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Die Schlacht im Salon

23.11.2006 - (idw) Friedrich-Schiller-Universität Jena

Akademisches Gesprächskonzert mit historischem Klavier am 27. November in der Universität Jena Jena (23.11.06) Wenn auf Schlachtfeldern die Gewehre und Kanonen donnerten, war dies nicht nur unheilkündendes Zeichen für die Beteiligten. Schlachten waren auch immer wieder Inspiration für Künstler. An der Schlacht bei Jena und Auerstedt im Oktober 1806 nahm die Musikwelt ebenfalls Anteil. Bekannt sind fünf solcher Schlachtengemälde, wovon sich zwei in Noten erhalten haben. Eines, das den Sieg Napoleons verherrlicht, stammt vom erfolgreichen Pariser Opernkomponisten Jean Frédéric Auguste Lemière de Corvey. Es fand damals nicht nur bei den Siegern in Frankreich, sondern ebenso in Österreich Gefallen.

Am Montag, den 27. November, wird es auch in Jena zu hören sein. Es ist Teil des um 19.30 Uhr in der Aula der Friedrich-Schiller-Universität (Fürstengraben 1) beginnenden Akademischen Gesprächskonzerts. Unter dem Titel "Schlacht im Salon" werden vier sich auf Schlacht und Tod beziehende Kompositionen zum Leben erweckt - von Steibelt, Dussek, Lemiére und Hummel. Außerdem erklingt die bekannte A-Dur-Sonate (KV 331) von Mozart.

Doch die Zuhörer werden nicht nur Ungewohntes und teils Unbekanntes zu hören bekommen. Um die Musikstücke einordnen zu können, werden der Jenaer Historiker Prof. Dr. Georg Schmidt eine historische und der Musikwissenschaftler HDoz. Dr. Franz Körndle eine musikalische Einführung geben, bevor Christoph Hammer in die Tasten greift.

Dabei wartet die vom gemeinsamen Institut für Musikwissenschaft der Musik-Hochschule Weimar und der Universität Jena sowie dem Collegium Europaeum Jenense (CEJ) ausgerichtete Veranstaltung mit einer kleinen Sensation auf. Die alte Musik wird auf einem historischen Instrument gespielt. Extra für dieses Konzert wird ein Pianoforte aus dem Jahr 1810, das weitgehend im Originalzustand erhalten geblieben ist, in die Universitäts-Aula transportiert. Das ermöglicht dem Publikum authentische Klangerfahrungen aus dem frühen 19. Jahrhundert. Um diese in virtuoser Präzision erleben zu können, haben die Veranstalter mit Christoph Hammer einen namhaften Spezialisten für alte Tasteninstrumente verpflichten können. Neben einem etablierten Konzertrepertoire widmet sich Hammer der Wiederbelebung weniger bekannter Komponisten und der Erforschung und Edition ihrer Werke.

Damit passt der Musiker und Wissenschaftler wie kaum ein anderer zu den Akademischen Gesprächskonzerten in Jena. Diese wollen den Dialog zwischen Publikum und Musik um unbekannte Facetten bereichern und sie zugleich im kulturellen Kontext präsentieren.

Ausführliche Informationen unter: http://www.cej.uni-jena.de/AGK.html.

Kontakt:
HDoz. Dr. Franz Körndle
Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena
Fürstengraben 18, 07743 Jena
Tel.: 03641 / 944990
E-Mail: Franz.Koerndle[at]uni-jena.de
Weitere Informationen: http://www.cej.uni-jena.de/AGK.html
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