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Zwickauer Informatiker wieder auf der CeBIT in Hannover

12.03.2007 - (idw) Westsächsische Hochschule Zwickau (FH)

Aristoteles und MDA
Projektübergreifende Synergien durch Modellbasierte Softwareentwicklung

Mit dem Forschungsvorhaben "Modellgetriebenen Software-Entwicklung (Model Driven Software Development - MDSD)" und praxisrelevanten Projekten präsentieren sich die Informatiker der Westsächsische Hochschule Zwickau wiederum auf der CeBIT 2007 in Hannover vom 15. bis 21. März. Auf dem Gemeinschaftsstand "Forschung für die Zukunft" der Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen (Halle 9, Stand D04) stellen sie dieses Forschungsprojekt vor:
Im Rahmen des Forums auf dem Messestand finden auch Vorträge und Gespräche zu den Aktivitäten der der Fachgruppe Informatik der Westsächsischen Hochschule Zwickau statt.

Die Kosten der Software-Entwicklung steigen seit mehreren Jahrzehnten stetig an. In Forschung und Entwicklung wird intensiv an diesem Problem gearbeitet.
Für Georg Beier und Wolfgang Golubski, Professoren der Informatik an der Westsächsischen Hochschule Zwickau bietet die Vorgehensweise der "Modellgetriebenen Software-Entwicklung (Model Driven Software Development - MDSD)" einen ernstzunehmenden Ausweg aus der Misere. Das Ziel von MDSD ist die Vereinfachung der Entwicklung von komplexer Software. Hier wird aus formalen, fachlichen (UML-)Modellen teilweise oder vollständig ausführbarer Programmcode automatisch generiert.

Das vorgestellte Forschungsvorhaben zielt auf die Etablierung und Weiterentwicklung des MDA (bzw. MDSD) -Vorgehensmodells für die Entwicklung von Software für verschiedene Anwendungsbereiche. MDSD steht für Modellgetriebene Softwareentwicklung (Model-Driven Software Development), eine Vorgehensweise zur rationellen, teilautomatisierten Softwareentwicklung auf der Basis formaler UML-Spezifikationsmodelle, die von der Object Management Group (OMG) propagiert wird. Dabei werden formale, plattformunabhängige UML-Spezifikationen der Software in plattformspezifischen Code
umgewandelt.
Durch die systematische Trennung der Spezifikationen von einer plattformabhängigen Architekturbeschreibung lassen sich deutliche Rationalisierungs- und Wiederverwendungserfolge erzielen.
Die gleiche MDSD-Plattform wird in drei Teilprojekten verschiedener Partnerfirmen mit stark unterschiedlichem Inhalt eingesetzt:

- Telekommunikation - VoIP
- mobile Anwendungen und
- E-Learning / Distance Learning.

Dadurch lassen sich die Rationalisierungs- und Synergiepotenziale für unterschiedliche Programmierumgebungen und Unternehmenskulturen untersuchen und optimieren.

Viele Unternehmen trennen Modellierung des fachlichen Problems von der Programmierung. Bei der Modellierung wird der Bauplan des Programms entwickelt, bei der Programmierung wird das Programm "gebaut". Die Trennung führt dazu, dass der Bauplan nur als Dokumentation betrachtet wird. Der Programmierer fügt eigenmächtig Änderungen bei der Umsetzung ein oder beachtet die Pläne nicht. Damit wird vom Bauplan abgewichen, das Programm funktioniert oft nicht oder anders als geplant.
Andererseits sind die Baupläne auch oft nicht vollständig und präzise genug, weil die Modelle nicht zeitnah überprüft werden können.
Mit MDSD werden diese Gefahrenquellen vermieden. Der Bauplan wird automatisch in Programmcode überführt. Dadurch erhält der Entwurf einen höheren Stellenwert. Er muss sorgfältiger erstellt und frühzeitig überprüft werden. Die Programme halten sich an den Plan und sind weniger fehlerhaft. Das Modellieren wird somit zu einem Teil des Programmierens.


Kontakt:
Westsächsische Hochschule Zwickau
Fachgruppe Informatik
Prof. Dr. Georg Beier
Tel.: 0375 536-1370
E-Mail: Georg.Beier@fh-zwickau.de
Prof. Dr. Wolfgang Golubski
Tel.: 0375 536-1531
E-Mail: Wolfgang.Golubski@fh-zwickau.de

gez. Dr. Solondz

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