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Knochenregeneration, Neutrinos und Umformtechnik

16.11.2006 - (idw) Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

DFG bewilligt acht neue Sonderforschungsbereiche Pressemitteilung Nr. 62
16. November 2006

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) richtet zum 1. Januar 2007 acht Sonderforschungsbereiche (SFB) ein. Dazu gehören neben sechs ortsgebundenen SFB auch zwei auf bis zu drei Standorte verteilte SFB/Transregios. Die Forschungsvorhaben beschäftigen sich mit Elementarteilchen, Knochenregeneration sowie dem Wechselspiel zwischen Erde, Vegetation und Atmosphäre.

Über die Einrichtungen hinaus bewilligte der zuständige Ausschuss in seinen Sitzungen vom 13. bis 15. November 2006 die Fortsetzung von 18 SFB für eine weitere Förderperiode. Mit den neu bewilligten Projekten fördert die DFG ab dem 1. Januar 2007 insgesamt 262 SFB, darunter 32 SFB/Transregios. Die Fördersumme für 2006 beläuft sich auf insgesamt rund 420 Millionen Euro.

Als Neuerung im Programm unterstützt die DFG seit Anfang des laufenden Jahres gezielt die Öffentlichkeitsarbeit von SFB. Das Interesse an diesem Angebot ist groß und einige Anträge zur Öffentlichkeitsarbeit befinden sich bereits bei der DFG in der Begutachtung. Ab sofort können SFB außerdem Mittel für "integrierte Graduiertenkollegs" einwerben. Damit werden Strukturen zur Förderung von Doktorandinnen und Doktoranden, die sich in Graduiertenkollegs bewährt haben, in systematischer Weise auch für SFB genutzt.

Die neuen SFB im Einzelnen:

Wie biologische Funktionen aus der Aktivierung und Interaktion von Makromolekülen entstehen, ist Thema des SFB 740 "Von Molekülen zu Modulen: Organisation und Dynamik zellulärer Funktionseinheiten" in Berlin. (Sprechereinrichtung: Charité-Universitätsmedizin Berlin, Sprecher: Klaus-Peter Hofmann)

Um die grundlegenden Mechanismen der Knochenregeneration geht es im SFB 760 "Biomechanics and Biology of Musculoskeletal Regeneration". Dazu nutzt er neue Erkenntnisse aus der numerischen Modellierung, der experimentellen Messtechnik, der Polymer-Chemie, der Chirurgie, der Genetik und der Molekularbiologie. (Sprechereinrichtung: Charité-Universitätsmedizin Berlin, Sprecher: Georg Duda)

Energie-, Wasser- und Kohlenstoffkreisläufe sind wesentliche Triebfedern vieler Umweltprozesse und Thema des SFB/Transregios 32 "Patterns in Soil-Vegetation-Atmosphere Systems: Monitoring, Modelling and Data Assimilation", in dem Hochschulen aus Bonn, Aachen und Köln sowie das Forschungszentrum Jülich kooperieren. (Sprecherhochschule: Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Sprecher: Clemens Simmer)

Der SFB 747 "Mikrokaltumformen" soll Prozesse und Methoden für die umformtechnische Herstellung metallischer Mikrokomponenten liefern. Dazu betrachten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Bremen den gesamten Umformprozess von der Werkstoffentwicklung bis hin zur Bauteilprüfung. (Sprecherhochschule: Universität Bremen, Sprecher: Frank Vollertsen)

Werkzeuge, die höchste Formgenauigkeit neben hoher geometrischer Komplexität sichern und die Ansprüche neuer Stahlwerkstoffe erfüllen, sind Thema des SFB 708 "3D-Surface Engineering für Werkzeugsysteme der Blechformteilefertigung - Erzeugung, Modellierung, Bearbeitung". (Sprecherhochschule: Universität Dortmund, Sprecher: Wolfgang Tillmann)

Die zentrale Fragestellung des SFB 746 "Funktionelle Spezifität durch Kopplung und Modifikation von Proteinen" ist die Klärung von durch Proteine kodierten Mechanismen, die mit hoher zeitlicher und räumlicher Präzision Signaltransferprozesse in Zellen regeln. (Sprecherhochschule: Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Sprecher: Bernd Fakler)

Der SFB/Transregio 27 "Neutrinos und andere schwach wechselwirkende Teilchen in Physik, Astrophysik und Kosmologie" an der Technischen Universität München, den Universitäten Karlsruhe und Tübingen sowie einigen außeruniversitären Forschungseinrichtungen beschäftigt sich mit Neutrinos als sehr speziellen Elementarteilchen, um über deren Untersuchung grundlegende und drängende Fragen der modernen Physik zu lösen. (Sprecherhochschule: Technische Universität München, Sprecher: Lothar Oberauer)

"Dynamische Simulation von Systemen mit großen Teilchenzahlen" erlaubt es, komplexe Phänomene aus den Ingenieurwissenschaften und angrenzenden Fächern zu untersuchen, die mit klassischen Ansätzen nicht beschrieben werden können. Der

an der Universität Stuttgart angesiedelte gleichnamige SFB 716 legt dafür die Grundlagen. (Sprecherhochschule: Universität Stuttgart, Sprecher: Hans Hasse)

Weitere Informationen
Weitere Informationen erteilt Dr. Klaus Wehrberger (Leiter der Gruppe Sonderforschungsbereiche, Forschungszentren, Exzellenzcluster), Tel. 0228 885-2355, E-Mail: Klaus.Wehrberger@dfg.de.

Mehr zu den SFB unter www.dfg.de/sfb. Informationen zur Unterstützung der Öffentlichkeitsarbeit in SFB unter www.dfg.de/forschungsfoerderung/koordinierte_programme/sonderforschungsbereiche/oeffentlichkeitsarbeit/index.html.

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