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Fraunhofer IESE führt europäisches Lebensassistenz-Konsortium an

19.02.2007 - (idw) Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE

Das Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE sucht im Rahmen des durch die Europäische Union geförderten Projektes Emergency Monitoring and Prevention (EMERGE) gemeinsam mit weiteren europäischen Partnern nach Ansätzen und Lösungen, die das selbstbestimmte Wohnen älterer Menschen im eigenen Heim verlängern können. Das Projekt wurde am 1. Februar 2007 gestartet und wird sich über 33 Monate erstrecken. Das Fraunhofer IESE ist der hauptverantwortliche Koordinator von EMERGE und bringt als Institut der angewandten Forschung seine Kompetenzen im Bereich des unterstützten Wohnens im Alter aus anderen Projekten der Software- und Systementwicklung ein. Das Assisted-Living-Labor des Instituts spielt als realistische Testumgebung eine maßgebliche Rolle bei Test und Integration prototypischer Lösungen. Weiterhin sind Feldtests in Pflegeheimen und betreuten Wohneinrichtungen in Deutschland und Griechenland vorgesehen, um Erfahrungen in der Praxis zu sammeln.

Neben dem Fraunhofer IESE arbeiten an EMERGE acht weitere Forschungseinrichtungen bzw. Industrieunternehmen aus Deutschland (Westpfalz-Klinikum GmbH, Kaiserslautern; Siemens AG; Microsoft European Innovation Center), der Schweiz (Art of Technology), Österreich (Medizinische Universität Graz), Griechenland (NCSR "Demokritos", e-ISOTIS) und Ungarn (Bay Zoltan Foundation) an technischen Entwicklungen, aber auch an ganzheitlichen Ansätzen für die gesundheitliche Assistenz im Alter.

Ziel des Projektes ist es, mit Hilfe von ambienter und unaufdringlicher Technologie Notsituationen im eigenen Heim zu erkennen und bei Bedarf angepasste Hilfestellung zu leisten. Neben technischen Lösungen werden dabei Modelle für komplette Systeme entwickelt, welche das persönliche Umfeld ebenso wie aufgenommene Sensordaten umfassen und individuell auf die Bedürfnisse der betroffenen Personen zugeschnitten werden können.

Das Projekt wird für eine Dauer von 33 Monaten im Rahmen des sechsten Forschungsrahmenprogramms der Europäischen Union mit 2,45 Mio. Euro gefördert (Förderkennzeichen IST-2005-2.6.2 045056). Die Projektpartner steuern insgesamt 1,5 Mio. Euro aus eigenen Mitteln bei.

Das Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE

Das Fraunhofer IESE in Kaiserslautern forscht mit rund 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auf den Gebieten Software-Entwicklung, Software-Qualitätsmanagement und Software-Kompetenzmanagement. Zusammen mit seinem Schwesterinstitut in den USA bietet das Fraunhofer IESE Prozesse, Methoden und Techniken an, um softwarebasierte Systeme nach ingenieurwissenschaftlichen Prinzipien zu entwickeln. Dabei verfolgt es einen empirischen Ansatz: Durch erprobte innovative Lösungen können Produkte, die auf Software basieren, messbar effizienter zur Marktreife geführt werden.

Die Auftraggeber des Fraunhofer IESE kommen aus Bereichen, in denen die Produkte wesentlich durch Software bestimmt werden: Automobil- und Transportsysteme, Telekommunikation, Telematik und Service-Provider, Medizinsysteme sowie Informationssysteme und Anwendungen im öffentlichen Sektor. Das Institut unterstützt Firmen jeder Größe - vom international tätigen Großkonzern bis hin zu mittleren und kleinen Unternehmen. Zugleich spielt die öffentliche Hand als Projektpartner eine wichtige Rolle.


Das Fraunhofer IESE steht unter der Leitung von Prof. Dieter Rombach und Prof. Peter Liggesmeyer. Es gehört zu den 57 Instituten der Fraunhofer-Gesellschaft, die als größte Organisation für angewandte Forschung in Europa zur nationalen und internationalen Wettbewerbsfähigkeit beiträgt. 1996 gegründet, feierte das Fraunhofer IESE im letzten Jahr sein zehnjähriges Jubiläum.
Weitere Informationen: http://www.iese.fraunhofer.de/presse
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