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Rückblick und Ausblick zum 50. "Geburtstag"

15.12.2006 - (idw) Forschungszentrum Jülich

Jülich, Dezember 2006 - Am 11. Dezember 1956 beschloss der Landtag von Nordrhein-Westfalen auf Vorschlag von Staatssekretär Prof. Leo Brandt die Gründung eines "Atomforschungszentrums". Dieser Beschluss gilt als die "Geburtsstunde" des heutigen Forschungszentrums Jülich. Genau 50 Jahre später, am 11. Dezember 2006, legte das Forschungszentrums Jülich ein Buch mit den beiden Titeln "Rückblick" und "Ausblick" vor. Es enthält zwei Bände in deutscher und englischer Sprache. Band 1 zeigt die Retrospektive, Band 2 die Visionen, mit denen das Forschungszentrum den Herausforderungen der Zukunft begegnet. Wie Vergangenheit und Zukunft des Forschungszentrums eine Einheit bilden, so sind auch die beiden Buchteile untrennbar miteinander verbunden. Wendet man das Buch auf die andere Seite, ändert sich die Perspektive.

Der Aufbau des Forschungszentrums Jülich war getrieben von der Notwendigkeit, den wissenschaftlich-technischen Rückstand der Kriegsjahre zu überwinden. Es entstand eine Großforschungseinrichtung, die mit der Entwicklung der Thorium-Hochtemperatur-Reaktoren (THTR) das einzige ursprünglich deutsche Reaktorkonzept verwirklichte. Mit der Konzentration von fachübergreifendem Wissen zur Kernforschung wuchs in Jülich eine Schlüsselkompetenz, die das Forschungszentrum an der Schnittstelle zum gesellschaftlichen, politischen und volkswirtschaftlichen Bedarf als Berater und Pionier von Problemlösungen auszeichnet. Die exzellenten interdisziplinären Forschungs- und Entwicklungskapazitäten wurden laufend neuen Herausforderungen in den Bereichen Energie, Gesundheit, Umwelt, Materie, Material und Information angepasst.

Die Retrospektive rafft die Entwicklung des Forschungszentrums Jülich von 1956 bis 2006 in ihren wichtigsten Stationen. Ausgehend von den mit der Geschichte des Forschungszentrums untrennbar verbundenen Persönlichkeiten und dem Standort in der Forschungsstadt Jülich werden die herausragenden Etappen der Entfaltung des Forschungszentrums dargestellt. Schlaglichter werden geworfen auf das Institut für Plasmaphysik als erstem und ältestem Institut, auf die Entwicklung der Infrastruktur und die besonderen forschungsgeschichtlichen Höhepunkte. Die vorgestellten Anwendungen sind Erfolge des systematischen Technologietransfers. Sie zeigen eindrucksvoll, wo die Grundlagenforschung Jülicher Prägung Einzug in die industrielle Entwicklung und teilweise auch in unseren Alltag genommen hat.

Die Darstellungen zur Geschichte münden in eine chronologische Übersicht. Schlaglichtartig werden in Wort und Bild die großen Ereignisse beleuchtet. 50 Jahre prominente Forschungsgeschichte - 50 Jahre Zukunft.

Im Ausblick beschreibt das Forschungszentrum die großen Herausforderungen der Menschheit auf den Gebieten Gesundheit, Information, Umwelt und Energie, auf die sie nicht nur politisch, sondern auch naturwissenschaftlich antworten muss:
* die Sicherung von Ernährung und Gesundheit einer wachsenden Weltbevölkerung
* die Bereitstellung und lösungsorientierte Verknüpfung großer Mengen an Information
* der verantwortliche Umgang mit den natürlichen Ressourcen der Umwelt
* die nachhaltige und umfassende Versorgung mit Energie.

Diesen Herausforderungen, den "Grand Challenges", widmet sich das Forschungszentrum Jülich, das größte multidisziplinäre Forschungszentrum in Europa. Es nutzt sein Jubiläumsjahr 2006 zur weiteren Fokussierung seines einzigartigen Profils. Organisatorische und strukturelle Veränderungen unterstützen diesen Weg.

Im Ausblick kommen auch Prominente zu Wort: unter anderen Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt, Staatssekretär Michael Müller, NRW-Wirtschaftsministerin Christa Thoben, Helmholtz-Präsident Jürgen Mlynek und DPG-Präsident Eberhard Umbach. Namhafte Wissenschaftsjournalisten portraitieren Jülicher Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit Visionen und Ehrgeiz.

"Rückblick/Ausblick", 288 Seiten, in deutscher und englischer Sprache. Journalisten können ein kostenloses Rezensionsexemplar anfordern bei:
Forschungszentrum Jülich, Unternehmenskommunikation, 52425 Jülich,
Fax 02461 614666, E-Mail: info@fz-juelich.de
Vertrieb über: Forschungszentrum Jülich, Zentralbibliothek, Verlag, Roswitha Relius, E-Mail: r.relius@fz-juelich.de
Preis: 7,50 Euro, für Mitarbeiter und Rentner des Forschungszentrums: 5 Euro


Pressekontakt
Dr. Angela Lindner,
Leitung Unternehmenskommunikation und Pressesprecherin
Forschungszentrum Jülich, 52425 Jülich
Tel.: 02461 61-4661, Fax 02461 61-4666,
E-Mail: a.lindner@fz-juelich.de

Peter Schäfer, Stellvertretender Leiter Unternehmenskommunikation
Forschungszentrum Jülich, 52425 Jülich
Tel.: 02461 61-8028, Fax: 02461 61-8106,
E-Mail: p.schaefer@fz-juelich.de

Über das Forschungszentrum Jülich
Das Forschungszentrum Jülich ist mit rund 4 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern das größte multidisziplinäre Forschungszentrum in Europa. Seine Themen spiegeln die großen Herausforderungen der Gesellschaft wider: Erhalt von Gesundheit, Umgang mit Information, Schutz der Umwelt sowie Versorgung mit Energie. Langfristige, grundlagenorientierte und fächerübergreifende Beiträge zu Naturwissenschaft und Technik werden ebenso erarbeitet wie konkrete technologische Anwendungen für die Industrie. Charakteristisch für Jülich ist, dass sich die Forscher zwei zentraler Schlüsselkompetenzen bedienen: der Physik und des wissenschaftlichen Rechnens mit Supercomputern.

Weitere Informationen: http://www.fz-juelich.de/portal/index.php?index=495&cmd=show&mid=422
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