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Uniratsvorsitzender Gäbler bei der Verabschiedung der früheren Universitätspräsidentin Wintermantel: "Lehre verbessern,

24.01.2007 - (idw) Universität des Saarlandes

Fünfeinhalb Jahre war Professor Dr. Margret Wintermantel Präsidentin der Universität des Saarlandes, bevor sie im März 2006 zur Präsidentin der Hochschulrektorenkonferenz gewählt wurde und dann noch ein halbes Jahr beide Präsidentschaften parallel wahrnahm. Heute (23.1.2006) wurde Wintermantel in der Aula des Saarbrücker Campus im Beisein zahlreicher Mitglieder der Universität wie Repräsentanten des öffentlichen Lebens als Präsidentin der Universität des Saarlandes feierlich verabschiedet.

Universitätspräsident Prof. Dr. Volker Linneweber, Wissenschaftsminister Jürgen Schreier und der AStA-Vorsitzende Bernd Weber würdigten das vielfältige Wirken von Wintermantel an der Saar-Universität, insbesondere das neue Selbstbewusstsein, das die Universität unter ihrer Leitung gewonnen habe, Erfolge wie die Ansiedlung des zweiten Max-Planck-Instituts für Informatik auf dem Campus, das Weiterkommen bei der Exzellenzinitiative, ihr Verhandlungsgeschick sowie ihre gewinnende und konstruktive Zusammenarbeit mit allen Teilen der Universität sowie mit den Partnern außerhalb der Universität.

Im Zentrum der Feierstunde stand der Vortrag des Universitätsratsvorsitzenden Prof. Dr. Dr. h.c. Gäbler: "Die Universität im Wandel. Herausforderungen und Chancen". Gäbler schilderte die Ära Wintermantel als Zeit eines tiefgreifenden Wandels im Hochschulwesen, der insgesamt auf eine Stärkung der Autonomie der Hochschulen zielte. Dies sei auch die Zielrichtung der saarländischen Hochschulgesetze von 1999 und 2004 gewesen, die zu grundlegenden Neuerungen wie Leistungsvereinbarung, Evaluation, starkes Präsidium und Einführung des Universitätsrats führten. Aufs Ganze gesehen habe sich die Reform bewährt: "Planungssicherheit hat die Lage beruhigt, und das Verhältnis zwischen Universität und Politik hat sich von beiden Seiten aus verbessert", so Gäbler.

Zu der positiven Entwicklung habe Präsidentin Wintermantel entscheidend beigetragen, wie der Universitätsratsvorsitzende weiter ausführte. Als Stärken der früheren Universitätspräsidentin hob er hervor: "Politisches Gespür für das Machbare, Sozialkompetenz, Begeisterungsfähigkeit und Blick für das Ganze der Universität".

Nach den erkennbaren Fortschritten bei der Neustrukturierung der Universität müsse nun wieder verstärkt die inhaltliche Arbeit einer stetigen Verbesserung von Forschung und Lehre ins Blickfeld rücken, mahnte Gäbler. Auf den Punkt gebracht: "Das Wie hat sich gebessert, aber das Was?"

Gäbler nannte drei zentrale Herausforderungen, denen sich die Universität jetzt stellen müsse: Lehre verbessern, Grundlagenforschung sichern und im Wettbewerb bestehen. Hinsichtlich der Lehre verwies er auf die Chance, sie im Rahmen des Bolognaprozesses (europaweite Umstellung auf das gestufte Bachelor/Master-System) entsprechend den traditionellen Werten universitärer Bildung und Ausbildung zu verbessern. Eigene Grundlagenforschung an der Universität (und nicht nur an starken außeruniversitären Forschungseinrichtungen wie den Max-Planck-Instituten) bezeichnete er als unabdingbare Voraussetzung guter Master- und Doktorandenprogramme. Schwerpunktsetzungen schließlich seien notwendig, um im Wettbewerb zu bestehen. "Die Universität des Saarlandes erfüllt die Voraussetzungen, um im Wettbewerb bestehen zu können", lautete das Fazit des Universitätsratsvorsitzenden.

Wintermantel, die zum Abschied auch ein Gemälde von Karl-Otto Jung, dem früheren Professor für Kunsterziehung der Saar-Universität, erhielt, hob in ihrer Ansprache auf die Bedeutung auch des sozialen Umfelds individuellen Wirkens ab und bedankte sich insbesondere für das Vertrauen, die Aufrichtigkeit, die Verantwortungsbereitschaft und die Freundschaft, die sie in und außerhalb der Universität vielfach erfahren habe.


Musikalisch umrahmt wurde die Abschiedsfeier vom Universitätsorchester unter der Leitung von Universitätsmusikdirektor Helmut Freitag, der bei der Veranstaltung von Universitätspräsident Linneweber zum Honorarprofessor im Fach Musikwissenschaft bestellt wurde.

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