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Kompetenzzentrum Virtual Reality nutzt einzigartige audiovisuelle Projektionseinrichtung

26.01.2007 - (idw) Technische Universität Ilmenau

Das im Mai 2006 gegründete Kompetenzzentrum Virtual Reality der TU Ilmenau nimmt als wichtigste technische Ausstattung eine flexible audiovisuelle 3-Seiten-CAVE (Cave Automatic Virtual Environment) in Betrieb. Weltweit wird damit erstmalig eine Kopplung von Stereoprojektion und räumlicher Klangfeldwiedergabe für technische Zwecke realisiert. Dies erlaubt eine realitätsnahe Darstellung dreidimensionaler Objekte in Verbindung mit den von ihnen ausgehenden Geräuschen im virtuellen Raum. Das hierfür notwendige IOSONO-Soundsystem wurde im Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnik Ilmenau entwickelt. Es nutzt die Wellenfeldsynthese zur Erzeugung eines realitätsnahen Höreindrucks im gesamten Wiedergaberaum, wofür 208 einzeln ansteuerbare Lautsprecher installiert sind.

Zwei der drei großformatigen Projektionsflächen sind schwenkbar und erlauben so unterschiedliche Anordnungen für die Projektion. Die geöffnete CAVE ist 8,40m lang und 2,10m hoch und ermöglicht die räumliche Darstellung kompletter Maschinen oder Fahrzeuge im Maßstab 1:1. Ebenso sind Nanostrukturen in nahezu beliebiger Vergrößerung visualisierbar.

Die eingesetzte VR-Software Virtual Design 2 ermöglicht dem Produktentwickler, sich immersiv in der VR-Szene zu bewegen und diese in Echtzeit zu manipulieren. Funktion, Gestalt und akustische Eigenschaften von Produkten lassen sich damit leicht und schnell bereits im Entwurfsstadium erfassen und erproben. Die interdisziplinäre Kommunikation wird durch die hohe Anschaulichkeit insbesondere bei der Darstellung komplexer Strukturen besonders effektiv.

Mit der Inbetriebnahme der flexiblen audiovisuellen Projektionseinrichtung steht für Forschung und Ausbildung an der TU Ilmenau sowie für die Zusammenarbeit mit Industriepartnern eine neue technologische Basis zur Verfügung. Sie bietet insbesondere für folgende Arbeitsfelder erweiterte Möglichkeiten:
·Produkt- und Prozesssimulation in frühen Entwurfsphasen
·Interdisziplinäre Designreviews unter Einbeziehung der Akustik
·Soundanalyse und Sounddesign
·Optimieren von Mensch-Maschine-Interaktionen und Usability-Tests

Die Anwendungsgebiete des neuen Systems reichen vom Maschinenbau und der Fahrzeugtechnik über die Fertigungs- und Werkstofftechnik bis zur Nanotechnologie und Medizin.

Fachgebiete im Kompetenzzentrum Virtual Reality: Konstruktionstechnik (Prof. Günter Höhne, Fakultät für Maschinenbau); Fahrzeugtechnik (Prof. Klaus Augsburg, Fakultät für Maschinenbau); Medienproduktion (Prof. Heidi Krömker, Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik); Grafische Datenverarbeitung (Prof. Beat Brüderlin, Fakultät für Informatik und Automatisierung).

Einweihung der CAVE:
Mittwoch, 7. Februar 2007, TU Ilmenau, Ernst-Abbe-Zentrum, Raum 1341/1342, Ehrenbergstraße 29.

Tag der offenen Tür:
Für Interessenten führt das Kompetenzzentrum Virtual Reality am Donnerstag, dem 8. Februar 2007, einen Tag der offenen Tür mit Präsentationen in der CAVE durch. Beginn der stündlichen Vorführungen: 9:00 Uhr im Ernst-Abbé-Zentrum, Ehrenbergstr. 29.

Kontakt/Information:
TU Ilmenau,
Universitätsrechenzentrum,
Dipl.-Math. Günter Springer, Tel.: 03677 69 2642,
e-mail: UniRZ@tu-ilmenau.de

Fakultät für Maschinenbau
FG Konstruktionstechnik
Prof. Dr.-Ing. habil. Günter Höhne, Tel.:03677 69 2473,
e-mail:guenter.hoehne@tu-ilmenau.de

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