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HRK sieht Umsetzung des Hochschulpaktes in den Ländern mit großer Sorge

14.02.2007 - (idw) Hochschulrektorenkonferenz (HRK)

"Von einem erfolgreichen Hochschulpakt 2020 sind wir noch weit entfernt. Ich sehe nach wie vor die Gefahr, dass wir die Chance starker Studierendenjahrgänge nicht werden nutzen können." Dies erklärte die Präsidentin der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), Professor Dr. Margret Wintermantel, am Mittwoch (14. Februar) vor der Presse in Berlin. Am Vortag hatte sich der neu konstituierte HRK-Senat über die Situation in den verschiedenen Bundesländern ausgetauscht.

"Die Vereinbarung zwischen Bund und Ländern vom 13. Dezember 2006 blieb schon weit hinter dem Notwendigen zurück. Die Entwicklungen aber, die sich in den Ländern abzeichnen, lassen einen Erfolg in noch weitere Ferne rücken", berichtete Wintermantel anschließend.

"Wir erleben sehr unterschiedliche Vorgehensweisen in den Ländern, die von Durchwursteln bis hin zu Masterplänen reichen. Leider zeichnet sich ab, dass viele Länder die Bundesmittel de facto nicht gegenfinanzieren und die ohnehin geringen Kostenansätze pro Studienplatz noch weiter drücken. Die Mehrbelastungen durch die Bologna-Reform werden überhaupt nicht abgedeckt. Das führt dazu, dass der Hochschulpakt für viele Hochschulen zu einem Minusgeschäft wird", erklärte die HRK-Präsidentin. "Im Detail werden die Verfahren so ausgestaltet, dass den Hochschulen eine vorausschauende und qualitätsbewusste Strategie fast unmöglich gemacht wird. Die HRK wird ein systematisches Monitoring der Umsetzung in den Ländern aufbauen und sehr deutlich machen, wo die Länder ihrem eigenen Anspruch einer zukunftsweisenden Hochschulpolitik nicht gerecht werden."

Die HRK hatte die Einigung des Bundes und der Länder vom Dezember als ersten, aber unzureichenden Schritt in die richtige Richtung bezeichnet. Sie kritisierte zu geringe Kostenansätze pro Studienplatz, die Vernachlässigung der baulichen Investitionen, die Vernachlässigung der Mehrbedarfe durch die Bologna-Reform, sowohl für vorhandene als auch für neu zu schaffende Studienplätze, und schließlich die zu kurze Dauer bis 2010, die den Hochschulen nicht die nötige Planungssicherheit gibt.

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