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Physik im Blick 2007

18.12.2006 - (idw) Justus-Liebig-Universität Gießen

Physiker laden im Jubiläumsjahr der Universität Gießen Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und weitere Interessierte wieder zu der beliebten Vortragsreihe ein - Auftaktveranstaltung am Samstag, 20. Januar 2007 "Physik im Blick": In leuchtendem Gelb auf blauem Grund laden Physiker der Justus-Liebig-Universität Gießen im Januar 2007 wieder zur beliebten Vortragsreihe für Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und weitere Interessierte ein. Im Jubiläumsjahr orientiert sich die Themenwahl an den Arbeiten von Physikern, die in Gießen lehrten. "Gestern erforscht - heute aktuell", damit lassen sich drei der fünf Vorträge der Reihe überschreiben, in denen die Bedeutung von Wilhelm Conrad Röntgen, Wilhelm Wien und Walter Bothe für die moderne Forschung und Anwendung lebendig wird. Röntgen, Wien und Bothe besetzten im Zeitraum zwischen 1879 und 1932 für einige Jahre den Lehrstuhl für Physik. Alle drei wurden bekanntlich mit dem Nobelpreis ausgezeichnet.

Für das Wiensche Verschiebungsgesetz bietet der Physiknobelpreis 2006 einen attraktiven Hintergrund, dessen Aktualität kaum zu übertreffen ist. Die Erläuterung der allgegenwärtigen kosmischen Mikrowellenstrahlung, deren spektrales Intensitätsmaximum und deren Temperatur diesem Gesetz genügen, wird durch eine Reihe von Experimenten zu den Eigenschaften des schwarzen Körpers farbig gestaltet werden.
27. Januar 2007, Prof. Dr. Wolfgang Cassing, JLU:
Das Vermächtnis des Urknalls - Die Hintergrundstrahlung

Die Bedeutung der Röntgenstrahlen ist heutzutage offensichtlich. Ein Vortrag wird die physikalische Natur dieser Strahlung beleuchten und einen Bogen von analytischen Anwendungen in der Technik über diagnostische Methoden in der Medizin bis zu den kosmischen Röntgenausbrüchen, den X-ray bursts, spannen.
3. Februar 2007, Prof. Dr. Wolfgang Kühn, JLU:
Die Welt im Röntgenlicht

Fragen und Erkenntnisse der modernen Teilchenphysik erläutert der dritte Vortrag. Die von Bothe entwickelte Koinzidenzmethode, die die zeitliche Korrelation von Ereignissen erfasst, wird dabei unter anderem über die Demonstration der Winkelbeziehung zwischen Photonen verdeutlicht, die bei der gegenseitigen Vernichtung eines Elektrons mit seinem Antiteilchen, dem Positron, entstehen. Dieser Zerstrahlungsprozess ist Grundlage der zur medizinischen Diagnostik eingesetzten Positronen-Emissions-Tomographie PET.
10. Februar 2007, Prof. Dr. Volker Metag, JLU:
Bothes Koinzidenzmethode - Wegebereiterin der modernen Teilchenphysik

Zwei Vorträge zur Astronomie umrahmen die Beiträge. Ihre Themenwahl stützt sich auf die Idee, das Gründungsjahr der Universität Gießen in den Zeitrahmen der Entwicklung physikalischer Erkenntnisse einzuordnen. Das Jahr 1607 fällt beinahe zusammen mit 1609 - dem Jahr, in dem Galileo Galilei sein erstes Fernrohr baute. Auf dieser Parallelität fußt der Titel des ersten Vortrags der Reihe:

20. Januar 2007, PD Dr. Christoph Scheidenberger, Gesellschaft für Schwerionenforschung, Darmstadt:
Von GALILEO zu DARWIN - Die Suche nach extrasolaren Planeten

Der zweite Rahmenvortrag, mit dem die Reihe schließt, schildert die Fortschritte der erdgebundenen Teleskope, in denen Spiegel und Optiken höchster Qualität zusammen mit Quanten-Detektoren und schneller Datenverarbeitung eingesetzt werden. Mit Dr. Stefan Hippler wurde ein Referent eingeladen, der an international genutzten Teleskopen arbeitet und zudem Absolvent der Gießener Physik ist:

17. Februar 2007, Dr. Stefan Hippler, Max-Planck-Institut für Astronomie, Heidelberg:
Warum funkeln die Sterne? Astronomie mit den modernsten Teleskopen

Alle Vorträge finden im Wilhelm-Hanle-Hörsaal der Physikalischen Institute statt und beginnen jeweils um 10.00 Uhr. Im Anschluss an die Vorträge - nach einer Pause - berichten Absolventen der Physikalischen Institute über die Berufsfelder, in denen Sie tätig sind.


Termine:
Auftaktveranstaltung am 20. Januar 2007
Zeit: Vorträge vom 20. Januar bis 17. Februar 2007, samstags 10.00 - 12.00 Uhr,
Ort: Wilhelm-Hanle-Hörsaal der Physikalischen Institute, Heinrich-Buff-Ring 14, 35392 Gießen

Kontakt:
Prof. Dr. Karl-Heinz Schartner
Heinrich-Buff-Ring 16
35392 Gießen
Telefon: 0641 99-33140
Fax: 0641 99-33139
E-Mail: pib@physik.uni-giessen.de
Weitere Informationen: http://www.physik.uni-giessen.de/pib/pib2007/
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