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Kompetenzzentrum Informatik und Starterzentrum der Saar-Universität sind Orte im "Land der Ideen"

08.12.2006 - (idw) Universität des Saarlandes

Das Kompetenzzentrum Informatik und das Starterzentrum der Universität des Saarlandes wurden ausgewählt als zwei von 365 Orten im "Land der Ideen". Die Initiative "Deutschland - Land der Ideen" wird von der Bundesregierung und der bundesdeutschen Wirtschaft getragen und steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten. Anlässlich der Fußballweltmeisterschaft im Jahr 2006 wollten die Veranstalter der Welt zeigen, welcher Einfallsreichtum und welches visionäre Denken in Deutschland zu finden ist. Aufgrund der großen Resonanz wird die Initiative im Jahr 2007 fortgesetzt. Das Kompetenzzentrum Informatik und das Starterzentrum konnten sich unter mehr als 1.500 Bewerbungen durchsetzen. Sie werden sich im nächsten Jahr als "Orte im Land der Ideen" bundesweit vorstellen:

Am 19. März 2007 wird das Kompetenzzentrum Informatik der Universität im Rahmen der CeBIT 2007 die internationale Spitzenforschung der saarländischen Informatik einer breiten Öffentlichkeit präsentieren.

Das Starterzentrum wird am 7. Dezember 2007 das "Saarbrücker Modell" und seine Starterfirmen vorstellen und zu einer "Entrepreneur-Party" anlässlich seines zwölften Geburtstages einladen.

Weitere saarländische "Orte im Land der Ideen" sind das Netzwerk NanoBioNet, an dem zahlreiche Wissenschaftler der Universität und Firmen aus dem Starterzentrum beteiligt sind, die Europäische EDV-Akademie des Rechts, die Professoren der Saar-Uni mitinitiiert und mitgegründet haben, die Nanogate AG, das "SaarLernNetz" sowie das Projekt "Kunst macht Schule". http://www.land-der-ideen.de

Das Kompetenzzentrum Informatik der Universität des Saarlandes
(http://www.informatik-saarland.de) wurde im Jahr 2004 mit Unterstützung der saarländischen Landesregierung gegründet. Es haben sich darin die rund 30 Informatik- und informatiknahen Lehrstühle der Universität sowie die außeruniversitären Forschungseinrichtungen im Saarland zusammengeschlossen. Unter dem Markennamen "Informatik Saarland" will das Zentrum die Wirtschaft, Politik und Öffentlichkeit über Forschungsergebnisse informieren. Ziel ist dabei, den Technologietransfer zu verstärken. Der gesamte Ablauf der Innovationskette soll lückenlos unterstützt werden, von der Theorie und Grundlagenforschung über erste Prototypen bis hin zum Einsatz des fertigen Produktes in der Industrie. Diese Projekte und industriellen Anwendungen bieten jungen Wissenschaftlern ein weites Forschungsfeld und gute Kontakte für die weitere Karriere. Weiteres Ziel des Kompetenzzentrums Informatik ist es, noch mehr Studierende im In- und Ausland zu motivieren, ihre wissenschaftliche Laufbahn im Saarland zu beginnen.

Saarbrücken ist bundesweit einer der führenden Forschungsstandorte für Informatik. 1990 wurde dort das erste Max-Planck-Institut für Informatik gegründet. Im Jahr 2005 kam das Max-Planck-Institut für Softwaresysteme mit Doppelstandort in Saarbrücken und Kaiserslautern hinzu, das erst das zweite Informatik-Institut der Max-Planck-Gesellschaft ist. Außerdem befindet sich das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) auf dem Campus der Universität, das innovative Softwaretechnologien erforscht und daraus Anwendungen für die Praxis entwickelt. In der Informatikerszene weltweit bekannt ist außerdem das Internationale Begegnungs- und Forschungszentrum (IBFI), Schloss Dagstuhl, im nördlichen Saarland, das rund ums Jahr Wissenschaftler aus aller Welt einlädt, um über neueste Forschungsergebnisse in der Informatik zu diskutieren.
Sowohl das DFKI mit seinem Standort Saarbrücken, als auch das IBFI zählten im letzten Jahr zu den 365 Orten im "Land der Ideen"; in diesem Jahr ist das DFKI mit seinem Standort Kaiserslautern mit dabei.

