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"Exzellenz"-Projekt der Universität Lüneburg erhält Höchstförderung

16.11.2006 - (idw) Universität Lüneburg

Eine erfreuliche Nachricht von der Europäischen Union (EU) erreichte jetzt das Institut für Deutsche Sprache und Literatur und ihre Didaktik der Universität Lüneburg: Der Antrag des Forschungsprojekts "ADORE - schwache Leser unterrichten. Eine vergleichende Studie über gute Lehrpraxis in europäischen Ländern" wurde von der EU im Rahmen des SOCRATES-Programms "Allgemeine Aktivitäten zur Beobachtung, Analyse und Innovation" als "exzellent" eingestuft und wird mit insgesamt 438.000 Euro gefördert. "Die Höchstförderung lag bei 440.000 Euro, insofern haben wir das Maximum des Möglichen erreicht und haben nun sehr gute Voraussetzungen dafür, in Lüneburg das Zentrum der europäischen Koordination für Lesefördermaßnahmen in diesem Bereich aufzubauen ", freut sich Professor Dr. Christine Garbe, Dozentin an der Universität Lüneburg und ADORE-Projektkoordinatorin. Zwei Jahre lang - von Januar 2007 bis Dezember 2008 - werden europäische Leseforscher, Lehrende und andere Berufstätige aus diesem Bereich unter Koordination der Universität Lüneburg in einem multidisziplinären Dialog Fallstudien erarbeiten, deren Ziel es ist, gute Unterrichtsmethoden und -material zur Leseförderung sowohl für den Landessprachen- und Literaturunterricht wie auch für den Unterricht in anderen, zum Beispiel naturwissenschaftlichen, Fächern vorzulegen. Dabei liegt der Schwerpunkt auf jugendlichen schwachen Lesern/innen in öffentlichen Schulen und deren Bedürfnissen und Problemen im Hinblick auf den Umgang mit Schriftsprache. Im Rahmen eines nun aufzubauenden europäischen Netzwerks wird für Forschende und Lehrende ein Handbuch über gute Praxis der Leseförderung in elf europäischen Ländern entwickelt und publiziert.

In insgesamt drei Workshops werden die von internationalen Forscherteams erstellten Fallstudien über gute Leseförder-Praxis erörtert. Dabei lauten die Hauptfragen:
· Worüber besteht Einigkeit oder Uneinigkeit bezüglich der Kriterien für gute Lehrpraxis bei den beteiligten Forschern und Praktikern?
· Welche Leseförderansätze haben sich in den teilnehmenden Ländern infolge verschiedener Bildungstraditionen und -systeme etabliert?

Die Ergebnisse werden in einer Abschlusskonferenz mit zusätzlichen Experten im September 2008 an der Universität Lüneburg vorgestellt und diskutiert. Der englischsprachige Ergebnisband erscheint im Frühjahr 2009.
Initiator und Koordinator des ADORE-Forschungsprojektes ist die Universität Lüneburg, Institut für deutsche Sprache, Literatur und ihre Didaktik, Prof. Dr. Christine Garbe, Dr. Karl Holle und Prof. Dr. Swantje Weinhold. Weitere Partner kommen aus Belgien, Estland, Finnland, Norwegen, Ungarn, Schweiz, Italien, Polen, Rumänien, Spanien, der USA und Deutschland.

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