Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMittwoch, 13. November 2019 

Symposium für Traditionelle Chinesische Medizin in der Hals-Nasen-Ohrenheilkunde am 24. Januar 2007 in Heidelberg

23.01.2007 - (idw) Universitätsklinikum Heidelberg

Neue Möglichkeiten bei Tinnitus, Schluckschmerz und chronischen Entzündungen / Sprechstunde in der HNO-Universitätsklinik Heidelberg Das bundesweit erste Symposium für Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) in der Hals-Nasen-Ohrenheilkunde findet am Mittwoch, dem 24. Januar, um 19 Uhr in der Kopfklinik des Universitätsklinikums Heidelberg statt. Das Symposium richtet sich an Ärzte, Therapeuten und Pflegekräfte sowie an Patienten. Es wird von der HNO-Universitätsklinik Heidelberg veranstaltet.

Seit September 2006 bietet die HNO-Klinik Heidelberg eine TCM-Sprechstunde in Kooperation mit der in Heidelberg ansässigen "Deutschen Gesellschaft für Traditionelle Chinesische Medizin" an. Die Behandlung wird dort nach dem sogenannten "Heidelberger Modell der Chinesischen Medizin" durchgeführt, das international zunehmend eine führende Rolle einnimmt. "Der besondere Ansatz besteht darin, die TCM zu entmystifizieren, um sie auf Augenhöhe mit der Schulmedizin der Erforschung mit wissenschaftlichen Methoden zugänglich zu machen", erklärt Professor Dr. Peter Plinkert, Ärztlicher Direktor der HNO-Universitätsklinik Heidelberg.

Integriertes Konzept west-östlicher Behandlung auf naturwissenschaftlicher Grundlage

"Die Anwendung der TCM in einem integrierten Konzept west-östlicher Behandlung auf naturwissenschaftlicher Grundlage ist besonders im Bereich der Hals-Nasen-Ohren Heilkunde erfolgversprechend", so Dr. Serkan Sertel, der als Oberarzt der Klinik die Sprechstunde in der Kopfklinik leitet. "Von der schrittweisen Integration der TCM erwarten wir neue Möglichkeiten bei Erkrankungen wie Tinnitus, Schluckschmerz und chronischen Entzündungen." Früher hätten viele Patienten längst notwendige Mandeloperationen zu lange herausgezögert, da sie die Tage nach der Operation als unangenehm gefürchtet hätten. Dies gehöre - mit Unterstützung der TCM - jetzt der Vergangenheit an.

Um die TCM qualifiziert zu erlernen, kann man in Heidelberg an einem Master Programm teilnehmen, das an der Universität Porto initiiert wurde. Dr. Henry Johannes Greten, Präsident der Deutschen Gesellschaft für TCM, lehrt dort die Verfahren der TCM als Professor für angewandte Neurophysiologie, ein Novum in Europa. "Für Patienten mit Erkrankungen wie Tinnitus ergeben sich durch die Kombination der beiden Medizinformen ganz neue Möglichkeiten", so Dr. Greten. Besonders die Heilpflanzentherapie liegt dem in Heidelberg praktizierenden Arzt am Herzen. "Gemeinsam entwickeln wir ein multimodales Behandlungskonzept, in dem spezielle Akupunkturformen, Heilpflanzen, chinesische Manualtherapie und Lasertherapie mit speziellen Übungssystemen kombiniert werden können."

Tagungsprogramm im Internet:
www.klinikum.uni-heidelberg.de/1-Symposium-fuer-TCM.104944.0.html

Anmeldungen bei Frau Petra Dumlao:
06221/ 56 6709 oder Fax 06221/ 56 4641

Weitere Information im Internet:
www.klinikum.uni-heidelberg.de/hno/tcm
www.dgtcm.de

