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Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie bezieht offiziell neue Räume in der Pettenkoferstraße

25.01.2007 - (idw) Klinikum der Universität München

Ordinarius Prof. Dr. med. Gerd Schulte-Körne ist ein international anerkannter Experte für Lese- und Rechtschreibstörungen (Dyslexie)
Nach fast neunjähriger Vakanz ist seit August 2006 der Lehrstuhl für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie wieder besetzt. Neuer Lehrstuhlinhaber ist Prof. Dr. Gerd Schulte-Körne, der zuletzt an der Uniklinik Marburg tätig war. Prof. Dr. Schulte-Körnes wissenschaftliche Spezialgebiete sind die Erforschung der kognitiven, der visuellen und der akustischen Informationsverarbeitung bei Lese- und Rechtschreibschwäche. 23 Millionen EU-Bürger leiden an dieser Entwicklungsstörung. Viele Betroffene brechen vorzeitig die Schule ab, auch ihr beruflicher und sozialer Erfolg wird stark beeinflusst. Die noch weitgehend unbekannten Ursachen sollen in einem europaweiten Projekt mit dem Titel "Neurodys - Dyslexia genes and neurobiological pathways" untersucht werden. Koordinator des mit drei Millionen Euro unterstützen Forschungsvorhabens, in dem 15 internationale Partner zusammenarbeiten, ist Prof. Dr. Schulte-Körne. Seine Arbeiten ergänzen die bereits bestehenden Schwerpunkte an der Klinik, wie kognitive Informationsverarbeitung im Migrantenmilieu und familiäre Beziehungsmuster bei Kindern und Jugendlichen mit psychischen Störungen.

An der Einweihung der neuen Räumlichkeiten der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie

am 29. Januar 2007 um 16 Uhr in der Pettenkoferstraße 8a

werden der Staatsminister Dr. Thomas Goppel, der Rektor der Universität Professor Dr. Bernd Huber, der Ärztliche Direktor des Klinikums Professor Dr. Dr. h.c. Klaus Peter, der Kaufmännische Direktor Günter Auburger, der Dekan der Medizinischen Fakultät Professor Dr. Dietrich Reinhardt teilnehmen.

Mit der Einweihung ist die Neuorganisation der Klinik verbunden. An drei Orten finden künftig die organisatorische und theoretische, die patientenbezogene und schließlich die wissenschaftlich-forscherische Tätigkeiten der drei leitenden Mediziner der Klinik statt. In der Pettenkoferstraße 8a, deren Räumlichkeiten nach längeren Umbauten nun eingeweiht werden, befinden sich neben der Direktion die Privatambulanz, die Labor-, Forschungs- und Lehrräume. In Zukunft ist neben der ambulanten Versorgung auch eine stationäre Versorgung kinder- und jugendpsychiatrischer Patienten vorgesehen.

Die Privatambulanz bietet vor allem Therapie bei Beeinträchtigung der Aufmerksamkeit, bei Hyperaktivität, bei depressiven Störungen, Ängsten, Schlaf- und Essstörungen. Schwerpunkt der Forschung in der Pettenkoferstraße sind Projekte zur Lese- und Rechtschreibstörung.

Die Allgemeine Ambulanz, geleitet von Prof. Dr. Reiner Frank, in der Lindwurmstr. 2a, ist Anlaufstelle für alle jungen Patienten mit Störungen aus dem gesamten Spektrum der Kinder- und Jugendpsychiatrie, wie Entwicklungsverzögerungen, emotionale Probleme, Störungen des Sozialverhaltens und hyperkinetische Syndrome. Vorrang haben komplexe Problemkonstellationen, die einen multidisziplinären Ansatz erfordern.

Die Abteilung für Entwicklungsfragen in der Waltherstraße 23, von Prof. Dr. Waldemar v. Suchodoletz, geleitet, beschäftigt sich vornehmlich mit Sprachentwicklungsstörungen. Ziel der Untersuchungen ist es, Ursachen von Sprachentwicklungsauffälligkeiten aufzudecken, verlässliche Methoden zur Früherkennung zu erarbeiten und Behandlungsverfahren hinsichtlich ihrer Effektivität zu überprüfen.

Ansprechpartner:
Prof. Dr. med. Gerd Schulte-Körne
Pettenkoferstr. 8a, 80336 München
Telefon 089/5160-5901, Fax: -5902

Prof. Dr. med. Reiner Frank
Lindwurmstr. 2a, 80337 München
Tel.efon 089/5160-5931, Fax: -5932

Prof. Dr. med. Waldemar von Suchodoletz
Waltherstr. 23, 80337 München
Telefon 089-45229030, Fax: 089-5160-5942

Klinikum der Universität München
Im Klinikum der Universität München (LMU) werden an den Standorten Großhadern und Innenstadt jährlich rund 83.000 Patienten stationär und 371.000 Patienten ambulant behandelt. Die 44 Fachkliniken, Institute und Abteilungen verfügen über 2.400 Betten. Von insgesamt 9000 Beschäftigten sind rund 1800 Mediziner. Forschung und Lehre ermöglichen eine Patientenversorgung auf höchstem medizinischem Niveau. Das Klinikum der Universität München zählt zu den größten Gesundheitseinrichtungen in Deutschland und hat im Jahr 2005 mehr als 55 Millionen Euro an Drittmitteln eingeworben. Das Klinikum der Universität München ist seit Juni 2006 Anstalt des öffentlichen Rechts.

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.klinikum.uni-muenchen.de

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