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Korrigierte Version - Fachhochschule Aachen an der Spitze

16.11.2006 - (idw) Fachhochschule Aachen

Weiterhin die Nummer eins in Forschung und Entwicklung unter den Fachhochschulen Als leistungsstärkste Fachhochschule auf dem Gebiet der Forschung und Entwicklung wies das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die Fachhochschule (FH) Aachen aus. Mit 49 Anträgen in den Förderrunden 2004 bis 2006 belegt die FH Aachen im Forschungsranking "BMBF - Förderprogramm FH3 "Forschung an Fachhochschulen im Verbund mit der Wirtschaft" den ersten Platz. Damit lässt sie die Hochschule Anhalt (45 Anträge) und die Fachhochschule Gießen-Friedberg (43 Anträge) hinter sich.
Die statistische Auswertung des BMBF bezieht sich auf die Antragstellungen seit dem im Jahre 2004 gestarteten Förderprogramms "Angewandte Forschung an Fachhochschulen im Verbund mit der Wirtschaft". Für dieses Programm können deutsche Fachhochschulen einmal jährlich in den Sparten Ingenieur-, Natur- und Wirtschaftswissenschaften Anträge zur Förderung von Projekten stellen, bei denen kleine und mittlere Unternehmen ihre Kooperationspartner sind. Gutachter bewilligen oder lehnen diese Bewerbungen anhand von Faktoren wie beispielsweise Innovationspotential, Machbarkeit, ökonomische Verwertungsmöglichkeiten, Kooperationspartner und Transferüberlegungen ab.
Bundesforschungsministerin Annette Schavan lobte die Forschungsaktivitäten der Fachhochschulen: "Die Fachhochschulen prägen mit ihren Spitzenleistungen in der angewandten Forschung und praxisorientierten Lehre die deutsche Hochschullandschaft maßgeblich mit. Wir werden die kreativen Potenziale stärker fördern und die Mittel für die Forschung an Fachhochschulen deshalb bis 2008 verdreifachen."
Mit einem neuen Programm für die Forschung an Fachhochschulen mit Unternehmen will das Ministerium nun bis zum Jahre 2008 das Fördervolumen auf 30 Millionen Euro verdreifachen. Unter dem Titel "Forschung an Fachhochschulen mit Unternehmen" (FHprofUnd) können Projektanträge mit maximal 260000 Euro über drei Jahre gefördert werden.
Die erfolgreichste Fachhochschule mit fünf bewilligten Anträgen war die Fachhochschule Aachen. Prof. Dr. Bernhard Hoffschmidt erhält in den nächsten drei Jahren den Förderungshöchstsatz für sein Projekt "Effizientes Selective Cataly-tic Reduction (SCR) - System unter Verwendung eines innovativen statischen Mischers". Ziel des Projektes ist es, das Bauvolumen eines SCR Systems für den Nutzfahrzeugbereich zu reduzieren. Von seinem Kollegen im Solar-Institut Jüllich der FH Aachen, Prof. Dr. Klemens Schwarzer, ist der Antrag für die "Aquasol-Weiterentwicklung" ebenfalls in voller Höhe bewilligt worden. Damit soll die Optimierung, der Bau und ein Feldtest einer neuartigen solaren Meer- und Brackwasserentsalzungsanlage mit mehrstufiger Wärmerückgewinnung für Küstenländer und aride Gebiete durchgeführt werden.
Für das interdisziplinäre Vorhaben mit der Firma NTTF GmbH, der Klinik und Polyklinik für Urologie des Universitätsklinikums Bonn, dem Institut für Dünnschichttechnologie der Universität Kaiserslautern dem Forschungszentrum Jülich und dem Labor für Chemi- und Biosensorik der FH Aachen erhält Prof. Dr. Michael J. Schöning 258900 Euro. Unter dem Titel "Urosens: Ionensensitive Sensoren für die Harnsteinbildungs-risikobestimmung" werden neuartige Sensoren entwickelt, die die sonst sehr aufwendige Urinanalyse des Harnsteinbildungsrisikos ersetzen und vereinfachen.

Prof. Dr. Thomas Mang erhält für die Erforschung "Immobilisierter Katalysatoren für die chemische Umsetzung in überkritischen Fluiden (Katalysatoren)" 259975 Euro. Für die "Entwicklung eines Randmoduls für Solarturmkraftwerke mit offenem volumetrischem Receiver zur Nutzung der Strahlung im Receiverandbereich - RaSol" erhält Prof. Dr. Gerd Breitbach in den nächsten drei Jahren ebenfalls 260000 Euro. Mit dem Vorhaben soll der Energieeintrag im geringer bestrahlten Randbereich des Strahlungsempfängers genutzt und dem nachgeschalteten Kraftwerksprozess zugeführt werden.

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