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Forschungsförderpreis der Commerzbank Stiftung verliehen

18.12.2006 - (idw) Eberhard Karls Universität Tübingen

Der Historiker Matthias Asche erhält den mit 5000 Euro dotierten Preis

Am Montag, dem 18. Dezember 2006, wird zum dritten Mal der Forschungsförderpreis der EBERHARD KARLS UNIVERSITÄT TÜBINGEN, gestiftet von der Commerzbank Stiftung, verliehen. Den mit 5000 Euro dotierten Preis erhält Prof. Dr. Matthias Asche, Historisches Seminar. Ziel des Preises ist es, Tübinger Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern einen weiteren Anreiz zur herausragenden Forschungsleistungen zu bieten. Dadurch soll nicht nur das eigene persönliche Renommee, sondern auch das der Universität Tübingen und des betreffenden Forschungsgebietes gestärkt werden. Der Preis wird auf Vorschlag der Kommission für Forschungsfragen der Universität vom Rektor der Universität Tübingen verliehen. Mit ihm werden hervorragende wissenschaftliche Arbeiten von Nachwuchswissenschaftlern und Forschergruppen der Universität Tübingen vor der ersten Berufung ausgezeichnet.

Matthias Asche erhält den Preis für seine Habilitationsschrift "Neusiedler im verheerten Land. Kriegsfolgenbewältigung, Migrationssteuerung und Konfessionspolitik im Zeichen des Landeswiederaufbaus. Die Mark Brandenburg nach den Kriegen des 17. Jahrhunderts". Die Mark Brandenburg gehörte nach dem Dreißigjährigen Krieg zu den am meisten zerstörten und entvölkerten Landschaften. Die Studie von Matthias Asche behandelt die Strategien der brandenburgischen Kurfürsten für den Landeswiederaufbau. Im Zentrum stehen Etablierung, Rechtsstatus und Kirchenorganisation sowie Integrationsformen und das Selbstverständnis ländlicher Kolonistengruppen wie Niederländer, Schweizer und so genannte Réfugiés. Behandelt wird der Zeitraum von der Mitte des 17. bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts. Mit der komparatistischen Behandlung von westeuropäischen Einwanderer- und Flüchtlingsgruppen geht die Studie weit über den engen Rahmen der brandenburgischen Landesgeschichte hinaus und leistet einen wichtigen Beitrag zum Verständnis von Migrationsphänomen und kollektiven Identitätsfragen religiös bedingter Flüchtlingsgesellschaften in der frühen Neuzeit.

Matthias Asche, 1969 in Hamburg geboren, studierte Geschichte, Politikwissenschaft und Deutsch an den Universitäten Osnabrück und Wien. 1997 wurde er an der Universität Tübingen promoviert, wo er sich 2003 habilitierte. Matthias Asche lehrt als Hochschuldozent am Historischen Seminar das Fach Allgemeine Geschichte der Frühen Neuzeit.

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