Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenDienstag, 10. Dezember 2019 

"Wissenschaft und Forschung für Europa: Herausforderungen für die deutsch-italienische Zusammenarbeit"- Festve

27.10.2006 - (idw) Projektträger im DLR

Deutschland und Italien arbeiten intensiv und erfolgreich in Forschung, Bildung und Wirtschaft zusammen: Das Max Planck Institut für Astrophysik realisiert zusammen mit dem Istituto Nazionale di Astrofisica und amerikanischen Partnern das Large Binocular Telescope, das stärkste Teleskop der nördlichen Hemisphäre. Die italienisch-deutsche Gallium Neutrino Observatory Kollaboration misst in Gran Sasso erfolgreich Sonnenneutrinos, ungeladene Elementarteilchen, die zu einem genaueren Verständnis der Prozesse im Inneren der Sonne und im Universum beitragen. Auch innerhalb der Europäischen Weltraumorganisation ESA kooperieren beide Länder mit großem Erfolg und nicht nur die Übernahme der Bayerischen Hypothekenbank durch die italienische UniCredit belegt die engen Verflechtungen im europäischen Wirtschaftsraum. Vor diesem Hintergrund begehen beide Länder am 08.11.06 das 20-jährige Jubiläum des Deutsch-Italienischen Zentrums Villa Vigoni am Comer See. "Wissenschaft und Forschung in Europa - Herausforderungen für die deutsch-italienische Zusammenarbeit" lautet das Thema der Veranstaltung im FAZ-Atrium Berlin (14h00), an der Bundesbildungsministerin Annette Schavan und der italienische Wissenschaftsminister Fabio Mussi teilnehmen werden.
Um den Beziehungen frische Impulse zu geben, tauschen sich in einer Podiumsdiskussion Vertreter aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Medien über die Perspektiven der deutsch-italienischen Zusammenarbeit aus. Die Diskussion will das Spektrum der Beziehungen ansprechen und Akzente für einen noch intensiveren Dialog über die Alpen hinweg setzen.

Die Präsidentin der Hochschulrektorenkonferenz, Margarete Wintermantel wird daran ebenso teilnehmen wie der ehemalige Bundestagsabgeordnete Karl Lamers, der Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft Jürgen Mlynek sowie Antje Pieper, Leiterin des ZDF-Studios in Rom. Italienische Positionen präsentieren Paolo Blasi, einstiger Präsident der italienischen Rektorenkonferenz und der italienischen Forschungsgemeinschaft, Daniela Cocchi, Präsidentin der italienischen Gesellschaft für Statistik. Ferner nehmen auf italienischer Seite teil: Carlo Rizzuto, Professor an der Universität Genua und Präsident von Syncrotrone Triest, damit Vertreter eines der wichtigsten Forschungslaboratorien in Italien sowie Richardo Viale, Experte für den Bologna-Prozess zur Schaffung des gemeinsamen europäischen Hochschulraumes. Im Anschluss daran werden die beiden Minister ebenfalls deutsch-italienische Perspektiven diskutieren. Danach findet ein Pressegespräch statt.

Am Abend (19h30) lädt der italienische Botschafter Antonio Puri Purini zu einem Empfang, auf dem unter anderem der Film Villa Vigoni - Tradition und Vision gezeigt wird. Neben den Bildungs- und Forschungsministern werden die Staatssekretäre der beiden Außenministerien Georg Boomgaarden und Famiano Crucianelli die Bedeutung des deutsch-italienischen Dialogs unterstreichen.

Am 21. April 1986 unterzeichneten der Außenminister der Italienischen Republik, Giulio Andreotti und der Bundesminister des Auswärtigen, Hans-Dietrich Genscher im Auswärtigen Amt in Bonn die Vereinbarung über die Gründung des Deutsch-Italienischen Zentrums Villa Vigoni. Die Villa Vigoni ist zugleich europäisches Zukunftslabor und bedeutendes Forum für den Austausch in Kultur, Kunst, Wissenschaft und Forschung. In der Villa, einem der schönsten Tagungsorte in Europa, finden Tagungen, Seminare und Kulturveranstaltungen statt, so im September 2006 interdisziplinäre Sommerschulen: Im Jubiläumsjahr von Heinrich Heine widmete sich eine Veranstaltung dem Thema Literatur und Toleranz, während Perspektiven für Innovationen in Deutschland und Italien im Fokus einer wirtschaftswissenschaftlichen Sommerschule standen.


Die Zuständigkeit für die Villa Vigoni liegt auf deutscher Seite beim Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), in Italien beim Außenministerium.

Weitere Informationen:
Hans-Peter Niller, Internationales Büro des BMBF, Heinrich-Konen-Str.1, 53227 Bonn, Tel.: +49 (0) 228 3821 468,
hans-peter.niller@dlr.de

uniprotokolle > Nachrichten > "Wissenschaft und Forschung für Europa: Herausforderungen für die deutsch-italienische Zusammenarbeit"- Festve
ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenDruckansicht

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/nachrichten/id/126650/">"Wissenschaft und Forschung für Europa: Herausforderungen für die deutsch-italienische Zusammenarbeit"- Festve </a>