Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMontag, 16. Dezember 2019 

Neue Struktur für die Tanzszene: interdisziplinär und institutionenübergreifend - Wissenschaftsstadt Dresden - Aktuelles

15.02.2007 - (idw) Netzwerk "Dresden - Stadt der Wissenschaften"

Ein Produktions- und Forschungsraum für den zeitgenössischen Tanz entwickelt sich zurzeit in Dresden, wo sich das Ballett der Semperoper, das Europäische Zentrum für Künste Hellerau und die Palucca-Tanzhochschule zum Tanzplan Dresden zusammengeschlossen haben. Das Projekt möchte neben einem professionellen Fortbildungsangebot für Tänzer experimentelle Produktionen entstehen lassen. Die Dresdner Tanz- und Kulturszene soll verstärkt und interdisziplinär vernetzt werden.

Zu den aktuellen Initiativen des Kooperationsprojekts gehört der ImproWinter vom 12. bis 17. Februar 2007, eine Fortbildungsveranstaltung, in deren Rahmen Workshops für Tänzer und Künstler anderer Genres angeboten werden. "Es ist heute sehr wichtig, dass die Ausbildung im Tanz breit angelegt ist und andere Künste einbezogen werden", erklärt Sabine Stenzel von Tanzplan Dresden, "deswegen arbeiten wir interdisziplinär. Die Künstler lernen Tanz aus verschiedenen Perspektiven zu erfassen: der des Musikers, des Filmregisseurs oder des Kameramanns". Im Kurs "Physical Cinema" beispielsweise stehen die Tänzer nicht nur vor, sondern auch hinter der Kamera, um die Beziehung zwischen Kunst und Medium auszuloten. Der Workshop "Body & Architecture" wiederum untersucht die Schnittstelle zwischen Körper, Tanz und Architektur. Hierbei probieren die Tänzer, den Raum mit ihrem Körper neu zu erschließen, auf ihn einzuwirken und ihn zu verändern.

Neben den Fortbildungsveranstaltungen werden von Tanzplan Dresden jährlich zwei Produktionen inszeniert, die zunächst in Dresden und anschließend auf Tourneen in weiteren deutschen und europäischen Städten aufgeführt werden. Gefördert wird das Projekt von Tanzplan Deutschland, einer Initiative der Kulturstiftung des Bundes. Der Tanzplan Deutschland will die strukturellen Rahmenbedingungen für den Tanz stärken und neue Wege zur kulturpolitischen Durchsetzung künstlerischer Ideen beschreiten. Dabei schließen sich in verschiedenen Städten Deutschlands Kulturpolitiker und Tanzschaffende zusammen, um Kooperationsprojekte im Tanz zu entwickeln. Das Finanzierungsmodell sieht vor, dass die lokalen Partner eine Summe bereitstellen, welche von der Kulturstiftung dann verdoppelt wird.

Kontakt:
Sabine Stenzel
Tanzplan Dresden
c/o Palucca Schule Dresden - Hochschule für Tanz
Basteiplatz 4
01277 Dresden
Tel: 0351 - 25906 58
E-Mail: stenzel@tanzplan-dresden.de

Information zum Netzwerk "Dresden - Stadt der Wissenschaften":
Als vielfältigste Wissensregion im Osten Deutschlands verfügt Dresden über eine Infrastruktur von zehn Hochschulen, drei Max-Planck-, vier Leibniz- und elf Fraunhofer-Instituten. Hinzu kommen zahlreiche Transfereinrichtungen, Netzwerke, Kompetenzzentren sowie forschende Unternehmen. Mit der Reihe "Aktuelles aus der Forschung" möchte das Netzwerk "Dresden - Stadt der Wissenschaften" herausragende Projekte aus den Dresdner Wissenschaftseinrichtungen vorstellen und Ansprechpartner für die weitere Recherche bieten.
Weitere Informationen: http://www.dresden-wissenschaft.de
uniprotokolle > Nachrichten > Neue Struktur für die Tanzszene: interdisziplinär und institutionenübergreifend - Wissenschaftsstadt Dresden - Aktuelles
ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenDruckansicht

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/nachrichten/id/132218/">Neue Struktur für die Tanzszene: interdisziplinär und institutionenübergreifend - Wissenschaftsstadt Dresden - Aktuelles </a>