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Steckt Europa in der Krise?

24.11.2006 - (idw) Universität Stuttgart

Deutsch-Italienisches Symposium an der Universität Stuttgart Europa als 'politische Realität' und die Europäische Union als 'funktionierende Staatengemeinschaft' erscheinen derzeit in der Krise. Beklagt werden, und das nicht erst seit dem Scheitern der Ratifizierung der europäischen Verfassung in Frankreich und den Niederlanden, vor allem der Mangel an politischer Transparenz, die Schwerfälligkeit politischer Entscheidungsprozesse sowie das Fehlen von zukunftsweisenden europäischen Visionen. Das Europäische Parlament erscheint eher als verkomplizierender Verwalter divergierender nationaler Interessen denn als Motor einer effizienten Europapolitik. Das "Projekt" Europa steht zweifelsohne unter Legitimationsdruck.
Aber steckt die Europäische Union tatsächlich in einer so tiefen Krise, wie von mancher Seite behauptet wird? Eine Antwort sucht das Symposium "Italien und Deutschland in Europa", das vom Italienischen Generalskonsulat und dem Internationalen Zentrum für Kultur- und Technikforschung (IZKT) der Universität Stuttgart gemeinsam mit dem Italienischen Kulturinstitut und in Kooperation mit dem Europa Zentrum Baden-Württemberg durchgeführt wird. Die Veranstaltung steht unter der Schirmherrschaft des Botschafters der Italienischen Republik, S.E. Antonio Puri Purini, sowie des Präsidenten des Landtags von Baden-Württemberg, Peter Straub.

Zeit: 30. November und 1. Dezember 2006, jeweils ab 10.00 Uhr
Ort: Stadtmitte, Keplerstr. 7, Senatssaal, Abendvorträge in der Stadtbücherei, Konrad-Adenauer-Straße 2, Max-Bense-Saal
Medienvertreter sind herzlich eingeladen.

Die italienische Europapolitik steht vor neuen Herausforderungen. Zugleich sind an die künftige EU-Ratspräsidentschaft Deutschlands hohe Erwartungen geknüpft. Vor diesem Hintergrund will das Symposium die generelle Position beider Länder in und zu Europa wie auch die aktuelle Diskussion über die Zukunft und die Ziele der Staatengemeinschaft im Mittelpunkt stellen. Gefragt wird unter anderem, welche Rolle Italien und Deutschland innerhalb der Europäischen Union und ihres Entwicklungsprozesses spielen, wie die Verfassungsdiskussion in beiden Ländern geführt wird und welchen Beitrag diese zu einer aktiven, tragfähigen Europapolitik leisten können.
Hierzu konnten renommierte Politikwissenschaftler aus Italien und Deutschland, aber auch Vertreter aus Politik und Medien gewonnen werden. Besonderes Publikumsinteresse dürften auch die Abendveranstaltungen jeweils um 19.30 Uhr in der Stadtbücherei (Max-Bense-Saal) auf sich ziehen: So liest am 30. November der Buchautor und Journalist Roberto Giardina aus seinem Werken "L'altra Europa. Itinerari insoliti e fantastici di ieri e di oggi" sowie "L'Europa e le vie del Mediterraneo. Da Venezia ad Istanbul, da Ulisse all'Orient Express" (Vortrag in italienischer Sprache mit deutscher Übersetzung). Und zum Abschluss des Symposiums diskutieren am 1. Dezember unter der Moderation von Karl-Heinz Meier-Braun (SWR-International) deutsche und italienische Journalisten über die Zukunft Europas.
Programm und weitere Informationen bei Dr. Elke Uhl, Internationales Zentrum für Kultur- und Technikforschung (IZKT), Tel. 0711/685-82379, e-mail elke.uhl@izkt.uni-stuttgart.de.
Weitere Informationen: http://www.uni-stuttgart.de/izkt/
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