Das Starterzentrum der Universität des Saarlandes (http://www.start.uni-saarland.de) bot in den elf Jahren seines Bestehens bislang insgesamt 171 Nachwuchsunternehmen ein Sprungbrett in die Wirtschaft. 1048 Arbeitsplätze sind so entstanden. Bei seiner Gründung war das "Unternehmen Starterzentrum" ein absolutes Novum in der Hochschullandschaft: Die Saar-Uni war die erste bundesdeutsche Hochschule, die unmittelbar auf dem Campus Geschäftsräume für Unternehmensgründungen angeboten hat. Studierenden und Wissenschaftlern mit Geschäftsidee an der Uni Starthilfe zu geben, ihnen für die erste heiße Phase eine Top-Ausstattung und Unterstützung zu bieten, geht zurück auf eine Initiative von Wolfgang Lorenz, Geschäftsführer der Kontaktstelle für Wissens- und Technologietransfer. Er brachte ein Vorhaben auf den Weg, das 1995 bundesweit für Aufsehen sorgte, zwischenzeitlich als Beispiel Schule machte und heute als Motor für den Strukturwandel im Saarland gilt. Renommierte und international preisgekrönte Firmen sind aus der Gründerschmiede hervorgegangen; der Run der Gründer hält ungebrochen an.
Absolventen und Uni-Mitarbeiter haben die Möglichkeit, drei Jahre lang ihre Geschäftsidee in den Gebäuden des Starterzentrums zu realisieren. Danach müssen sich die Jungunternehmer Geschäftsräume außerhalb suchen, so dass auf dem Campus Platz für neue Gründungen entsteht. Ein umfassendes Komplettangebot für künftige Führungskräfte und Unternehmensgründer macht die Gründerinnen und Gründer fit für den Start: Es beinhaltet unter anderem ein Qualifizierungs- und Coachingangebot mit Existenzgründerseminaren und Workshops, in denen das notwendige betriebswirtschaftliche und rechtliche Wissen vermittelt und die ebenso wichtigen "Softskills" trainiert werden.
Die Erfolge des "Saarländischen Modells" des Starterzentrums haben inzwischen Schule gemacht: Vertreter anderer Universitäten - auch aus dem Ausland - kamen nach Saarbrücken, um ähnliches anzustoßen.
Mit der steigenden Zahl der Starterunternehmen ist auch das Projekt Starterzentrum gewachsen. Sechs Jahre nach Einzug der ersten Gründer wurde die "Keimzelle" Starterzentrum 1 um einen großen Neubau erweitert. Seither stehen auf dem Campus Saarbrücken neben Büroräumen zentrale Labore für Gründungen aus dem naturwissenschaftlichen Bereich zur Verfügung. Auch Mediziner und Biotechnologen können sich in unmittelbarer Nachbarschaft zur Forschung auf dem Campus Homburg selbstständig zu machen.

Die Kontaktstelle für Wissens- und Technologietransfer der Universität (KWT) konnte sich jüngst im Rahmen des EXIST-Programmes des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie mit ihrem Antrag durchsetzen: Rund 700.000 Euro werden in den nächsten drei Jahren für die Umsetzung des Projektvorschlages an die Universität des Saarlandes fließen. Dadurch wird es möglich, unternehmerisches Denken und Handeln an der Universität weiter zu fördern und damit die Zahl der Unternehmensgründungen aus der Universität noch weiter zu steigern.

Kontakt:
Kompetenzzentrum Informatik der Universität des Saarlandes
Friederike Meyer zu Tittingdorf
Tel.: 0681/302-58099
Mail: meyer@cs.uni-sb.de


Starterzentrum der Universität des Saarlandes
Beate Wehrle, Tel: 0681/302-3886
E-Mail: kwt.wehrle@univw.uni-saarland.de
Weitere Informationen: http://www.informatik-saarland.de - Kompetenzzentrum Informatik der Universität des Saarlandes http://www.start.uni-saarland.de - Starterzentrum der Universität des Saarlandes http://www.land-der-ideen.de - Initiative "Deutschland - Land der Ideen"
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