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Neuberufene EU-Beraterin und neuer "GMES"-Master in Jena

20.10.2006 - (idw) Friedrich-Schiller-Universität Jena

Prof. Dr. Christiane Schmullius berät EU bei der wissenschaftlichen Nutzung des Weltraums Jena (20.10.06) Prof. Dr. Christiane Schmullius von der Friedrich-Schiller-Universität Jena hat guten Grund, doppelt zu feiern. Zum einen ist die Inhaberin des Lehrstuhls für Fernerkundung in das Beratergremium berufen worden, das die Europäische Union im 7. Forschungsrahmenprogramm in Sachen Raumfahrt berät. Schmullius gehört damit für die Laufzeit des 7. europäischen Rahmenprogramms der 20-köpfigen "Space Advisory Group" an. Außerdem freut sich die geschäftsführende Direktorin des Instituts für Geographie darüber, dass in diesem Semester die zwei neuen Master-Studiengänge "Geographie" sowie "Geoinformatik" gestartet sind. "Sie werden eine Generation von solide ausgebildeten Wissenschaftlern erzeugen, die insbesondere den Herausforderungen europäischer Umweltpolitik gewachsen ist", unterstreicht die Geografin von der Universität Jena.

Aufgabe der neu ins Leben gerufenen "Space Advisory Group" ist es, die Europäische Kommission über die Richtung und Schwerpunkte der wissenschaftlichen Nutzung des Weltraums zu beraten. "Dabei geht es beispielsweise darum, die Umsetzung europäischer Umweltpolitik unter Nutzung von Weltraumtechniken und die thematische Schwerpunktsetzung künftiger Missionen von Forschungssatelliten oder der internationalen Raumstation ISS zu kommentieren", erklärt Prof. Schmullius die neue Aufgabe.

Teil der Jenaer Ausbildung und Kern des EU-Gremiums ist "GMES" ("Global Monitoring for Environment and Security"). Es ist das zentrale Thema der EU und tragende Säule europäischer Forschungspolitik. Seit 2002 engagiert sich Prof. Schmullius mit ihren Klima-bezogenen Fernerkundungsprojekten in der GMES-Initiative. Die Kompetenz der Universität Jena auf diesem Feld wird auch durch ihren Kollegen Prof. Dr. Wolfgang-Albert Flügel deutlich. Dem Geoinfomatiker ist es in diesem Jahr gelungen, zwei hydrologisch orientierte Großprojekte zu GMES vom Bundesforschungsministerium und von der EU einzuwerben.

"GMES erfordert breite Kenntnisse der Zusammenhänge zwischen dem menschlichen Wirken auf die Landoberfläche und den möglichen Reaktionen der Umwelt", erklärt Prof. Schmullius. "Für das Verständnis über das Natur-Mensch-Wirkungsgefüge und die zu Grunde liegenden sozio-ökonomischen Ursachen und Folgen benötigen wir Handwerkszeug, das uns erlaubt, Phänomene wahrzunehmen, zu beschreiben und deren Veränderungen in überprüfbaren Zahlen auszudrücken und räumlich festzulegen", bekräftigt Schmullius. "Das ist Umweltbeobachtung, also GMES."

Dieses Handwerkszeug wird nun an der Uni Jena in den beiden neuen Master-Studiengängen vermittelt. Einmalig in Deutschland ist auch die gemeinsame Akkreditierung des geografischen Bachelor-Studienganges, sagt Schmullius. Aus diesem sind jetzt die ersten 33 Absolventen erfolgreich hervorgegangen. Sie sind bereits in Behörden, Industrie und Forschungseinrichtungen im In- und Ausland unterkommen - so wie es sich für "europäische GMES-Beauftragte" gehört, unterstreicht Prof. Schmullius. Zwei Bachelor-Absolventen hat sie gleich selbst in einem ESA-Projekt eingestellt, "so überzeugt sind wir von unserer Ausbildung".

Kontakt:
Prof. Dr. Christiane Schmullius
Institut für Geographie der Friedrich-Schiller-Universität Jena
Löbdergraben 32, 07743 Jena
Tel.: 03641 / 948880
Fax: 03641 / 948832
E-Mail: c.schmullius[at]uni-jena.de

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