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Symposium: Der Säugling - Bindung, Neurobiologie und Gene

16.11.2006 - (idw) Klinikum der Universität München

Eine sichere Bindung des Säuglings in den ersten Lebensjahren ist die Grundvoraussetzung für eine gesunde körperliche, soziale und emotionale Entwicklung im Kindesalter Neueste Erkenntnisse aus der Bindungs- und Verhaltensforschung stehen im Mittelpunkt des diesjäh-rigen internationalen, interdisziplinären Symposiums "Der Säugling - Bindung, Neurobiologie und Gene". Schwerpunkt dieses interdisziplinären Symposiums mit renommierten Forschern und Klinikern aus Europa und den USA bildet das Neugeborene als kompetentes Lebewesen. Der Säugling nimmt weitaus mehr aus seiner Umwelt auf, als wir bisher geahnt haben und entwickelt daraus entsprechende Lernprozesse, wenn er durch feinfühlige Bindungspersonen hierin unterstützt und begleitet wird.

Der Säugling - Bindung, Neurobiologie und Gene
Grundlagen für Prävention, Beratung und Therapie

Termin: Samstag, 2. Dezember 2006, 9.00 Uhr - 18.00 Uhr Sonntag, 3. Dezember 2006, 9.00 Uhr - 13.00 Uhr
Ort: Audi Max der Ludwig-Maximilians-Universität Geschwister-Scholl-Platz 1 80539 München
Vorkongress-Workshop: Freitag, 1. Dezember 2006, 9.00 Uhr - 17.00 Uhr
Ort: Hörsaal im Dr. von Haunerschen Kinderspital, Lindwurmstr. 4, 80337 München
Schirmherrschaft: Dr. Ursula von der Leyen, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Das Symposium in München, zu dem sich bisher über 1.100 Teilnehmer aus 23 Ländern angemeldet haben, findet in diesem Jahr zu Ehren des US-amerikanischen Kinderarztes Prof. T. Berry Brazelton, emeritierter Professor der Harvard-Universität, Boston, statt. Seine herausragende wissenschaftliche Arbeit galt seit Jahrzehnten dem Neugeborenen und Säugling. Prof. Brazelton erhält für sein beein-druckendes Lebenswerk den diesjährigen Arnold-Lucius-Gesell-Preis der Theodor-Hellbrügge-Stiftung, der mit einer Medaille und einer Dotation von ¤ 10.000 verbunden ist. Der Preis ehrt Wissenschaftler, die auf dem Gebiet der Kindesentwicklung, vor allem des Verhaltens und der Sprache, forschen. Wie Arnold Lucius Gesell war Professor Brazelton, neben seiner wissenschaftlichen Forschung, kinderärztlicher Lehrer der Nation.

Seine langjährige Mitarbeiterin, Prof. Heidelise Als von der Harvard University Boston, begleitet das Symposium mit einem Vorkongress-Workshop über die individuelle Pflege des Frühgeborenen und die Auswirkungen auf die weitere neurobiologische Entwicklung.

Als Veranstalter haben wir die Vision und Hoffnung, dass die Erkenntnisse des Symposiums in die Praxis der Neu- und Frühgeborenenpflege in unserem Land eingehen werden. Es ist wünschenswert, dass das Verhalten und die emotionale Entwicklung des Kindes in der Beziehung mit seinen Bezugs-personen wieder mehr in den Vordergrund rücken. Schon im Mutterleib beobachten wir eine deutliche Beeinflussung der Gene des Säuglings durch seine Umwelt sowie Beziehungserfahrungen. Ziel der Wissenschaft muss es sein, diese komplexen Lernprozesse, die das Kind aus den ersten Lebenserfah-rungen ableitet, weiter zu erforschen. Das Symposium wird einen Beitrag dazu leisten, wie die Ergeb-nisse der Grundlagenforschung für die Prävention, Beratung und Therapie von Eltern mit Säuglingen umgesetzt werden können.

Hinweis an die Redaktionen:
Medienvertreter sind herzlich eingeladen, an der Veranstaltung teilzunehmen.

Veranstalter und Ansprechpartner:


PD Dr. med. Karl Heinz Brisch
Pädiatrische Psychosomatik und
Psychotherapie
Kinderklinik und Kinderpoliklinik
im Dr. von Haunerschen Kinderspital
Klinikum der Universität München (LMU)
Pettenkoferstr. 10
80336 München
Tel: +49-(0)89 / 5160-3709
Fax: +49-(0)89 / 5160-4730
E-Mail: Karl-Heinz.Brisch@med.uni-muenchen.de

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Theodor Hellbrügge
Internationale Akademie für Entwicklungs-Rehabilitation und Theodor-Hellbrügge-Stiftung
Heiglhofstraße 63/II
D-81377 München
Tel: +49 -(0)89 / 72 46 90 41
Fax : +49 -(0)89 / 719 3610
www.theodor-hellbruegge-stiftung.de



Klinikum der Universität München
Im Klinikum der Universität München (LMU) werden an den Standorten Großhadern und Innenstadt jährlich rund 83.000 Patienten stationär und 371.000 Patienten ambulant behandelt. Die 44 Fachkliniken, Institute und Abteilungen verfügen über 2.400 Betten. Von insgesamt 9000 Beschäftigten sind rund 1800 Mediziner. For-schung und Lehre ermöglichen eine Patientenversorgung auf höchstem medizinischem Niveau. Das Klinikum der Universität München zählt zu den größten Gesundheitseinrichtungen in Deutschland und hat im Jahr 2005 mehr als 55 Millionen Euro an Drittmitteln eingeworben. Das Klinikum der Universität München ist seit Juni 2006 Anstalt des öffentlichen Rechts.


Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.klinikum.uni-muenchen.de

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