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Heiße Chips, kalte Elektronen und flexible Werkzeuge - Band 5 von "Zukunft im Brennpunkt" erschienen

19.12.2006 - (idw) Arbeitsgemeinschaft der Bayerischen Forschungsverbünde

In diesen Tagen erscheint Band 5 der jährlichen Broschüre "Zukunft im Brennpunkt" (ZIB), in der Wissenschaftler aus den Bayerischen Forschungsverbünden über ihre Projekte berichten. Wie immer bunt gemischt und verständlich aufbereitet, stellt auch dieser Band dem Leser unbekannte oder zwar bekannte und diskutierte, aber nur halb verdaute Themen vor.
Jürgen Mittelstraß nimmt in seinem Vorwort Stellung zu der These, dass der Mensch ohne Geisteswissenschaften besser leben könnte. "Natürlich nicht" mag manchem auf der Zunge liegen, doch die Antwort enthält ein großes "Aber". Einfach ist die Frage nämlich nicht zu beantworten, wie die Geisteswissenschaftler der heutigen Gesellschaft nützlich sein können. Viel einfacher können die Wissenschaftler der Bayerischen Forschungsverbünde Nanoelektronik (FORNEL), Multiskalendesign oxidischer Funktionsmaterialien (FOROXID), Flexible Werkzeugsysteme (FORWERKZEUG) und die Initiative Kraftwerke des 21. Jahrhunderts (KW21) diese Frage beantworten. Wenn - wie schon früher in USA und Kanada - auch in Europa buchstäblich die Lichter aus- und die Stromnetze in die Knie gehen, spätestens dann wird es Zeit für Hartmut Spliethoffs Ruf nach den neuen Kraftwerken. ZIB-Leser erfahren schon jetzt, mit welchen Herausforderungen sich die Stromversorger zukünftig konfrontiert sehen und wie sie dem begegnen können.

Jochen Mannhart erforscht die bereits totgesagten Supraleiter, die den hoffentlich in der Zukunft ausreichend produzierten Strom dann möglichst verlustfrei transportieren können. Seine Supraleiter allerdings sollen das bei "normalen" Temperaturen können und nicht auf -250 ºC gekühlt werden müssen. Dazu entwickelt er ganz neue Materialien, die "langen Leitungen" gute Aussichten auf einen wirtschaftlichen Einsatz versprechen.

Doris Schmitt-Landsiedel verhilft heißer Musik länger zu gutem Ton: je mehr Transistoren auf einem Chip Platz finden, desto mehr kann auch beispielsweise ein MP3-Player. Leider verbraucht er dabei nicht nur mehr Strom, er verliert auch welchen ohne dafür eine Leistung zu bringen. Ein neuartiger mikroelektronischer Transistor verhindert raffiniert diese Verlustleistung.

2002 hatte der Weltmarkt des Werkzeugmaschinenbaus ein geschätztes Umsatzvolumen von etwa 36 Mrd. US-Dollar; der Anteil der deutschen Hersteller betrug dabei rund 25 %! Dieser Erfolg ist vor allem auf die große Innovationskraft dieser Branche zurück zu führen. Werkzeuge flexibler auf ihren Einsatz hin zu konzipieren bedingt, dass sie robuster sind und länger leben. Wie das zu schaffen ist, beschreiben die beiden jungen Erlanger Ingenieure Kay Wagner und Murat Arbak.

Die Diplomarbeit des Wirtschaftswissenschaftlers Christian Scheiner schließlich fasst die Innovationskraft der Bayerischen Forschungsverbünde selbst ins Auge. Er untersuchte die 25 daraus ausgegründeten Spin-offs, die rund 400 Arbeitsplätze vorwiegend in Bayern geschaffen haben. Seine Bewertung beschließt den Band 5 der Broschüre "Zukunft im Brennpunkt".

Alle Artikel können kostenlos als pdf von der Webseite http://www.abayfor.de herunter geladen werden. Band 1 ist vergriffen und nur noch als pdf verfügbar, aber alle anderen Bände können außerdem über den Buchhandel bezogen werden.
Weitere Informationen: http://www.abayfor.de - Homepage der Arbeitsgemeinschaft der Bayerischen Forschungsverbünde
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