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Die DFG verabschiedet ihren Präsidenten

23.12.2006 - (idw) Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

Ernst-Ludwig Winnacker wechselt nach Brüssel, Matthias Kleiner kommt nach Bonn Nr. 72
20. Dezember 2006

Als eine der "angesehensten Persönlichkeiten der Wissenschaft und des öffentlichen Lebens" würdigte die Bundesministerin für Bildung und Forschung Dr. Annette Schavan den scheidenden Präsidenten der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), Professor Dr. Ernst-Ludwig Winnacker. Bei einem Festakt in der Bonner "Redoute" hob die Ministerin vor zahlreichen Repräsentanten der deutschen Wissenschaft die vielen Impulse hervor, die Winnacker gesetzt habe. Die Ausstrahlungskraft der Wissenschaft sei durch sein Wirken entscheidend gestärkt worden. Mit Blick auf Winnackers künftige Tätigkeit als Generalsekretär des neugeschaffenen European Research Council (ERC) betonte Schavan, die guten Erfahrungen, die Winnacker mit der Eigenständigkeit der Forschung in Deutschland gemacht habe, würden sicherlich "Europa guttun". Auch der Berliner Wissenschaftssenator Professor Dr. E. Jürgen Zöllner bekräftigte im Namen der Kultusministerkonferenz die großen Verdienste, die sich Winnacker um die Entwicklung der Forschung in Deutschland erworben habe. Mit seinem Namen seien viele zukunftsweisende Projekte wie die Exzellenz-Initiative, das Emmy Noether-Nachwuchsprogramm oder auch die Internationalisierung der Deutschen Forschungsgemeinschaft verbunden. Auf die Bemühungen Winnackers um eine Verbesserung der Chancen für Frauen in der Wissenschaft verwies die Präsidentin der Hochschulrektorenkonferenz Professor Dr. Margret Wintermantel. "Mit großer Glaubwürdigkeit" habe der zum 31. Dezember aus dem Amt scheidende DFG-Präsident auf vielen Gebieten die Sache der Wissenschaft vertreten. Dabei habe er es stets verstanden, "als Dirigent auch Dissonanzen harmonisch zusammenzuführen".

Winnackers Nachfolger im Amt, der Dortmunder Ingenieurwissenschaftler Professor Dr. Matthias Kleiner, hob in seiner Ansprache die "neun sehr erfolgreichen Jahre" Winnackers als Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft hervor. In dieser Zeit habe er nicht nur die DFG wesentlich weiterentwickelt, sondern darüber hinaus auch dem deutschen und dem europäischen Wissenschaftssystem starke Impulse gegeben.

Winnacker bedankte sich für das ihm in seiner Amtszeit entgegengebrachte Vertrauen. Ein wichtiges Anliegen sei es ihm immer gewesen, "Freiräume für die Wissenschaft" zu schaffen. In diesem Bemühen habe er stets Unterstützung erfahren. So wünsche er sich auch für seine neue Aufgabe in Brüssel "ein ähnlich aufgeschlossenes Umfeld", wie er es im deutschen Wissenschaftssystem erlebt habe.

Am 1. Januar tritt Ernst-Ludwig Winnacker sein neues Amt als ERC-Generalsekretär in Brüssel an. Mit dem ERC wurde im 7. Rahmenprogramm der Europäischen Gemeinschaft eine unabhängige, wissenschaftsgeleitete Organisation geschaffen, die einen europaweiten Wettbewerb der besten Wissenschaftler ermöglichen soll. Mit einem Budget von rund 7,5 Milliarden Euro für die kommenden sieben Jahre soll der ERC dazu beitragen, dass der europäische Forschungsraum attraktiver und im internationalen Kontext konkurrenzfähiger wird. Dem hauptamtlichen Generalsekretär des ERC kommt die Schlüsselrolle beim Aufbau und der strategischen Ausrichtung der neuen europäischen Institution zu. Winnacker soll diese Position für zweieinhalb Jahre bis zum Juni 2009 bekleiden.

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