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Krebstherapie zwischen Kosten- und Leidensdruck

15.11.2006 - (idw) Friedrich-Schiller-Universität Jena

Einladung zum Pressegespräch am 17.11. zum Onkologiesymposium des Jenaer Tumorzentrums (Jena) Ist die Onkologie noch bezahlbar? Dieser mehr denn je aktuellen und polarisierenden Frage widmet sich unter anderem das Jenaer Onkologiesymposium, das am 18. November vom Tumorzentrum des Universitätsklinikums veranstaltet wird. Mehr als 200 Krebsexperten aus der Region werden sich dabei mit der "Therapie im Spannungsfeld zwischen maximal möglicher und minimal erforderlicher Behandlung" als einem der beiden Themenschwerpunkte der diesjährigen Jenaer Tagung auseinandersetzen. "Wir müssen uns den Überlegungen stellen, wann eine auf Heilung zielende Krebsbehandlung enden darf und sogar muss", sagt Prof. Dr. Thomas Wendt, Leiter des Jenaer Tumorzentrums und Direktor der Klinik für Strahlentherapie am UKJ. "Auch, weil sich die Onkologie inzwischen nicht nur im Spannungsfeld von ,maximal möglich' und ,minimal erforderlich' bewegt, sondern immer mehr zwischen Kostendruck und Leidensdruck", ergänzt Prof. Dr. Klaus Höffken, Onkologe und Medizinischer Vorstand am UKJ.

Mit neuen Methoden in Diagnose und Therapie lassen sich Behandlungskonzepte inzwischen immer individueller an die jeweilige konkrete Krankheitssituation der Patienten anpassen, wobei im Mittelpunkt die Chance auf Heilung und Vermeidung von Risiken steht. Wie Ärzte ihren Krebspatienten auch dann wirksam zu einer guten Lebensqualität verhelfen können, wenn diese Möglichkeiten ausgeschöpft sind, ist der zweite Schwerpunkt des Symposiums. "Auch im fortgeschrittenen Krankheitsstadium sind wir oft in der Lage, den Patienten ein weitgehend symptomfreies Leben zu ermöglichen", betont Krebsspezialist Wendt. Welche ärztlichen Maßnahmen im Rahmen einer Palliativtherapie dafür zur Verfügung stehen, wird im zweiten Teil des eintägigen Symposiums thematisiert.

Pünktlich zum Onkologiesymposium ist jetzt zudem der aktuelle Krebsbericht für Thüringen durch das Tumorzentrum des Universitätsklinikums Jena erstellt und herausgegeben worden. Über zehn Millionen Einzeldaten der fünf Klinischen Krebsregister in Thüringen wurden darin zusammengeführt und ausgewertet. Der Bericht richtet sich in erster Linie an Ärzte und gibt einen Überblick über die Versorgungssituation von Krebskranken im Freistaat über einen Zeitraum von zehn Jahren hinweg.

Um Ihnen diesen Bericht vorzustellen und über die aktuellen Fragen in der Onkologie - auch mit Blick auf die wirtschaftliche Problematik - zu informieren, laden wir ein zu einem

Pressegespräch
am Freitag, dem 17. November 2006
um 11:30 Uhr
Besprechungsraum der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie (Haus 9), Universitätsklinikum Jena
Bachstraße 18

Als Gesprächspartner stehen Ihnen zur Verfügung:
- Prof. Dr. Klaus Höffken, Onkologe, Medizinischer Vorstand des Universitätsklinikums Jena
- Prof. Dr. Thomas Wendt, Leiter des Tumorzentrums und Direktor der Klinik für Strahlentherapie

Über Ihre Teilnahme würden wir uns sehr freuen.

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