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Universität schafft 560 Arbeitsplätze

28.02.2007 - (idw) Universität Flensburg

Welchen wirtschaftlichen Effekt hat die Universität Flensburg auf die Stadt und auf die Gemeinden in der Umgebung? Dieser Frage ging Britta Leusing in ihrer Masterarbeit nach. Ihr Ergebnis: Gut 560 Arbeitsstellen sind durch die Universität Flensburg entstanden. Britta Leusing, 27, studierte an der Universität Flensburg den Masterstudiengang International Management. Prof. Dr. Gerd Grözinger, am Zentrum für Bildungsforschung sowie am Internationalen Institut für Management (IIM) tätig, betreute ihre Abschlussarbeit, die vor einigen Tagen auch als Arbeitspapier veröffentlicht wurde. Erstmalig steht nun für die Region eine Studie zur Verfügung, die angibt, welchen wirtschaftlichen Impuls die Universität Flensburg auf die Stadt und auf die umliegenden Kreise Schleswig-Flensburg und Nordfriesland ausübt.

Die Summe von ca. 560 Arbeitsplätzen ergibt sich aus 270 auf Vollzeit umgerechnete Stellen, kalkuliert aus den Haushaltsausgaben der Universität und aus 290 Arbeitsplätzen, berechnet aus den Konsumausgaben der Studenten.

Aus den Daten der Personalabteilung der Hochschule fasste Britta Leusing die Stellen der Lehrbeauftragten, der Professoren und der Verwaltungsangestellten zu insgesamt 190 direkt an der Hochschule in rechnerischer Vollzeit-Beschäftigte zusammen, die in der Region verbleiben. Aus deren Konsumausgaben und aus den Sach- und Investitionsausgaben der Universität entstehen zusätzlich 80 Stellen in der Stadt Flensburg und in den beiden Kreisen Schleswig-Flensburg und Nordfriesland.

Die weiteren 290 Arbeitsplätze errechnete die Autorin aus den Ausgaben der über 4.000 Studierenden der Universität Flensburg. Auf Basis einer aufwändigen Typisierung ermittelte Leusing, dass insgesamt ca. 70 Prozent der Ausgaben der Studierenden in der Region verbleiben und insbesondere in den Wohnungsmarkt bzw. in die Wirtschaftsbereiche Handel, Gaststättengewerbe und Verkehr fließen. Für Britta Leusing sind die Studierenden damit der entscheidende regionalökonomische Faktor.

Dazu kommen weitere Arbeitsplätze aufgrund von Bauausgaben, die bei der Berechnung wegen des nur zeitweiligen Anfallens nicht berücksichtig wurden. Die Universität Flensburg hat damit ein erhebliches regionalökonomisches Gewicht in der Region. Dieses Ergebnis bedeute jedoch nicht, so Leusing, die heute im Management eines privaten Hochschulverbunds arbeitet, in jeder strukturschwachen Region eine Hochschule aufzubauen, um Arbeitsplätze zu schaffen. Um langfristig wirtschaftliches Wachstum zu fördern, müsse das gesamte Potential der Region betrachtet werden, um gemäß Branchenstruktur, Arbeitskräfte- und Studienplatznachfrage ein attraktives Bildungsangebot zu gestalten, so Leusing weiter.

Die Arbeit ist einzusehen auf der Homepage des Internationalen Instituts für Management: http://www.iim.uni-flensburg.de - unter der Rubrik "discussion papers".

Kontakt:
Britta Leusing, MBA, Campus International, Business Schools Network GmbH, Otto-Hahn-Str. 19, 44227 Dortmund Tel.:0231-975 139-74, E-Mail: britta.leusing@campus-international.com
Prof. Dr. Gerd Grözinger, Zentrum für Bildungsforschung, Universität Flensburg, Tel.: 0461-805-2761, E-Mail: groezing@uni-flensburg.de

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