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Eine Schule mit Eigeninitiative

09.03.2007 - (idw) Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Die Vorbereitungen zum Start der bei der Exzellenzinitiative erfolgreichen Graduiertenschule "Fundamental Physiks" der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg sind im vollen Gange - Beginn zum Sommersemester 2007 s war Mitte Oktober des vergangenen Jahres, als die Bewerbung der Universität Heidelberg für die Graduiertenschule "Fundamental Physics" in der Exzellenzinitiative von Bund und Ländern erfolgreich war. Mit der Gründung der Graduiertenschule will die Fakultät für Physik und Astronomie ihre Graduiertenausbildung gemeinsam mit den Max-Planck-Instituten für Astronomie und Kernphysik strukturieren und in ihren Kernbereichen ausbauen.

Die Graduiertenschule umfasst die drei Themengebiete Astronomie und Kosmische Physik, Teilchenphysik und Kosmologie sowie Quantendynamik und komplexe Quantensysteme. Zur Intensivierung und Schwerpunktbildung von Lehre und Forschung werden zwei temporäre Professoren berufen und vier Nachwuchsgruppen aufgebaut. Die international ausgeschriebenen Promotionsprojekte der Graduiertenschule sind auf drei Jahre angelegt. Jedem Doktoranden steht eine beratende Gruppe von Wissenschaftlern zur Seite, die sich über den Fortschritt des Promotionsprojektes regelmäßig austauscht und somit eine optimale Entwicklung des jungen Forschers als auch seines Vorhabens garantiert. Außerdem wird die Graduiertenschule durch gemeinsame Veranstaltungen, Seminare, Workshops und Kolloquien, die auch thematisch übergreifend angeboten werden, den Austausch unter den Doktoranden fördern.

Die Graduiertenschule bietet ein anspruchsvolles Programm, das zahlreiche organisatorische Vorarbeiten verlangt, um die entsprechenden Strukturen zu schaffen. So gründete sich bereits im Oktober das Direktorium der Graduiertenschule mit deren Sprecher Professor Peter Schmelcher und den Professoren Matthias Bartelmann und Hans-Christian Schultz-Coulon. Anschließend konnten verschiedene Stellen innerhalb der Graduiertenschule ausgeschrieben werden, wobei eine der ersten Stellenbesetzungen das für die Organisation so wichtige Sekretariat der Schule betraf, das seit Beginn dieses Jahres besetzt ist.

"Einen Schwerpunkt innerhalb der Graduiertenschule bilden die vier Nachwuchsgruppen", weist Professor Peter Schmelcher auf weitere Aktivitäten der letzten Monate hin. So wurden die mit den Nachwuchsgruppen verbundenen Stellen international ausgeschrieben, woraufhin mehr als 70 Bewerbungen eingingen. Darunter befanden sich auch Bewerber von so renommierten Universitäten wie Harvard, Yale oder Cambridge. Im Februar 2007 konnten die in die engere Wahl gekommenen Kandidaten während eines Symposiums näher in Augenschein genommen werden und die Entscheidung über die zukünftigen Nachwuchsgruppenleiter ist dieser Tage gefallen. "So können die Nachwuchsgruppen bereits im Laufe des Sommersemesters starten", blickt Peter Schmelcher optimistisch in die Zukunft.

Positiv überrascht ist Peter Schmelcher ebenso von dem Bewerberfeld international renommierter Wissenschaftler auf die beiden mit der Graduiertenschule verbundenen temporären W3-Professuren. Mit diesen Professuren, von denen eine experimentell und die andere theoretisch ausgerichtet sein soll, besteht die Möglichkeit, die Themenbereiche Dunkle Energie beziehungsweise Strukturbildung des Universums, Ultrakalte Quantengase oder neue Physik am Large Hadron Collider zu stärken. Das Auswahlverfahren zur Besetzung dieser beiden Stellen läuft gerade.

Die ersten Promotionsstipendien für die Graduiertenschule wurden ebenfalls bereits im Dezember vergeben. Dazu werden im Laufe des Jahres noch zahlreiche weitere Stipendien kommen, darunter auch die von der Klaus Tschira Stiftung eingebrachten. Im März 2007 können sich schließlich die Doktoranden für die Aufnahme in die Graduiertenschule bewerben, die offiziell zu Beginn des Sommersemesters eingeweiht wird. Das modulare Graduiertenkursprogramm wird ebenfalls im Sommersemester 2007 starten.

Nach dem so die organisatorischen und strukturellen Voraussetzungen für die Graduiertenschule geschaffen sind, fehlt nur noch der Input der Studierenden und dieser ist sehr wichtig. "Die Graduiertenschule lebt von der Eigeninitiative der Studierenden", betont Peter Schmelcher. So haben die studentischen Mitglieder der Graduiertenschule beispielsweise die Möglichkeit, selbst Wissenschaftler für Workshops oder Gastvorträge einzuladen und damit in direkten Kontakt zu den führenden Köpfen ihres Fachgebietes zu kommen.

Stefan Zeeh

Rückfragen bitte an
Professor Dr. Peter Schmelcher
Physikalisch-Chemisches Institut/Theoretische Chemie
Im Neuenheimer Feld 229, 69120 Heidelberg
Tel. 06221 545208
peter.schmelcher@pci.uni-heidelberg.de

Allgemeine Rückfragen von Journalisten auch an:
Irene Thewalt
Pressestelle der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542311, Fax 542317
presse@rektorat.uni-heidelberg.de

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