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Dr. Tyczka-Energiepreis: Auszeichnung für Arbeiten zu regenerativen Energien

07.12.2006 - (idw) Technische Universität München

Die Technische Universität München, das Wissenschaftszentrum Straubing, die Hochschule Zittau/Görlitz (FH) und die Tyczka Energiestiftung verleihen aus Anlass des Dies academicus 2006 der TU München am 7. Dezember 2006 den Dr. Tyczka-Energiepreis. Der Preis wird jährlich für Arbeiten ausgelobt, die sich mit der dezentralen Anwendung von Gasen für energetische Anwendungen oder der dezentralen Energienutzung und -versorgung beschäftigen. Bewerben können sich Studenten und Absolventen aller deutschsprachigen Hochschulen für die Darstellung innovativer Lösungen in Projekt-, Diplom- und Doktorarbeiten. In diesem Jahr hat sich die Jury für Arbeiten entschieden, die sich mit den Themen Klimatisierungsysteme und Biomasse-Nahwärmeanlagen beschäftigen, da deren Bedeutung künftig noch stärker zunehmen wird. "Beide Preisträger haben mit großem Engagement und detaillierter Fachkenntnis gezeigt, wie und unter welchen Bedingungen die beiden Technologien unter Berücksichtigung ökonomischer Aspekte in die Praxis umgesetzt werden können", so Dr. Hans-Wolfgang Tyczka im Namen der Jury.

Den 1. Preis (3.000 Euro) erhält Dr. Wilson Casas für seine Dissertation "Untersuchung und Optimierung sorptionsgestützter Klimatisierungsprozesse". Dr. Casas, geboren in Kolumbien, studierte Maschinebau an der Technischen Universität Hamburg-Harburg und promovierte am Institut für Thermofluiddynamik der Technischen Universität Hamburg-Harburg. Derzeit ist er als System-Ingenieur im Bereich Klima- und Kühlsysteme bei Airbus Deutschland GmbH tätig.

Die Dissertation beschäftigt sich mit der Forschung und Entwicklung von Klimatisierungssystemen, bei denen die Luft in einem Sorptionsrotor entfeuchtet wird. Im Rahmen der Dissertation wurde ein physikalisches Modell entwickelt zur Beschreibung der Wärme- und Stoffströme im Rotor der Klimatisierungssysteme. Durch Modellierung einzelner Komponenten von sorptionsgestützten Klimaanlagen konnten verschiedene Einzelfälle simuliert werden. Die praktische Umsetzung zeigte Herr Dr. Casas in einer Demonstrationsanlage in einem Bürogebäude in Hamburg. Die Innovation dieses Systems ist die Kombination einer sorptionsgestützten Klimatisierung mit einer Fußbodenkühlung im Sommer und die Nutzung des Erdbodens als Wärmesenkemittels Erdkältesonden.

Der 2. Preis (2.000 EUR) geht an Hermine Mitter für ihre Diplomarbeit "Versorgung mit Biomasse-Nahwärme als Planungsinhalt des örtlichen Entwicklungskonzeptes am Beispiel St. Georgen am Walde/OÖ". Mitter studierte Landschaftsplanung und -pflege an der Universität für Bodenkultur Wien und verfasste ihre Diplomarbeit am Institut für Raumplanung und ländliche Neuordnung, wo sie derzeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin tätig ist. Sie wurde bereits im Juni 2006 mit dem TGB-Wissenschaftspreis zur Förderung innovativer Ansätze mit unmittelbarem Anwendungspotenzial im Umweltschutz ausgezeichnet.

Die Diplomarbeit beschäftigte sich mit der Methodenentwicklung, mit der die räumliche Verteilung des Energiebedarfs in einer Gemeinde ermittelt und die potenziellen Versorgungsgebiete, die Positionierung des Leitungsnetzes und die langfristig am besten geeigneten Standortalternativen für die Errichtung einer förderwürdigen Biomasse-Nahwärmeanlage festgestellt werden können. Die Umsetzung ihrer entwickelten Methode stellte sie erfolgreich an der oberösterreichischen Gemeinde St. Georgen am Walde unter Beweis.


Für den Dr. Tyczka-Energiepreis 2007 können sich Studenten und Absolventen bis zum 31. August 2007 bewerben. Informationen zu den Voraussetzungen erteilt die Geschäftsstelle Dr. Tyczka-Energiepreis am Lehrstuhl für Technologie Biogener Rohstoffe der TU München in Straubing. Ansprechpartner ist Dr. Wolfgang Alto Mayer, Telefon (09421) 187-106, E-Mail: wolfgang.mayer@wzw.tum.de.

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