereits 13 Life-Science Institute der Helmholtz- bzw. Leibnizgemeinschaft und vermarktet momentan insgesamt mehr als 550 Patentfamilien sowie zahlreiche Forschungsmaterialien an die Industrie. Das Unternehmen hat Büros in ganz Deutschland, um bei der Akquise und Bewertung von Erfindungen mit den Wissenschaftlern der Partnereinrichtungen im persönlichen Kontakt zusammen arbeiten zu können. Bis Jahresende wird ein Büro in Hannover an der MHH eröffnet.

Kontakt für Ascenion

Dr. Peter Ruile, Prokurist / COO
Ascenion GmbH, Herzogstr. 64, 80803 München
Telefon: (089) 318814-14
E-mail: ruile@ascenion.de

Kontakt für die MHH

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Stefan Zorn, Leitung
Carl-Neuberg-Straße 1, 30625 Hannover
Telefon: (0511) 532-6771
Email: pressestelle@mh-hannover.de

Hintergrundinformation

Ascenion GmbH
Ascenion ist ein IP Asset Management-Unternehmen, das sich auf das Gebiet Life Sciences fokussiert. Ascenion berät und unterstützt öffentliche Forschungseinrichtungen und Kliniken beim Schutz und der Verwertung ihres geistigen Eigentums (Patente, Know-how, Materialien) und übernimmt die Anbahnung und Vermittlung von Lizenz-verträgen zwischen Forschungseinrichtungen und Industrie. Ein besonderer Schwerpunkt von Ascenion ist das Coaching von Unternehmensgründern und das aktive Beteiligungs-management. Ascenion ist eine 100%ige Tochter der Life Science-Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Forschung und exklusiver Vermarktungspartner von 13 Forschungseinrichtungen der Helmholtz- bzw. Leibnizgemeinschaft sowie der Medizinischen Hochschule Hannover. Hauptsitz von Ascenion ist München, weitere Geschäftsstellen sind in Berlin, Braunschweig, Hamburg und Neuherberg, künftig auch in Hannover. Mehr Info unter www.ascenion.de.

Medizinische Hochschule Hannover (MHH)
Die MHH genießt international hohes Ansehen in der Krankenversorgung und der Forschung. Die Therapien sind daher immer auf dem neuesten wissenschaftlichen Stand. Mehr als 23.000 Quadratmeter Laborfläche stehen in der MHH zu Verfügung; hier suchen 1.200 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nach besseren Behandlungsmöglichkeiten oder gewinnen wissenschaftliche Erkenntnisse über die Grundlagen des Lebens. Im vergangenen Jahr konnte die MHH mehr als 44 Millionen Euro Drittmittel einwerben. Dazu haben beigetragen: vier Sonderforschungsbereiche der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), drei klinische Forschergruppen und eine Forschergruppe der DFG, zwei Graduiertenkollegs, ein Europäisches Graduiertenkolleg und drei Kompetenznetze des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) zu "Rheuma", "Hepatitis" und "Pneumonien" sowie ein Kompetenzzentrum "kardiovaskuläre Implantate". In der Transplantationsmedizin, bei Cochlear-Implantationen und in der Infektionsforschung etwa leistet die MHH Pionierarbeit und zählt zu den weltweit führenden Zentren. Weitere Schwerpunkte der MHH mit ihren 18 medizinischen Zentren sind


- Erkrankungen von Herz, Lunge, Brustkorb und Gefäßen
- Erkrankungen des Magen-/Darmtraktes und der Leber
- Krebstherapien für Kinder und Erwachsene
- Erkrankungen des Nervensystems
- Erkrankungen im Bereich Immunologie, Infektiologie und Rheumatologie
- im Gebiet der Unfallchirurgie und Orthopädie
- im Bereich Plastische Hand- und Wiederherstellungschirurgie oder
- im Bereich der Urologie.

Bei allen hochmodernen Forschungs-, Diagnose- und Therapieverfahren steht immer der Patient im Mittelpunkt. Dafür stehen die 7.300 Mitarbeiter der MHH.

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