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Farewell and Good-bye

23.12.2006 - (idw) Hochschule Reutlingen

Internationale Studierende feiern ihren Semesterabschluss an der Hochschule Reutlingen, und da es sich jahreszeitlich anpasst, geschieht dies in Form einer traditionellen deutschen Weihnachtsfeier. So nehmen die ausländischen Studierenden nicht nur ihre Scheine für erfolgreich bestandene Klausuren mit nach Hause, sondern zum Abschied, als letzte Erinnerung, weihnachtliches deutsches Brauchtum.

Aus aller Herren Länder kommen die rund 60 Studierenden, allesamt von Partneruniversitäten der Hochschule, nach Reutlingen, um an den International Programs teilzunehmen. In vier Fachrichtungen, nämlich BWL/Management, Produktionsmanagement, Elektrotechnik und Informatik, wurden für sie Vorlesungen angeboten. Zusätzlich gab es die Fächer Deutschland- und Europakunde sowie Deutsch als Fremdsprache. Ein Bonbon waren die landeskundlichen und Industrie-Exkursionen, vorwiegend zu Automobilfirmen, die von den Studierenden besonders geschätzt wurden. Professoren verschiedener Fakultäten, Lehrbeauftragte und Baldur Veit, Leiter des Akademischen Auslandsamts und der International Programs an der Hochschule Reutlingen, stemmten gemeinsam das anspruchsvolle Vorlesungsprogramm inklusive Klausuren parallel zu ihren Vorlesungsverpflichtungen in ihrer Fakultät.

Und alle waren da, Studierende und ihre Dozenten, und feierten mit einem guten schwäbischen Büffet und dem klassischen Weihnachtsbaum mit selbst gebasteltem Schmuck und roten Wachskerzen. Auch Weihnachtslieder durften nicht fehlen, und so wurde deutsches, amerikanisches, russisches, mexikanisches und auch chinesisches Liedgut zum Besten gegeben. Die 22-jährige Chinesin Cui Sin aus Xián, die für den Weihnachtsbaum sogar einen deutschen Fröbel-Stern gebastelt hatte, sang gemeinsam mit den amerikanischen Studierenden "Stille Nacht, Heilige Nacht". Für sie wird dieses Semester an der Hochschule Reutlingen unvergesslich bleiben. "Mir hat sehr gut gefallen, dass viele verschiedene Nationalitäten auf meinem Stockwerk des Wohnheims vertreten waren, so war es leicht, Freunde zu finden". Auch der Luxus eines Doppelzimmers war für sie bemerkenswert, denn an der Heimathochschule teilen sich häufig sieben Studierende ein Zimmer. Ihr Auslandssemester in Deutschland ist allerdings, bedingt durch den Wechselkurs von 10 Yuan für einen Euro, sehr teuer für ihre Eltern. "Aber ich werde sicher ein besseres Leben führen können mit dieser Auslandserfahrung während meines Studiums, so dass ich später auch für meine Eltern da sein kann".

Baldur Veit erklärt: "Das Angebot ist für die internationalen Studierenden deshalb so attraktiv, da es ausschließlich englischsprachige Vorlesungen beinhaltet und die Vorlesungszeit inklusive Prüfungen dem internationalen akademischen Kalender angepasst ist". Das heißt, pünktlich vor Weihnachten ist alles vorbei, Unterricht und Prüfungen abgeschlossen und für alle hoffentlich auch erfolgreich bestanden. Die Studienleistungen werden an der Heimatuniversität anerkannt und so können die internationalen Studierenden ohne Zeitverlust ihr Studium zu Hause ab Januar wieder aufnehmen.

Wade Foster, amerikanischer Student der Kettering University in Flint, Michigan, wird ab Januar 2007 bei General Motors ins Arbeitsleben einsteigen. Er hofft sehr, dass er auch beruflich immer wieder Deutschland besuchen kann. "Es ist schwer zu beschreiben, was genau es ist, was mir hier so gut gefallen hat. Die Menschen waren so offen und freundlich, die Deutschen sind easy-going people, oftmals freundlicher als die Amerikaner", erzählt der 23-jährige Wade. "So gab es keinerlei Probleme, Kontakte zu knüpfen, auch außerhalb der Hochschule. Ich komme wieder", verspricht er, "farewell and good-bye, auf Wiedersehen".

Im Rahmen des baden-württembergischen Austauschprogramms mit der amerikanischen Kettering University in Flint, Michigan, begann Baldur Veit im Jahr 1995, ein englischsprachiges Vorlesungsprogramm aufzubauen. Mit neun Studierenden der Kettering Uni ging es los, in diesem Wintersemester sind es rund 60 junge Leute. "Mit 14 Teilnehmern aus den USA sind die Amerikaner immer noch die größte Gruppe", resümiert Veit, "Mexiko und China sind jedoch fast ebenso zahlreich vertreten, besonders erfreulich ist aber auch die Teilnahme von Studierenden neuer Partneruniversitäten wie die südafrikanische Nelson Mandela Metropolitan University in Port Elizabeth". Größten Wert legt Baldur Veit allerdings darauf, dass die International Programs gewährleisten, dass Studierenden der Hochschule Reutlingen in einem one-to-one-Austausch an der jeweiligen Partnerhochschule ein Austauschsemester ermöglicht wird, ohne dass die teils beträchtlichen Studiengebühren für sie erhoben werden.


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