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Gesundheitsprävention mit Engagement und Expertise

14.12.2006 - (idw) Klinikum der Johann Wolfgang Goethe-Universität, Frankfurt a. M.

Den Theodor-Stern-Stiftungspreis 2006 erhält die Leiterin des Betriebsärztlichen Dienstes Dr. Sabine Wicker Für ihre herausragenden Verdienste auf dem Gebiet der Gesundheitsprävention wurde der diesjährige Theodor-Stern-Preis zur Förderung des Frankfurter Universitätsklinikums Frankfurt am Main an Dr. Sabine Wicker verliehen. Die Leiterin des Betriebsärztlichen Dienstes am Klinikum der J. W. Goethe-Universität Frankfurt erhielt den mit 5.000 Euro dotierten Preis für ihr außerordentliches Engagement zum besseren Schutz von Beschäftigten im medizinischen Bereich des Uniklinikums und für ihre Forschungsarbeit auf diesem Gebiet. "Der Preis würdigt eine hervorragende Arbeit zur effektiven Vorbeugung von Infektionsrisiken unserer Beschäftigten im medizinischen Bereich. Die Prämierung ist aber auch ein deutliches Signal dafür, wie eminent wichtig neben der Patientensicherheit auch die Sicherheit der Beschäftigten im Klinikum ist", erklärt der Ärztliche Direktor, Professor Dr. Roland Kaufmann. Auch auf sportlicher Ebene verbindet sich Gesundheitsprävention mit der Arbeitsmedizinerin Dr. Wicker, seitdem sie die Beteiligung der Universitätsklinik beim JP Morgan-Firmenlauf organisiert. Die Preisverleihung stand unter dem Motto "Gesundheitsprävention: Privater Nutzen - gesellschaftliche Aufgabe" und fand anlässlich des neunten Treffens der Theodor-Stern-Stiftung am 13. Dezember statt. Professor Dr. Roland Kaufmann, Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums und Vorstandsvorsitzender der Theodor-Stern-Stiftung, übergab den Preis an die 41-jährige Dr. Wicker.

Als Abiturientin der Albert-Schweitzer Schule entschied sich Sabine Wicker zunächst für eine Ausbildung zur Buchhändlerin, bevor sie dann in Gießen ihr Medizinstudium begann. Dort promovierte Wicker zum Dr. med. in der Abteilung Hämatologie und Onkologie der Justus-Liebig-Universität. Ihre Facharztanerkennung als Arbeitsmedizinerin im Jahr 2003 beschließt ihre berufliche Ausrichtung auf den Betriebsärztlichen Dienst. Seit 2004 Leiterin des Betriebsärztlichen Dienstes, hat sich Dr. Wicker auf dem Gebiet der Gesundheitsprävention in Form von Projekten engagiert und geforscht.

Ihr Arbeitsauftrag ist beträchtlich. So muss die Betriebsärztin unter anderem dafür sorgen, die Infektionsgefahr infolge von Nadelstich- und Schnittverletzungen für die mehr als 4.000 Klinikumsbeschäftigten im Gesundheitsdienst kontinuierlich zu verringern. Darüber hinaus umfasst ihre Arbeit neben der Gesundheitsprävention und der Verhütung arbeitsbedingter Erkrankungen, die blutübertragbaren Infektionen, impfpräventable Erkrankungen und die Beratung von Beschäftigten und Arbeitgebern in Präventionsfragen. Gemeinsam mit Professor Holger Rabenau vom Institut für Medizinische Virologie des Frankfurter Universitätsklinikums untersuchte Dr. Wicker in der Frankfurter Nadelstichstudie (2006) das Infektionsrisiko, dem Beschäftigte in medizinischen Berufen durch Stichverletzungen ausgesetzt sind. Auslöser war die Novelle der so genannten TRBA-250-Richtlinie, die seit August 2006 Arbeitgeber im Gesundheitswesen zum Schutz vor Nadelstichverletzungen verpflichtet. Dr. Wicker und Professor Rabenau agierten aber in "Eigenregie", indem sie schon vor der Novelle die Studie initiierten. Darin untersuchten sie am Frankfurter Uniklinikum Häufigkeit und Ursachen von Nadelstich- und Schnittverletzungen, die durch Verwendung von sicheren Instrumenten hätten vermieden werden können. Die Studie soll helfen, sichere Instrumente effektiv und gezielt im Sinne der TRBA-250-Novelle klinikumsweit einzuführen. Im Mai 2006 führte Dr. Wicker, abermals im Rahmen der Novelle, eine Informationsveranstaltung zur Einführung der neuen Venenverweilkanüle durch, die über einen speziellen Sicherheitsmechanismus verfügt. Diese Kanüle verhindert blutübertragbare Infektionen durch Nadelstichverletzungen und wurde hessenweit erstmalig von einem Großklinikum eingeführt.

"Langfristig bringen gesundheitspräventive Maßnahmen für Kliniken und Krankenhäuser immer auch einen ökonomischen Nutzen mit sich. Kernanliegen meiner Arbeit ist die kontinuierliche Optimierung der Sicherheit unserer Mitarbeiter - zum Schutz ihrer Gesundheit", erklärt die Preisträgerin.


Frankfurt am Main, 13. Dezember 2006

Für weitere Informationen:

Ricarda Wessinghage
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Klinikum der J.W. Goethe-Universität Frankfurt am Main
Fon (0 69) 63 01 - 77 64
Fax (0 69) 63 01 - 8 32 22
E-Mail ricarda.wessinghage@kgu.de
Internet www.kgu.de

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