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Hochschulen wollen Perspektiven der Prozessakkreditierung weiter ausloten

14.02.2007 - (idw) Hochschulrektorenkonferenz (HRK)

"Die Prozessakkreditierung kann die Qualitätssicherung an den Hochschulen entscheidend unterstützen", erklärte die Präsidentin der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), Professor Dr. Margret Wintermantel, heute, einen Tag nach der Sitzung des HRK-Senats, in Berlin. "Der Senat hat deshalb empfohlen, dieses Verfahren weiter zu prüfen. Nachdem vier Hochschulen im Rahmen eines Projekts die Prozessakkreditierung erprobt haben, soll nun eine zweite Projektphase folgen. Dies ist ein richtiger Schritt auf dem Weg zu einer Weiterentwicklung des Akkreditierungssystems in Deutschland."

Bei der Prozessakkreditierung handelt es sich um die Möglichkeit, statt jedes einzelnen Studiengangs die Prozesse bei der Entwicklung und Durchführung von Studiengängen zertifizieren zu lassen. Diese Art der Qualitätssicherung kann dann über Studium und Lehre hinaus auf alle Bereiche der Hochschule ausgeweitet werden und ermöglicht dadurch eine selbstverantwortete Steuerung. So kann die Hochschule neuen Anforderungen, z.B. der Rechenschaftslegung nach außen und der individuellen Profilbildung, besser gerecht werden.

"Die Akkreditierung nachgewiesener Qualität von Prozessen innerhalb der Hochschule verlagert die Verantwortung für ihre Qualität in die Hochschule hinein und macht sie zur Sache aller Hochschulangehörigen," so die HRK-Präsidentin weiter. "Es entspricht den "Standards and Guidelines for Quality Assurance in the European Higher Education Area", die die europäischen Bildungsministerinnen und -minister auf ihrer Konferenz in Bergen 2005 angenommen haben, dass Qualitätsmanagement als autonome Aufgabe der Hochschule begriffen wird".

Das Verfahren der Prozessakkreditierung ist von vier Hochschulen gemeinsam mit der Akkreditierungsagentur ACQUIN und dem Projekt Q der HRK in einem Pilotprojekt entwickelt und erprobt worden. In seiner Empfehlung weist der Senat der HRK darauf hin, dass es für die erforderliche Präzisierung der Eckpunkte des Verfahrens und die nachdrückliche Weiterentwicklung der Qualitätssicherungssysteme der Hochschulen einer zweiten Projektphase mit einem erweiterten Teilnehmerkreis an Hochschulen und Agenturen bedarf.

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