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Viel Leistung für wenig Geld: RUB-Medizin ist Spitze in NRW

30.01.2007 - (idw) Ruhr-Universität Bochum

Forschungsstärke in großen Bereichen der Vorklinik und der klinisch-theoretischen Fächern bescheinigt das im Dezember 2006 erschienene Gutachten "Hochschulmedizin in Nordrhein-Westfalen" der Medizinischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum. Demnach erbringt sie viel Leistung für wenig Geld. Sie ist besonders effektiv, sogar Spitze beim Vergleich der eingeworbenen Drittmittel mit den eingesetzten Haushaltsmitteln, und sie steht auch an erster Stelle beim Vergleich der so genannten Impactfaktoren zu den eingesetzten Haushaltsmitteln. Bochum, 30.01.2007
Nr. 43

Viel Leistung für wenig Geld
Bochumer Medizin ist Spitze in NRW
Gutachten lobt Arbeit der RUB-Fakultät

Forschungsstärke in großen Bereichen der Vorklinik und der klinisch-theoretischen Fächern bescheinigt das im Dezember 2006 erschienene Gutachten "Hochschulmedizin in Nordrhein-Westfalen" der Medizinischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum. Demnach erbringt sie viel Leistung für wenig Geld. Sie ist besonders effektiv, sogar Spitze beim Vergleich der eingeworbenen Drittmittel mit den eingesetzten Haushaltsmitteln, und sie steht auch an erster Stelle beim Vergleich der so genannten Impactfaktoren (Zahl von internationalen wissenschaftlichen Publikationen und ihre Zitierung durch andere Wissenschaftler) zu den eingesetzten Haushaltsmitteln (siehe beigefügte Graphiken).

Expertenkommission

Das NRW-Innovationsministerium hatte eine Expertenkommission unter Vorsitz von Prof. Johannes Dichgans (Tübingen) beauftragt, die Medizinischen Fakultäten in NRW umfassend zu analysieren und zu bewerten. Ihr Gutachten ist im Dezember 2006 erschienen. Die Kommission hat zahlreiche Empfehlungen ausgesprochen, wie die Medizinischen Fakultäten ihr Profil schärfen, ihre Forschungsstärken weiter ausbauen und ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit sichern können. Siehe http://www.innovation.nrw.de/Hochschulen_in_NRW/Medizin/index.html

Wo der Vergleich hinkt

Die Kommission bescheinigt zwar der Medizinischen Fakultät der RUB Forschungsstärke in großen Bereichen von Vorklinik und klinisch-theoretischen Fächer; sie weist aber auch auf Schwächen in der klinischen Forschung hin. Ein Teil dieser Schwächen geht aber auf methodische Mängel des Gutachtens selbst zurück: Es unterschlägt viele Drittmittelprojekte der Universitätskliniken, weil es die Besonderheiten des Bochumer Modells verkennt. Zugleich erweckt das Gutachten den Eindruck, wichtige klinische Fächer wären in Bochum nicht vertreten, da die pro Professor eingeworbenen Drittmittel nur für Professuren angegeben werden, die aus Landesmitteln finanziert werden. In Zeiten zunehmender Privatisierung von Universitätskliniken erscheint es abwegig, die in Bochum gelungene Fremdfinanzierung von Professuren im Leistungsvergleich zu ignorieren. Die im Gutachten eingeräumten Probleme bei der Zuordnung der Budgets für Forschung und Lehre zu einzelnen Abteilungen erschwert die Interpretation zusätzlich. Relativ gut zu vergleichen sind die Forschungsleistungen der Gesamtfakultäten, allerdings darf dabei nicht vergessen werden, dass die Bochumer Medizinische Fakultät nur ein Drittel der Landesmittel der Düsseldorfer oder Münsteraner Hochschulmedizin erhält. Bezieht man die Leistungen auf den so genannten "Landeszuführungsbetrag", so ist die Medizinische Fakultät einschließlich der klinischen Forschung in Bochum sowohl bei den Veröffentlichungen als auch den eingeworbenen Drittmitteln Spitzenreiter unter den NRW-Fakultäten (Abbildung).

Kooperation ist Bochumer Stärke

Ebenso wie der Erfolg der Ruhr-Universität bei der bundesweiten Exzellenzinitiative kommt dieses gute Ergebnis der Bochumer Medizin für Insider nicht überraschend. "Die enge interdisziplinäre Zusammenarbeit mit den anderen Fakultäten der Ruhr-Universität und außeruniversitären Forschungseinrichtungen wie dem Max-Planck-Institut für Physiologie in Dortmund macht sich jetzt bezahlt", sagt der Dekan der Medizinischen Fakultät, Prof. Dr. Gert Muhr. "Das auf Empfehlung des Wissenschaftsrates eingerichtete Zentrum für Klinische Forschung dient zunehmend als Kristallisationspunkt zur Verzahnung der Forschung von Vorklinik, theoretischer und klinischer Medizin."

Ja zur Zusammenarbeit mit dem Essener Klinikum

Die Bochumer Medizinische Fakultät begrüßt einhellig die im Gutachten empfohlene engere Zusammenarbeit mit dem Universitätsklinikum Essen. "Um die Spitzenforschung im klinischen Bereich weiter zu verbessern, müssen die Forschungsmittel stärker fokussiert und leistungsorientiert vergeben werden, wobei eine strikte Trennung zwischen Aufwendungen für die Patientenversorgung, Lehre und Forschung zu gewährleisten ist", so Prof. Muhr.


Weitere Informationen

Prof. Dr. Gert Muhr, Dekan der Medizinischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum, Tel. 0234/32-24960 oder im Bergmannsheil Bochum: 0234/302-6501, muhr@bergmannsheil.de

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