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Die Zentralen Fachbibliotheken bündeln ihre Stärken

17.11.2006 - (idw) Deutsche Zentralbibliothek für Medizin

Die drei Zentralen Fachbibliotheken (ZFB), in deren Verbund die Technische Informationsbibliothek (TIB), die Deutsche Zentralbibliothek für Medizin (ZB MED) sowie die Deutsche Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften (ZBW) gehören, haben beschlossen, die bisherige Zusammenarbeit in erheblichem Maße zu intensivieren. Die ZFB gehören zu den weltweit größten wissenschaftlichen Spezialbibliotheken in ihren Fachgebieten. Bereits jede Bibliothek für sich besteht den internationalen Vergleich mit ähnlichen Institutionen. Als Einheit wird jedoch eine Größe und Leistungsfähigkeit erreicht, die in der Informationsbranche herausragend ist.

Das Ziel benennt Uwe Rosemann, Direktor der TIB: "Wir wollen unseren Kunden durch unseren Zusammenschluss einen echten Mehrwert bieten, nämlich ein erweitertes Angebot als Single-Point-of-Access, das umfassend, schnell, preiswert und effektiv ihren Bedarf erfüllt. Wir übernehmen damit die Literatur- und Informationsversorgung in unseren Fachgebieten für Deutschland und darüber hinaus und sichern so den Wissenschafts- und Forschungsstandort."

Abgedeckt werden die Fachgebiete Technik mit Architektur, Chemie, Informatik, Mathematik und Physik; Medizin mit Gesundheitswesen, Ernährung, Umwelt und Agrarwissenschaften sowie Volkswirtschaft, Betriebswirtschaft und Wirtschaftspraxis. Die Zielgruppen wie Wissenschaft, Forschung, Lehre sowie Industrie, Wirtschaft und Verwaltung können optimal fachübergreifend und aus einer Hand bedient werden.

Angestrebt wird eine bessere Wettbewerbsfähigkeit: "Die Herausforderungen des Marktes sind heute nicht mehr allein zu bewältigen. In der Bündelung der jeweiligen Stärken und Ressourcen sehen wir die beste Ausgangssituation für zukünftige Aktivitäten, bei denen Qualität und Service im Mittelpunkt stehen", erklärt Ulrich Korwitz, Direktor der ZB MED. Horst Thomsen, Direktor der ZBW, ergänzt: "Wir gehen davon aus, dass noch erhebliches Marktpotential im akademischen und industriellen Sektor besteht - sowohl für den Bereich der Volltextversorgung als auch für neue Produkte und Geschäftsfelder im Kontext der Digitalen Bibliothek."

Alleinstellungsmerkmal ist der umfassende Bestand: Die ZFB stellen derzeit gemeinsam rund 13 Millionen Medieneinheiten sowie über 50.000 Zeitschriftentitel zur Verfügung. Rund 14 Millionen Euro Erwerbungsmittel stehen bereit.

Die nächsten Schritte auf dem Weg zu einer ZFB-Einheit führen über die Erstellung einer integrierten Gesamtstrategie zu einem tragfähigen Geschäftsmodell. Erste konkrete Maßnahme ist die Einstellung eines Projektmanagers, der den Kooperationsaufbau koordiniert und weiterentwickelt. Die wichtigsten Felder der Zusammenarbeit werden zunächst Produkt- und IT-Entwicklung sowie Marketing und Vertrieb sein.

Die engere Partnerschaft der ZFB wird in keiner Weise jeweils bestehende Kooperationen gefährden. Im Gegenteil sind weitere Verbundpartner ausdrücklich erwünscht.
Gegründet 1959 (TIB), 1966 (ZBW) und 1969 (ZB MED) werden die ZFB aufgrund ihrer überregionalen Bedeutung und des gesamtstaatlichen wissenschaftspolitischen Interesses an ihren Beständen und Dienstleistungen von Bund und allen Ländern im Rahmen der Leibniz-Gemeinschaft (WGL) finanziert. Als Mitgliedseinrichtungen der WGL werden die ZFB regelmäßig evaluiert. Die Ergebnisse der letzten Evaluationen waren für alle Einrichtungen sehr positiv.

Weitere Informationen: http://www.zbmed.de http://www.tib.uni-hannover.de http://www.zbw.eu
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