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Bildungsministerium fördert findigen Forscher

20.11.2006 - (idw) Universitätsklinikum Mannheim

Dr. Matthias Günther, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Neurologischen Universitätsklinik Mannheim und Inhaber der Heidelberger Firma mediri GmbH, ist einer der Gewinner des Innovationswettbewerbs zur Förderung der Medizintechnik 2006, den das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ausgeschrieben hatte. Der 36-jährige Physiker hat einen Bewegungsdetektor entwickelt, der die Wirksamkeit und Genauigkeit der diagnostischen und therapeutischen Radiologie erhöht. Die Auszeichnung ist mit einer Förderung von bis zu 1,5 Millionen Euro verbunden, um diese Erfolg versprechende Arbeit weiterzuführen.

Die Strahlentherapie hat bei der Behandlung von Krebskrankheiten in den letzten Jahren große Fortschritte darin gemacht, Tumore zielgenau und mit möglichst geringer Beeinträchtigung des umliegenden gesunden Gewebes zu treffen. Dennoch sind insbesondere Organe im Rumpfbereich problematisch, da sie sich durch Atmung, Herzschlag und Darmkontraktionen nahezu ständig bewegen. Matthias Günther und seine Kollegen sind mit der Entwicklung des Bewegungsdetektors einer höheren Zielgenauigkeit ein gutes Stück näher gekommen. Das Gerät registriert mittels Ultraschall jede Positionsänderung des betreffenden Organs während der radiologischen Aufnahme oder Strahlenbehandlung. Die Abweichungen werden an einen Magnet-Resonanz-Tomographen oder einen Teilchenbeschleuniger übertragen, der diese Informationen auswertet und innerhalb von Bruchteilen von Sekunden auf die Bewegungen reagiert.

Ähnliche Forschungsansätze werden in Mannheim in einem neurologischen Förderprojekt der Deutschen Forschungsgemeinschaft bearbeitet. Gemeinsam mit dem Direktor der Neurologischen Universitätsklinik, Professor Dr. med. Michael G. Hennerici, und Professor Dr. Achim Gass (Mannheim / Basel) befasst sich Dr. Matthias Günther mit der Entwicklung neuer Methoden zur Durchblutungsmessung und Darstellung von Gefäßerkrankungen im Gehirn. Insbesondere die Erfahrungen mit gleichzeitiger Verwendung von Ultraschall- und Magnet-Resonanz-Bildgebung sind dabei von großer Bedeutung. Von großem Nutzen dürften - besonders bei therapeutischen Verfahren - Maßnahmen zur Kompensation von Kopfbewegungen sein.

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