Information zur Traditionellen Chinesischen Medizin

Über TCM

Viele Menschen suchen die Therapieverfahren der Chinesische Medizin, weil sie eine nebenwirkungsarme, sichere und umfassende ("ganzheitliche") Therapie anstreben. Tatsächlich kann die Chinesische Medizin in vielen Fällen Beschwerden lindern, auch wenn die etablierte westlich-naturwissenschaftliche Medizin ausgereizt ist. Darüber hinaus hat die Chinesische Medizin ein großes Potential der Prävention vieler Erkrankungen, der Verbesserung der emotionalen Lebensqualität und der individuellen körperlichen und geistigen Leistungsoptimierung. Die Chinesische Medizin etabliert sich in unserem Gesundheitssystem erst allmählich. In den letzten Jahren haben die Verfahren der Chinesischen Medizin in der Praxis an Bedeutung gewonnen. Die Behandlungsmethoden der Chinesische Medizin ruhen auf mehreren Säulen:

Die Chinesische Arzneibehandlung ("Pflanzenheilkunde") ist die wichtigste Methode der TCM. Im Wesentlichen erfolgt die Behandlung mit Pflanzen und Pflanzenbestandteilen, die in Form von Abkochungen (Dekokten) eingenommen werden. Die Pflanzen werden über deutsche Apotheken und Labors auf Schadstofffreiheit geprüft und von spezialisierten Ärzten verordnet. In Heidelberg wird intensiv an der Erforschung der Heilpflanzen geforscht.

Akupunktur ist ein Reflextherapieverfahren und bei uns das bekannteste Verfahren der TCM. Hierbei werden bestimmte Hautpunkte mit Akupunkturnadeln gereizt und lösen Heilreflexe aus. Die Akupunktur hat insgesamt ein niedriges Risiko von Nebenwirkungen. Es gilt als erwiesen, dass die Akupunktur bedeutend effektiver ist, wenn sie nach den klassischen Kriterien der TCM durchgeführt wird, was eine jahrelange Ausbildung voraussetzt. Eine Alternative zu der Akupunktur mit Nadeln stellt die Laserakupunktur dar, die vollkommen schmerzfrei und ohne Einstich durchgeführt wird. Dies stellt einen großen Vorteil bei der Behandlung von Patienten mit Abneigung vor Nadeln oder in der Kinderheilkunde dar.

Die Tuina (Chinesische Manuelle Therapie) ist die Behandlung mit den Händen. Es ist eine Erweiterung der Behandlung der Haut- und Reflexzonen des Körpers, wie sie in der Akupunktur angewendet wird. Dadurch können die Leitbahnen ("Energiebahnen") nach chinesischer Vorstellung befreit werden, so dass sie auch bei Störungen der inneren Organe einen wichtigen Therapiebestandteil darstellt.

Beim Qi Gong handelt es sich um konzentrative Atem- und Bewegungsübungen mit besonderer Wirkung auf das Nervensystem. Die Übungen führen zu einer Verbesserung von körperlichen und mentalen Funktionen und sind bei vielen Stresserkrankungen von besonderem Wert. Die Übungen sind teilweise bis zu 5000 Jahre alt, so dass man von außerordentlich bewährten Methoden sprechen kann. Eine besondere Form des Qi-Gong stellt das sogenannte Micro-Qi-Gong dar, mit dem man in wenigen Minuten täglich bereits messbare Verbesserungen von Körperfunktionen erzielen kann.

Die Psychotherapie der TCM (PTTCM) verbindet anerkannte westliche Psychotherapien, moderne Neurophysiologie und Jahrtausende alte chinesischer Erkenntnisse über Körper, Geist und Seele.

Bei Rückfragen von Journalisten:
Dr. Annette Tuffs
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Universitätsklinikums Heidelberg

und der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 672
69120 Heidelberg
Tel.: 06221 / 56 45 36
Fax: 06221 / 56 45 44
E-Mail: Annette_Tuffs@med.uni-heidelberg.de

Diese Pressemitteilung ist auch online verfügbar unter
http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/presse
Weitere Informationen: http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/1-Symposium-fuer-TCM.104944.0.html
uniprotokolle > Nachrichten > Symposium für Traditionelle Chinesische Medizin in der Hals-Nasen-Ohrenheilkunde am 24. Januar 2007 in Heidelberg
ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenDruckansicht

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/nachrichten/id/130977/">Symposium für Traditionelle Chinesische Medizin in der Hals-Nasen-Ohrenheilkunde am 24. Januar 2007 in Heidelberg </a>