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30 Jahre Sprach- und Literaturwissenschaften

26.01.2007 - (idw) Otto-Friedrich-Universität Bamberg

Die philologische Fakultät der Universität Bamberg feierte einen runden Geburtstag - und gleichzeitig die bevorstehende Vermählung. Was als Jubiläum geplant war, wurde gleich viel mehr: Anlässlich ihres 30jährigen Bestehens lud die Fakultät Sprach- und Literaturwissenschaften am 24. Januar zu einer Geburtstagsfeier - und konnte bei dieser Gelegenheit auch gleich die Vermählung ankündigen:

Aller Voraussicht nach wird sie bereits zum nächsten Wintersemester mit der Fakultät Geschichts- und Geowissenschaft zu einer großen geistes- und kulturwissenschaftlichen Fakultät fusionieren. Doch auch angesichts dieser zukünftigen Herausforderungen geriet der eigentliche Anlass nicht aus dem Blick. Im Gegenteil: Die Selbstverortung sei notwendige Voraussetzung für weitere Entwicklungen, so Gründungsdekan Prof. Dr. Rolf Bergmann in seiner Eröffnungsrede. Unter seiner Federführung wurde die als Fachbereich Philologie gegründete Fakultät auf- und ausgebaut. Heute präsentiert sie ein ansehnliches Fächerspektrum im Bereich europäischer Philologien: Klassische Philologie, Germanistik, Anglistik, Romanistik, Orientalistik, Slavistik und Kommunikationswissenschaft.

Was heute aussieht "wie von einem Gründungsbeirat entworfen", verdanke sich einer eher zufälligen Entwicklung vor dem Hintergrund komplexer Gründungsbedingungen, erklärte Bergmann, der sich noch gut an den politischen Widerwillen gegen die Wiedergründung der 1803 aufgehobenen Universität erinnert. Die Universität Bamberg habe alles daran gesetzt, die damals sehr restriktiv festgeschriebenen Studiengänge Theologie, Lehrerbildung und Sozialwissenschaften zu überwinden. "Ich bin fest davon überzeugt, dass es die ganze Universität Bamberg heute gar nicht mehr gäbe, wenn nicht so viel eigenes Profil, soviel Fächerdiversifizierung und damit auch so viel nationales und internationales Ansehen erreicht worden wären." Bergmanns Geburtstagsgeschenk an die Universität, eine Festschrift, zeugt von den guten Traditionen, einem deutlichen Profil und einer anerkannten Stellung der 30jährigen Jubilarin in der wissenschaftlichen Welt.

Dekan Prof. Dr. Christoph Houswitschka nutzte die feierliche Stimmung des gemeinsamen Zurückblickens abschließend für einen realistischen Blick in die Zukunft, auf die geplante geistes- und kulturwissenschaftlichen Großfakultät. Mit Schwung und gutem Willen allein könne man eine solche Zusammenlegung nicht bewerkstelligen. "Auf Wunder kann man hoffen, aber gewöhnlich muss man nachhelfen." Wie die konkrete "Nachhilfe" aussehen müsste, weiß Houswitschka, der seit fünf Jahren an der Fakultät den Lehrstuhl für Englische Literaturwissenschaft innehat, gut: ein schlagkräftiges Management an der zukünftig größten Fakultät gehört für ihn ebenso dazu wie eine gezielte Beseitigung der strukturellen Defizite im Mittelbau. "Ich sehe dies als eine notwendige Entwicklung, deren erster Schritt die Zusammenlegung der Fakultäten ist."

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