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MHH ehrt Begründer der Latissimus-Lappenplastik mit Symposium

11.12.2006 - (idw) Medizinische Hochschule Hannover

"1. Tansini-Treffen" am 16. Dezember / Experten aus ganz Europa erwartet Vor genau 100 Jahren, im Jahre 1906, hat der italienische Chirurg Igino Tansini eine auf dem breiten Rückenmuskel (Musculus latissimus dorsi) basierende Lappenplastik als neue Methode beschrieben, um den Defekt nach einer Brustentfernung mit Muskelgewebe zu verschließen. "Tansini erkannte dabei bereits wichtige Prinzipien wie das der axialen Gefäßversorgung und der Einheit der Haut- und Muskelkomponenten des Latissimus dorsi, dieser Artikel markiert daher einen Meilenstein in der modernen Wiederherstellungschirurgie", betont Professor Dr. Peter Vogt, Direktor der Abteilung Plastische, Hand- und Wiederherstellungschirurgie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH). Seine Abteilung widmet dem Begründer der modernen Lappenchirurgie mit dem "1. Tansini-Treffen" ein Symposium.

- am Samstag, 16. Dezember 2006,
- von 9.30 bis 17 Uhr
- im Hörsaal F, Klinisches Lehrgebäude der MHH, Carl-Neuberg-Straße 1, 30625 Hannover.

"Ein Jahrhundert nach dieser Erstbeschreibung möchten wir zurückblicken auf die Entwicklung dieser bis heute unübertroffen vielseitigen Lappenplastik, die als ,Arbeitspferd' der Plastisch-rekonstruktiven Chirurgie aus der täglichen Routine nicht mehr hinwegzudenken ist", sagt Professor Vogt. Renommierte Experten und Pioniere des Fachgebiets präsentieren ihre technischen Modifikationen und Innovationen sowie Tricks bei den mannigfaltigen Indikationsstellungen in der Plastischen und Wieder-herstellungschirurgie.
Das Spektrum dieser Technik reicht von der Nachbildung der weiblichen Brust nach Amputation über den Verschluss großer Gewebeverluste infolge Infekt oder Unfall bis hin zum motorischen Ersatz verlorener Muskelfunktionen, z. B. der Ellenbeugung nach Verletzungen des Armnervengeflechts. Sie ermöglicht, dass nach komplettem Ausfall der Blasenentleerung diese wieder willentlich erlernt werden kann oder Patienten mit großen Wundhöhlen nach Tumorentfernung im Gliedmaßen-, Brustwand- und Beckenbereich eine deutlich bessere Lebensqualität zurückgewinnen.

Es werden mehr als 100 Teilnehmer aus den Fachgebieten der Plastischen Chirurgie, Handchirurgie, Unfallchirurgie, Allgemeinchirurgie, Gynäkologie, Urologie und viele niedergelassene Kollegen erwartet.

Wir laden Medienvertreter ein, der Fortbildungsveranstaltung beizuwohnen. Weitere Informationen erhalten Sie bei Professor Dr. Peter M. Vogt, (0511) 532-8865, vogt.peter@mh-hannover.de. Das komplette Programm finden Sie unter www.mh-hannover.de/266.html.

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