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Verbesserte Behandlungsliege für Arztpraxen

24.11.2006 - (idw) Fachhochschule Brandenburg

Innovationspreis 2006 im Audimax verliehen Am heutigen Donnerstag haben die Gewinner des Innovationspreises 2006 in einer feierlichen Veranstaltung im Audimax der Fachhochschule Brandenburg (FHB) ihre Auszeichnungen erhalten. Im Vergleich mit den letzten Jahren, in denen überwiegend neue Software ausgezeichnet wurde, dominierten in diesem Jahr Ideen aus dem Bereich der Ingenieurwissenschaften. Die besten "innovativen Lösungen praxisnaher Probleme in Brandenburg" sind in diesem Jahr:

Platz 1 (Preisgeld: 2.500,- Euro): Oliver Duwe aus Brandenburg an der Havel, Diplomand bei der Memotec Service- und Vertriebsgesellschaft mbH in Pritzwalk.
Das Ziel war die Entwicklung einer innovativen Behandlungsliege für Arztpraxen und Dialysezentren. Bisher benötigen solche Liegen viel Platz, wenn sie von der Sitz- in die Liegeposition verstellt werden müssen. Bei der Neuentwicklung bediente sich Oliver Duwe einer konstruktiven Gestaltung, die in der Industrie zum Heben von Lasten verwendet wird und auch von Wagenhebern bei Kraftfahrzeugen bekannt ist. Die angefertigte Konstruktion basiert auf einer Kombination aus Scherenhubgetriebe und Parallelgetriebe. Die entworfene Behandlungsliege benötigt nach Angaben des Konstrukteurs im Gegensatz zu marktüblichen Systemen etwa einen Quadratmeter weniger Aufstellplatz und bietet zudem noch mehr Komfort für die Patienten. Durch die Ausführung der einzelnen Elemente als Vierkantprofile wird die Reinigung erheblich erleichtert. Ein Prototyp der Behandlungsliege wurde von der Bildungsgesellschaft mbH Pritzwalk an Hand der computergestützten Konstruktionspläne gefertigt.

Platz 2 (Preisgeld: 1.500,- Euro): Johannes Weisner aus Rathenow.
Wer zwei Bretter miteinander verdübelt, möchte die Löcher für die Dübel gerne in die Mitte der entscheidenden Brettkante setzen. Um die Mitte zu ermitteln, wird das so genannte Streichmaß verwendet. Bei manchen Holzarbeiten wird auch ein Drittel oder ein Viertel einer Breite oder Brettdicke benötigt. Bisher müssen Streichmaße bei unterschiedlich breiten Werkstücken immer wieder zeitaufwändig neu eingestellt werden, damit sie exakt sind. Das von Johannes Weisner entwickelte neue Werkzeug ist nicht nur schnell und effizient, sondern auf einen Zehntelmillimeter genau und markiert das Werkstück bis an sein Ende, was bei konventionellen Streichmaßen nicht möglich ist. Außerdem können Winkel abgenommen und auf andere Werkstücke übertragen werden. Neben Tischlern und Berufsschulen sieht Weisner auch Baumarktkunden als potenzielle Käufer seines multifunktionalen Werkzeugs. Die entscheidende Idee kam Weisner nach eigenen Angaben im Sommerurlaub 2005. Weil er nichts anderes zum Simulieren hatte, fertigte er das Urmodell aus hölzernen Eisstielen und Streichhölzern.

Platz 3 (1.000,- Euro): Frank-Stephan Rüster, Henry Reuter, Heiko Theurich, Jeffrey Scher-ling, Andrea Tschernischew, Janine Haack in der Firma Hüffermann Transportsysteme GmbH in Neustadt/Dosse.
Das Festzurren von Containern auf Anhängern von Lastkraftwagen ist bislang aufwändig. Das Ziel einer Neuentwicklung sollte eine schnelle und kostengünstige Alternative bieten. Die innovative Lösung ist eine pneumatische (druckluftgetriebene) Verzurreinrichtung, die in den Anhänger eingebaut ist. Alleinstellungsmerkmal der Neuentwicklung ist nach Angaben der Firma Hüffermann der Umstand, dass das Zurrmittel über eine Arretierung (Sperre) gehalten wird und die Kette fest am Anhänger verankert ist. Auf der Nutzfahrzeugmesse 2006 der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) hätten viele Kunden und Fahrer Interesse an dieser Innovation gezeigt, berichtet das Unternehmen. Ein Modell dieser Ausführung sei bereits an einen Kunden geliefert worden. Jeffrey Scherling, FHB-Absolvent im Fach Maschinenbau, ist inzwischen Innovationsassistent bei der Firma Hüffermann Transportsysteme GmbH.


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