Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMittwoch, 13. November 2019 

ZIVILISATIONSBRUCH UND GESELLSCHAFTSKONTINUITÄT. DIE AMBIVALENZ DES MENSCHENMÖGLICHEN IM 20. JAHRHUNDERT

19.10.2006 - (idw) Stiftung Deutsches Hygiene-Museum

Tagung des Hamburger Instituts für Sozialforschung und der Stiftung Deutsches Hygiene-Museum
Wissenschaftliche Leitung: Prof. Dr. Heinz Bude, Prof. Dr. Jan Philipp Reemtsma
Dresden, 27. und 28. Oktober 2006

Die Tagung nimmt das 20. Jahrhundert in seiner grundlegenden Ambivalenz von mörderischem Totalitarismus auf der einen und demokratischer Zivilität auf der anderen Seite in den Blick. Anders als in den geläufigen Erzählungen dieses "Jahrhunderts der Extreme" wird nicht nur der Verfall einer bürgerlichen Gesellschaft hin zu diktatorischen Regimen von Makrokriminalität zum Thema gemacht, sondern auch das überraschende Lernen hin zu Demokratie und Zivilität, für das das Datum "1945" steht. Diese international besetzte Tagung findet im Begleitprogramm zur Sonderausstellung "Tödliche Medizin. Rassenwahn im Nationalsozialismus" statt, die am 11. Oktober 2006 im Deutschen Hygiene-Museum vor mehr als 1.000 Gästen mit einer Rede von Bundesinnenminister Dr. Wolfgang Schäuble eröffnet wurde http://www.dhmd.de/eroeffnung.

Der Modellfall für das zentrale Thema der Tagung ist die Geschichte Deutschlands im 20. Jahrhundert. Menschenmöglich war nicht nur der Völkermord, nicht nur Gleichgültigkeit und Rohheit gegenüber den Überlebenden, sondern gleichzeitig auch die kollektive Sensibilität für Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Eine vollständige Geschichte des 20. Jahrhunderts wird die Unwahrscheinlichkeit oder Wahrscheinlichkeit einer Entwicklung zum Bösen wie einer Hinwendung zum Guten begreifen müssen.

Referenten:
PD Dr. Ulrich Bielefeld, Soziologe, Hamburger Institut für Sozialforschung und TU Darmstadt
Prof. Dr. Heinz Bude, Soziologe, Hamburger Institut für Sozialforschung und Universität Kassel
Prof. Dr. Michael Geyer, Historiker, The University of Chicago (USA))
Prof. Dr. Bernd Greiner, Historiker und Politologe, Hamburger Institut für Sozialforschung und Universität Hamburg
Dr. Ulrike Jureit, Historikerin, Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur, Hamburg
Dr. Wolfgang Kraushaar, Politologe, Hamburger Institut für Sozialforschung
Prof. Dr. Claus Leggewie, Politikwissenschaftler, Universität Gießen, z.Zt. Gastprofessor am Institut für die Wissenschaft vom Menschen, Wien
Dr. Klaus Naumann, Historiker, Hamburger Institut für Sozialforschung
Prof. Dr. Jan Philipp Reemtsma, Philologe, Hamburger Institut für Sozialforschung und Universität Hamburg
Prof. Dr. Karl- Siegbert Rehberg, Soziologe, Technische Universität Dresden
Prof. Dr. Shingo Shimada, Soziologe, Heinrich-Heine Universität Düsseldorf
Prof. Dr. Michael Wildt, Historiker, Hamburger Institut für Sozialforschung und Universität Hannover

uniprotokolle > Nachrichten > ZIVILISATIONSBRUCH UND GESELLSCHAFTSKONTINUITÄT. DIE AMBIVALENZ DES MENSCHENMÖGLICHEN IM 20. JAHRHUNDERT
ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenDruckansicht

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/nachrichten/id/126142/">ZIVILISATIONSBRUCH UND GESELLSCHAFTSKONTINUITÄT. DIE AMBIVALENZ DES MENSCHENMÖGLICHEN IM 20. JAHRHUNDERT </a>