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Reutlinger Maschinenbau-Studierende in St. Petersburg - gelungene Kombination von Studium und Kultur

16.11.2006 - (idw) Hochschule Reutlingen

St. Petersburg ist immer eine Reise wert, besonders dann, wenn Studium und Kultur miteinander verbunden werden. So sahen es 22 Maschinenbau-Studierende in Begleitung von fünf engagierten Professoren, die in diesem Wintersemester die1800 km entfernte Stadt und ihre dortige Partnerhochschule, die Staatliche Polytechnische Universität (SPU) St. Petersburg, besuchten.

Die SPU St. Petersburg zählt zu den ältesten Universitäten und ist, neben dem Moskauer Institut für Physik und Technologie, eine der angesehensten technischen Universitäten in Russland. Dies alleine wäre Grund genug für einen Besuch. Doch bietet sich hier auch die einmalige Chance für die Reutlinger Maschinenbau-Studierenden, mit einem weiteren Semester an der SPU im Reutlinger Maschinenbau-Masterstudiengang einen Doppelabschluss zu erhalten. Damit gewinnt die Erkundung vor Ort, ein Kennenlernen der Umgebung und der dort lebenden Menschen eine weitere attraktive Perspektive.

Die Reutlinger Studentengruppe mit den Professoren Dr. Paul Wyndorps, Dr.-Ing. Hans Tränkle, Baldur H. Veit, Leiter des Akademischen Auslandsamts, Dr. Eric Johnson, Valparaiso University (USA), und Assistent Ivan Reimer als Dolmetscher erwartete ein vielseitiges Programm, organisiert von Prof. Dr. Vladimir Maslov, Maschinenbaufakultät der SPU St. Petersburg, und seinen motivierten Studenten.

Neben der Besichtigung der russischen Partnerhochschule, die mit ihren 16.000 Studenten und 23 Fakultäten und Instituten eine ganz andere Dimension darstellt als die vergleichsweise kleine Hochschule Reutlingen, wurde die sehenswerte Sechs-Millionen-Metropole erkundet. Hier erhielten die Studierenden Eindrücke über den russischen way of life und das kulturelle Erbe. Neben den Highlights wie die Eremitage, den Zarskoe Selo Ekatirininskiy Dworez (Zarenpalast), das weltberühmte Marinski-Theater oder den russischen Zirkus wurden verschiedene Betriebe besichtigt. Darunter befand sich eines der größten und ältesten Stahlwerke Russlands, nämlich "Kirovskiy Zavod". Die Studierenden stellten bei der Besichtigung anerkennend fest, dass die Betriebsangehörigen ein hohes technisches know how und Fertigkeiten besitzen, verbunden mit einem beachtlichen Improvisationstalent.

Insgesamt sei es eine überaus interessante und erlebnisreiche Woche gewesen, in der die Studenten die Umgebung und das Leben direkt im Umfeld der russischen Partnerhochschule kennen lernten. "Wir mussten allerdings feststellen, dass sich Gespräche mit der russischen Bevölkerung als recht schwierig erwiesen, denn die Verständigung fand mehr oder weniger mit Händen und Füßen statt. Englisch wird kaum gesprochen, allenfalls von den jüngeren Russen. Trotz der Verständigungsprobleme erlebten wir eine Gastfreundschaft, die wohl typisch für das Land ist", berichtet Student Fabian Philipzik. Nun muss jeder selbst entscheiden, ob für ihn das Angebot, in St. Petersburg ein weiteres Semester zu absolvieren, um einen Doppelabschluss zu erhalten, in Frage kommt. "Meiner Ansicht nach ist es eine ganz besondere Herausforderung, sich auf das komplett andere Leben und die russische Sprache einzustellen. Falls es für mich eine Möglichkeit geben sollte, an diesem Programm teilzunehmen, werde ich diese Chance ergreifen", so das Fazit von Fabian Philipzik.

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