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Großer Erfolg für GSF-Wissenschaftler beim Go-Bio-Wettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung

18.10.2006 - (idw) GSF - Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit

Im Herbst 2005 wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die Initiative Go-Bio ausgeschrieben. Mit der Initiative sollen Forscherteams aus den Biowissenschaften unterstützt werden, die ihre Erkenntnisse kommerziell verwerten wollen. Der GSF-Wissenschaftler Dr. Igor V. Tetko vom GSF - Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit, Institut für Bioinformatik, konnte sich in Zusammenarbeit mit der Ascenion GmbH in der hart umkämpften ersten Auflage des Wettbewerbs durchsetzen: Sein Antrag gehört zu den zwölf geförderten Projekten, die aus 174 Bewerbungen ausgewählt wurden. Tetkos Projekt trägt den Titel "Entwicklung von ADME/T-Methoden unter Verwendung Assoziativer Neuronaler Netzwerke". ADME/T steht für "Absorption, Distribution, Metabolism, Excretion and Toxicity"von Wirkstoffen. Im Rahmen des Projekts will Tetko chemoinformatische Methoden zur Vorhersage der für die Wirkstoffapplikation entscheidenden physikalisch/chemischen Parameter untersuchen. Genauere Vorhersagen dieser Eigenschaften können die Pharmaentwicklung beschleunigen und die Kosten aufwändiger Experimente erheblich senken. Mit den Fördermitteln kann der Bioinformatiker nun eine eigene Arbeitsgruppe im wichtigen Arbeitsgebiet Chemoinformatik etablieren.

Langfristig sollen durch den Go-Bio-Wettbewerb neue Anwendungsfelder aus dem Bereich der Biotechnologie erschlossen werden. Die Unterstützung erfolgt in zwei Phasen, die jeweils auf maximal drei Jahre angelegt sind: In der ersten Förderphase soll von der Arbeitsgruppe das Anwendungspotential der Entwicklung herausgearbeitet werden (Proof of Concept). In der zweiten Förderphase, über die nach einer Zwischenevaluation entschieden wird, sollen diese Strategien mit dem Ziel der wirtschaftlichen Verwertung umgesetzt werden (Proof of Technology).

Heute wird die Forschungsministerin Dr. Annette Schavan im Rahmen einer Pressekonferenz die Sieger des Wettbewerbs vorstellen. Besonders erfreulich ist, dass Tetko bereits durch eine BMBF-Initiative an die GSF kam: Als 2001 das Netzwerk Bioinformatik für die Analyse von Säugergenomen (BFAM) seine Arbeit aufnahm, gelang es, ihn für das GSF-Institut für Bioinformatik zu gewinnen.

Für weitere Informationen und Bildmaterial kontaktieren Sie bitte die GSF- Pressestelle:

GSF - Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit
Kommunikation
Tel: 089/3187-2460
Fax 089/3187-3324
E-Mail: oea@gsf.de
Weitere Informationen: http://www.gsf.de/neu/Aktuelles/Presse/2006/gobio.php
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