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Internationales Kolloquium der Akademienunion: "Digitale Medien und Musikedition"

14.11.2006 - (idw) Union der deutschen Akademien der Wissenschaften

Die Bedeutung digitaler Medien für die kritischen Editionen großer Komponisten diskutieren vom 16. bis 18. November 2006 etwa 75 Wissenschaftler aus Deutschland, Großbritannien, den Niederlanden, USA und Österreich. Das internationale Kolloquium "Digitale Medien und Musikedition" wird vom Ausschuss für musikwissenschaftliche Editionen der Akademienunion und dem Kompetenzzentrum für elektronische Erschließungs- und Publikationsverfahren in den Geisteswissenschaften der Universität Trier veranstaltet. Es findet in den Räumen der Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz statt. Das Kolloquium ist in zwei Sektionen eingeteilt, denen ein abschließender Workshop folgen wird. Am Donnerstag, den 16. November 2006, stellen sich zunächst EDV-basierte literatur- und musikwissenschaftliche Projekte vor. Am Freitag stehen die Musikeditionen im Mittelpunkt: Anhand von ausgewählten Projekten wie der "Digitalen Mozart-Edition" werden Codierungsformen besprochen, aber auch die Erschließung neuer Quellen, Probleme bei der Datenspeicherung und -strukturierung sowie weitere technische Fragen diskutiert. In einem Workshop am Samstag sollen die Perspektiven digitaler Editionen der Musikwissenschaft gemeinsam erläutert werden - Themen sind unter anderem die Forschungsförderung, mögliche Standards und Werkzeuge, die Möglichkeiten der künftigen Vernetzung und engere Kooperationen. Ziel des Kolloquiums ist es, die Musikwissenschaften stärker als bisher an die Nutzung digitaler Techniken heranzuführen.

Ort: Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Plenarsaal, Geschwister-Scholl-Str. 2, 55131 Mainz.

Zeit: Donnerstag, 16. November 2006, 14 Uhr, bis Samstag, 18. November 2006, 12.30 Uhr.

Journalisten sind herzlich willkommen.

Der Ausschuss für musikwissenschaftliche Editionen der Akademienunion hat die Aufgabe, die langfristigen musikwissenschaftlichen Editionsvorhaben im Rahmen des Akademienprogramms zu koordinieren und die Union sowie insbesondere die Akademie Mainz, die die Vorhaben wissenschaftlich betreut, zu beraten. Der Ausschuss koordiniert derzeit 17 musikwissenschaftliche Editionsvorhaben mit 21 Arbeitsstellen und rund 60 Mitarbeitern in zehn Bundesländern. Zu den Vorhaben gehören unter anderen die Neue Mozart-Ausgabe, die Neue Bach-Ausgabe, die Haydn-Gesamtausgabe, die Neue Schubert-Ausgabe, die Wagner-Gesamtausgabe, die Schumann-Gesamtausgabe, die Neue Brahms-Ausgabe und die Hallische Händel-Ausgabe.

In der Vergangenheit hat der Ausschuss bereits mehrfach Symposien zu zentralen Themen der Musikwissenschaft veranstaltet, so zum Beispiel zur "Opera incerta" und den "Komponistenbriefen des 19. Jahrhunderts". Auf diesen Symposien gingen Experten unter anderem der Frage nach, welche Methoden die aus öffentlichen Mitteln geförderten Editionsstellen der großen Gesamtausgaben anwenden und welche Auswirkungen die eingeschlagenen Wege auf das wissenschaftliche Ziel der Projekte haben. Mit dem Thema "Digitale Medien und Musikedition" hat sich der Ausschuss für musikwissenschaftliche Editionen für eine sehr aktuelle Fragestellung entschieden, da die elektronischen Medien bei der Durchführung der Editionsvorhaben und der Veröffentlichung ihrer Ergebnisse eine zentrale Bedeutung gewinnen.

Ihre Ansprechpartnerin
Dr. Gabriele Buschmeier, Koordinatorin der musikwissenschaftlichen Editionen der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften, Tel.: 06131 / 577120, E-Mail: Gabriele.Buschmeier@akademienunion.de

Die Union der deutschen Akademien der Wissenschaften ist die Dachorganisation von sieben Wissenschaftsakademien, die sich zur Umsetzung gemeinsamer Interessen zusammengeschlossen haben. Unter dem Dach der Union sind mehr als 1600 Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen verschiedenster Fachrichtungen vereint, die zu den national und international herausragenden Vertretern ihrer Disziplinen gehören. Die Union koordiniert das "Akademienprogramm", das eines der größten und bedeutendsten geisteswissenschaftlichen Forschungsprogramme der Bundesrepublik Deutschland darstellt. So ist die Union zuständig für die Koordinierung und Durchführung gemeinsamer Forschungsvorhaben ihrer Mitgliedsakademien. Sie empfiehlt die Bildung von Schwerpunkten für verwandte Projekte, fördert die Kommunikation zwischen den Akademien und betreibt Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Sie kommuniziert mit Wissenschaftsorganisationen des In- und Auslandes und entsendet Vertreter in nationale und internationale Wissenschaftsorganisationen. Eine organisierte Zusammenarbeit der deutschsprachigen Akademien der Wissenschaften gibt es bereits seit über 100 Jahren. Sie geht zurück auf das sogenannte "Kartell", das 1893 in Leipzig für die Betreuung von über 30 gemeinsamen Akademie-Forschungsvorhaben gegründet wurde.

Weitere Informationen: http://www.adwmainz.de http://www.akademienunion.de
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