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Was bringen Kooperationen? Netzwerke berichten von ihren Erfahrungen

25.10.2006 - (idw) VDI/VDE Innovation + Technik GmbH

Die meisten wirtschaftlich erfolgreichen Produkte und Verfahren werden nicht von Einzelgenies erdacht, sondern von interdisziplinär zusammengesetzten Teams entwickelt - nicht selten über Unternehmens- und Institutsgrenzen hinweg. Auf dem InnoNet-Kongress am Montag, 6. November, in Berlin werden erfolgreiche Netzwerke ihre Entwicklungen vorstellen und von ihren Erfahrungen berichten. Einige der entwickelten Produkte werden in der begleitenden Ausstellung live vorgeführt. Gerade für mittelständische Unternehmen mit begrenzten eigenen FuE-Mitteln kann es sinnvoll sein, das Know-how und die Ressourcen von kompetenten Partnern in Forschungseinrichtungen und anderen Industrieunternehmen zu nutzen. Mit dem Programm "InnoNet - Förderung von innovativen Netzwerken" unterstützt das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) seit sieben Jahren die Kooperation von kleinen und mittleren Unternehmen mit Forschungsinstituten. Ziel ist es, der Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit mittelständischer Firmen einen neuen Schub zu geben.

Mit großem Erfolg: Fast 200 Verbundprojekte sind bislang gestartet. Viele haben ihre Arbeiten mittlerweile erfolgreich abgeschlossen. Einige Beispiele:

o Im Projekt CERPOR entwickelten die Projektpartner geeignete Materialien für die Porenbrennertechnologie und ebneten damit einer neuen umweltfreundlichen und effizienten Energie- und Wärmeerzeugung den Weg. Koordinator: Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.

o Im Projekt ARCHE entstand ein Verfahren, mit dem sich Schriftstücke von nationaler Bedeutung langfristig, sicher, qualitativ hochwertig und kostengünstig archivieren lassen. Der entwickelte Laserbelichter belichtet digitale Dokumente in bisher unerreichter Qualität auf Farbmikrofilm. Koordinator: Fraunhofer-Institut für Physikalische Messtechnik Freiburg.

o Das Projekt EPITHESE widmete sich der Entwicklung von aktiven Epithesen - künstliche und individuell modellierte Gesichtsteile beispielsweise für Tumorpatienten - die in der Lage sind, auf die Mimik zu reagieren und dem Gesicht ein natürliches Aussehen geben. Koordinator: Fraunhofer Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik in Berlin.

o Das Projekt HOLZBRAND entwickelte eine neue Brandschutzbeschichtung für Holz und Holzwerkstoffe, die über 30 Minuten ein Entflammen verhindert. So kann Holz künftig sogar in tragenden Konstruktionen als Baustoff eingesetzt werden. Unter der transparenten Schicht bleibt das Holz sichtbar. Koordinator: Technische Universität Braunschweig.

o Im Projekt KOMBISENS entstand ein einfach handhabbares Prüfgerät, mit dem sich die Sauberkeit von Bauteilen während der Fertigung kontrollieren lässt. Auf einer 5 x 5 Millimeter kleinen Fläche spürt das tragbare Gerät Partikel und Schmierer im Mikrometerbereich auf. Koordinator: Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung, Stuttgart.

o Im Projekt MiCuTool entwickelten die Projektpartner eine neue Technologie zur Herstellung von Präzisionswerkzeugen, mit der die Fertigungsgenauigkeit dieser Werkzeuge deutlich gesteigert werden kann. Koordinator: Institut für Werkzeugmaschinen und Fabrikbetrieb der Technischen Universität Berlin

o Im Projekt SIMULAN wurde ein Verfahren zur Herstellung fälschungssicherer Merkmale für Münzen und anderer metallischer Wertgegenstände entwickelt. Dabei werden die Münzen mit komplexen Hologrammen versehen, die sowohl maschinenlesbar als auch visuell erkennbar sein können. Koordinator: Laser-Laboratorium Göttingen e. V.

In der neunten Runde des vom BMWi ausgeschriebenen Ideenwettbewerbs "InnoNet - Förderung von innovativen Netzwerken" sind insgesamt 75 Ideenskizzen für Verbundprojekte eingegangen; 22 Projekte wurden am gestrigen Dienstag von einer unabhängigen Jury ausgewählt und zur Förderung empfohlen. Einsendeschluss für die zehnte Wettbewerbsrunde ist der 31. Dezember 2006.


Mehr Informationen zu InnoNet, den abgeschlossenen Projekten sowie zur Teilnahme an künftigen Runden gibt es beim InnoNet-Kongress am Montag, 6. November, im Harnack-Haus, Ihnestraße 16-20, in 14195 Berlin.

Anmeldungen unter: www.vdivde-it.de/innonet/anmeldung oder bei der VDI/VDE Innovation + Technik GmbH, Silke Sperling, Tel.: 030 310078-207, sperling@vdivde-it.de
Weitere Informationen: http://www.vdivde-it.de/innonet/anmeldung
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