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1. Platz beim Wettbewerb futureSAX für Dr. Johannes Raff vom Forschungszentrum Dresden-Rossendorf

31.01.2007 - (idw) Forschungszentrum Dresden-Rossendorf

Der Dresdner Mikrobiologe Dr. Johannes Raff vom Forschungszentrum Dresden-Rossendorf (FZD) erreicht in der ersten Runde des futureSAX-Wettbewerbs mit seiner Geschäftsidee BIOREM den ersten Platz in der Kategorie Bio-/Nanotechnologie. Das Unternehmen BIOREM will intelligente Filtersysteme zur wirtschaftlicheren Wasseraufbereitung, Abwasserbehandlung und zur Erschließung neuer Rohstoffquellen herstellen. Das Geschäftsmodell von Dr. Johannes Raff ist erfolgversprechend, so die Jury des sachsenweiten Businessplan-Wettbewerbs futureSAX bei der Verleihung des Preises am 30. Januar im Starlight in Chemnitz. Zur Filterung sollen perfekte Vorbilder aus der Natur genutzt werden - Bakterien. So gibt es zum Beispiel auf Uranabfallhalden Bakterien, die eine spezielle Hüllschicht besitzen. Diese Schicht besteht aus Nanostrukturen, so genannten Hüllproteinen, und sie dient dazu, giftige Metalle am Eindringen in die Zelle zu hindern, für das Überleben des Bakteriums wichtige Substanzen jedoch passieren zu lassen.

Dr. Johannes Raff vom Institut für Radiochemie des FZD baut diese Intelligenz in die BIOREM-Filter ein, indem er aus Hüllproteinen und mit konventionellen Immobilisierungsverfahren neuartige Bioverbundmaterialien herstellt oder herkömmliche Filtermaterialien durch Beschichtung mit Hüllproteinen funktionalisiert. Im Ergebnis erhält er Filter, die nur die Metalle aus dem Wasser holen, die entfernt oder gewonnen werden sollen, und das selbst bei niedrigsten Konzentrationen. Durch die Verwendung unterschiedlicher Proteine können Filtermaterialien für verschiedene Metalle hergestellt und derartig miteinander kombiniert werden, dass schließlich eine individuelle Wasserbehandlung möglich wird.

Die BIOREM-Geschäftsidee ist als Ausgründung aus dem Forschungszentrum Dresden-Rossendorf geplant und soll in Dresden erfolgen. Im BIOREM-Team werden sich für die Phase II des Businessplanwettbewerbs vereinen das ursprüngliche Entwicklungsteam aus Mitarbeitern des Instituts für Werkstoffwissenschaft der Technischen Universität Dresden, der Fachsektion Funktionelle Schichten der Gesellschaft zur Förderung von Medizin-, Bio- und Umwelttechnologien e.V. (GMBU, Dresden) und des Forschungszentrums Dresden-Rossendorf.

FutureSAX ist ein von Sachsens Staatsregierung ins Leben gerufener Businessplan-Wettbewerb, in dem nicht nur neue Geschäftsideen gefördert werden sollen, sondern es Existenzgründern und jungen Unternehmern ermöglicht wird, bestehende Netzwerke aus erfahrenen Unternehmern und Finanzierungspartnern zu nutzen und neue aufzubauen (http://www.futuresax.de). Die beste Idee unter den 71 eingereichten Vorschlägen wurde in der ersten Runde am 30. Januar in Chemnitz in den folgenden vier Bereichen prämiert:
o Informations- und Kommunikationstechnologien
o Service
o Technologiesektor
o Bio-/Nanotechnologie

Weitere Informationen:
Dr. Johannes Raff
Institut für Radiochemie, Forschungszentrum Dresden-Rossendorf (FZD)
Tel.: 0351 260 - 2951
j.raff@fzd.de

Pressekontakt:
Dr. Christine Bohnet
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Forschungszentrum Dresden-Rossendorf (FZD)
Bautzner Landstr. 128, 01328 Dresden
Tel.: 0351 260 - 2450 oder 0160 969 288 56
Fax: 0351 260 - 2700
c.bohnet@fzd.de

Information:
Das FZD erbringt wesentliche Beiträge der Grundlagenforschung sowie der anwendungsorientierten Forschung und Entwicklung zu folgenden Fragestellungen:
o Wie verhält sich Materie unter dem Einfluss hoher Felder und in winzigen Dimensionen?
o Wie können Tumor- und Stoffwechselerkrankungen frühzeitig erkannt und wirksam behandelt werden?
o Wie schützt man Mensch und Umwelt vor technischen Risiken?
Dazu werden 6 Großgeräte eingesetzt, die europaweit unikale Untersuchungsmöglichkeiten auch für auswärtige Nutzer bieten.

Das FZD ist mit ca. 650 Mitarbeitern das größte Institut der Leibniz-Gemeinschaft (www.wgl.de) und verfügt über ein jährliches Budget von rund 54 Mill. Euro. Hinzu kommen etwa 7 Mill. Euro aus nationalen und europäischen Förderprojekten sowie aus Verträgen mit der Industrie. Zur Leibniz-Gemeinschaft gehören 84 außeruniversitäre Forschungsinstitute und Serviceeinrichtungen für die Forschung. Leibniz-Institute arbeiten interdisziplinär und verbinden Grundlagenforschung mit Anwendungsnähe. Jedes Leibniz-Institut hat eine Aufgabe von gesamtstaatlicher Bedeutung, weshalb sie von Bund und Länder gemeinsam gefördert werden. Die Leibniz-Institute verfügen über ein Gesamtbudget von gut 1 Milliarde Euro und beschäftigen rund 13.000 Mitarbeiter.

Weitere Informationen: http://www.fzd.de
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