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Universität Flensburg: Neue Technologien systematisch gesehen

23.01.2007 - (idw) Universität Flensburg

Was muss ein Unternehmen tun, um am Markt bestehen zu können? Das Seminar "Technologie- Dynamik in Innovations-Systemen" in den Räumen der Stadtwerken Flensburg gab Beispiele. Veranstaltet wurde das Seminar am Mittwoch, 10. Januar, von Prof. Dr. Carsten Dreher, Lehrstuhl für Innovationsforschung und Innovationsmanagement, Universität Flensburg, der hochkarätige Referenten aus Wirtschaft und Wissenschaft für das Seminar gewinnen konnte. Die Märkte unserer Zeit werden immer kurzlebiger und dynamischer. Innovationen bei Produkten und Produktionstechnologien werden immer wichtigere Bausteine für Firmen zum Überleben und zum Wachsen. Wissenschaft und Wirtschaft sollten dabei gemeinsam den gesamten Innovationsprozess möglichst effektiv gestalten. Mit dem Seminar in den Räumen der Stadtwerke Flensburg wurde diese Zusammenarbeit weiter gefestigt. Prof. Dr. Carsten Dreher zeigte anhand von Modellen, wie eine florierende Wirtschaft von Innovationen und diese wiederum von neuen Technologien abhängig sind. Dr. Jan Hinrich Crasemann, Hauptabteilungsleiter bei den Stadtwerke Flensburg GmbH und Dr. Per Balslev, Danfoss, gaben Beispiele aus Ihren Unternehmen; Prof. Dr. Ulrich Buller, Mitglied des Vorstands der Fraunhofer Gesellschaft für angewandte Forschung München erklärte, wie ein Diskurs sich positiv auf die Ideenfülle einer Forschungseinrichtung auswirkt.

Dr. Per Balslev sprach in seinem Vortrag "Long-term Planning and Development of Technologies" zuerst über Träume. Sie stünden an erster Stelle, ohne sie gäbe es keinen Erfolg. Die Zukunft vorherzusagen sei zwar schwer, doch sollten Unternehmen immer neue Technologien im Auge behalten, um aus ihnen neue Produkte zu entwickeln. Doch Innovationen entstehen nicht nur aufgrund neuer Technologien, auch eine veränderte Gesetzeslage kann zu ihnen führen, wie Dr. Jan Hinrich Crasemann von den Stadtwerken Flensburg berichtete - Stichwort Liberalisierung des Strommarktes. Es gelte am Anfang Wissen zu sammeln, so Crasemann, denn nur so sei man in der Lage, die richtigen Schritte zu gehen. Der Strommarkt war in Skandinavien liberalisiert, bevor er es in der Bundesrepublik war; die Stadtwerke nutzten ihre Kontakte um sich dort vor Ort zu informieren. Außerdem sei die enge Zusammenarbeit mit den Hochschulen in der Region von Vorteil. Durch Diplom- beziehungsweise Masterarbeiten, die in Kooperation mit den Hochschulen angeboten werden, könne das Unternehmen Entwicklungen und Tendenzen besser erkennen, so Crasemann. Prof. Dr. Ulrich Buller von der Fraunhofer-Gesellschaft München, zeigte, wie sich durch einen diskursiv-angelegten Diskussionsprozeß eine Forschungseinrichtung auf gemeinsame Technikvisionen und deren Innovationspotentiae fokussieren lässt. Alte Pfade zu verlassen sei aber ein langer und schwieriger Weg, so Buller, mit Diskussion und Widerstand sei zu rechnen.

Die Syddansk Universitet in Sønderborg und die Stadtwerke Flensburg und die Universität Flensburg richteten gemeinsam die Professur für Innovationsmanagement ein, um die Deutsch-Dänische Grenzregion zu stärken und die Zusammenarbeit auszubauen. Die Forschungsaufgaben der Professur sind: die Analyse betrieblichen Innovationsverhaltens, die Entwicklung von Werkzeugen strategischer Innovations- und Technologieplanung sowie Ableitung von Handlungsempfehlungen für Unternehmen und Politik. Geplant ist, Studierenden, Managern und Interessierten jährlich ein Seminar zum Thema Innovation anzubieten.


Kontakt:
Prof. Dr. Carsten Dreher, Institut für Internationales Management, Telefon: 0049 461 805 2645, E-Mail: carsten.dreher@uni-flensburg.de; Syddansk Universitet - Mads Clausen Institutet, Sønderborg, Tel.: 0045 6550 1230, E-mail: dreher@mci.sdu.dk

Dr. Helge Möller, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Universität Flensburg, Tel.: 0461 - 14 44 916, E-mail: presse@uni-flensburg.de

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