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Energiesparen und CO2-Vermeidung wichtigste Aufgaben der zukünftigen Umwelt- und Energiepolitik

21.11.2006 - (idw) acatech - Konvent für Technikwissenschaften der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften e. V.

acatech Symposium "Die Zukunft der Energieversorgung in Deutschland" unterstreicht dabei neben den Potenzialen der regenerativen Energien die Rolle der Kernenergie. München/Berlin, 21. November 2006 - acatech, der Konvent für Technikwissenschaften der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften e.V., diskutiert im Rahmen des heutigen Symposiums "Die Zukunft der Energieversorgung in Deutschland" Wege zur einer nachhaltigen Energieversorgung. Veranstaltungsort ist die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften. "Wir haben uns zum Ziel gesetzt", erläutert Chairman Prof. Dr.-Ing. Bernd Hillemeier, "die zentrale Bedeutung des Energiesparens und der Senkung der Treibhausgase im Rahmen der Energieversorgung zu unterstreichen. Dazu gehört auch, dass es kein Tabuthema Kernenergie geben darf." Die Herausforderungen, vor denen Deutschland im Hinblick auf die Versorgungsabhängigkeit bei den fossilen Energieträgern und das Ziel umweltfreundlich und kostengünstig gewonnener Energie stehe, ließen zumindest mittelfristig kein anderes Fazit zu. Effizienzsteigerungen bei der Energiegewinnung und Stromerzeugung aus Kernenergie böten derzeit die besten Optionen für eine klimaverträgliche und wirtschaftliche Energieversorgung, so Hillemeier.

Neben Bernd Hillemeier und acatech Präsident Prof. Dr.-Ing. Joachim Milberg werden Dr. Jürgen Großmann, Geschäftsführender Gesellschafter der Georgsmarienhütte Holding GmbH, Prof. Dr. Andreas Troge, Präsident des Umweltbundesamts, sowie Prof. Dr. Manfred Güllner von forsa die Herausforderungen der Energieversorgung aus unterschiedlichen Perspektiven skizzieren. Im zweiten Teil der Veranstaltung beleuchten Prof. Dr.-Ing. Kurt Kugeler und Prof. Dr.-Ing. Klaus Lucas (beide RWTH Aachen) die Potenziale der Kernenergienutzung und Energieeinsparung aus wissenschaftlicher Sicht. Auf dem anschließenden Podium diskutieren Prof. Dr. Reinhard Hüttl, BTU Cottbus, Dr. Klaus Rauscher, Vorsitzender des Vorstands Vattenfall Europe AG, Prof. Dr.-Ing. Alfred Voß, Universität Stuttgart, sowie Prof. Dr.-Ing. Dietrich Welte, IES GmbH, eine mögliche Energiestrategie bis zum Jahr 2020. Moderiert wird das Symposium von FAZ-Redakteur Andreas Mihm.

acatech hebt in seinem zur Veranstaltung erscheinenden Tagungsband drei Prämissen für die zukünftige Energieversorgung hervor. Die erste Bedingung ist die Versorgungssicherheit für Privathaushalte und Industrie mit ausreichend vorhandener Energie. Die zweite Voraussetzung ist nach Ansicht des Experten-Teams aus Wissenschaft und angewandter Forschung, das den Band erarbeitet hat, die Wirtschaftlichkeit der Verfahren zur Energiegewinnung. Als dritter Prämisse widmet sich der Tagungsband dem Thema Umweltverträglichkeit, das nicht nur im Sinne der Erfüllung der Kyoto-Klimaschutzziele von zentraler Bedeutung sei, sondern auch im Hinblick auf die Vorbildfunktion der westlichen Länder für aufstrebende Volkswirtschaften etwa in Asien.
Gegenstand der Podiumsdiskussion wird auch die Stabilität der europäischen Stromnetze sein. "Die größte Herausforderung beim Thema Energie", betont Bernd Hillemeier, "liegt allerdings nicht im Bereich der Technik, sondern ist im ideologischen Bereich zu suchen". So sei kaum eine andere technologiepolitische Diskussion von vergleichbaren Vorurteilen geprägt wie die Energie-Debatte. "Dagegen hilft vor allem eines: der sachbezogene Dialog mit der Öffentlichkeit".

Kontakt und weitere Pressematerialien bitte bei:

Klaudia Kunze
acatech Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Residenz München
Hofgartenstraße 2
80539 München
Tel. +49(0)89/5 20 30 940
Fax +49(0)89/5 20 30 99
kunze@acatech.de

acatech - Konvent für Technikwissenschaften der Union der Deutschen Akademien der Wissenschaften e.V.
acatech, als gemeinnütziger Verein im Februar 2002 gegründet, ist die nationale Vertretung der Technikwissenschaften auf Ebene der wissenschaftlichen Akademien. Der Konvent ist organisiert als Arbeitsakademie. Ihr gehören 246 Mitglieder aus überwiegend Wissenschaft und Wirtschaft an, auf deren ausgewiesene Expertise die Arbeit von acatech beruht und die den besten verfügbaren wissenschaftlichen Kenntnisstand sichern sollen. Ein Senat, der acatech in Fragen der strategischen Ausrichtung berät, ist mit namhaften Persönlichkeiten von Wirtschaftsunternehmen, Wissenschaftsorganisationen sowie politischen Vertretern besetzt. Der Konvent informiert zu relevanten Technikthemen, die für die Zukunft des Standorts Deutschland von zentraler Bedeutung sind, in selbstbestimmter, ausgewogener und unabhängiger Weise. Der interdisziplinäre Ansatz durch das Einbeziehen der Natur-, Sozial- und Geisteswissenschaften ist ein wichtiges Anliegen. acatech veranstaltet Symposien, Foren, Podiumsdiskussionen sowie Workshops und richtet sich mit Studien, Empfehlungen und Stellungnahmen an die Öffentlichkeit. Auf internationaler Ebene wirkt acatech im European Council of Applied Sciences, Technologies and Engineering (Euro-CASE) und im International Council of Academies of Engineering and Technological Sciences (CAETS) mit. Präsident von acatech ist Prof. Dr.-Ing. Joachim Milberg. Den Vorsitz des Senats hat Bundespräsident a. D. Prof. Dr. Roman Herzog inne.

Weitere Informationen: http://Weitere Informationen unter www.acatech.de.
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