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Doping im Sport - Öffentlicher Vortrag im Dortmunder Max-Planck-Institut

12.03.2007 - (idw) Max-Planck-Institut für molekulare Physiologie

Am Mittwoch, 14.03.2007 um 18.00 Uhr ist es wieder so weit. Im Rahmen der Vortragsreihe "Lust auf Wissenschaft" konnte das Max-Planck-Institut mit dem renommierten Zell- und Molekularbiologen Prof. Werner Franke nicht nur einen führenden Experten in Dopingfragen sondern auch einen der schärfsten Kritiker der dopingbezogenen Berichterstattung als Referenten gewinnen. Doping ist eines der beherrschenden Themen der Sportberichterstattung. Der Medienfocus liegt dabei naturgemäß auf dem Leistungs- und Spitzensport. Das darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass Doping mittlerweile auch im Breitensport anzutreffen ist. Doping ist damit ein Problem des Sportes insgesamt und bedarf breit angelegter und gemeinsamer Bekämpfung durch die Sportverbände, Politik, Justiz, Wissenschaft und nicht zuletzt die Gesellschaft. Der Sport kann nur dann für Jugend und Zuschauer attraktiv bleiben, wenn er glaubwürdig ist.
Prof. Werner Franke kämpft seit Jahren unermüdlich gegen Medikamentenmissbrauch und systematische Körperverletzung im Spitzensport und lenkte 2006 im Dopingskandal um den spanischen Arzt Eufemiano Fuentes das Augenmerk auf Jan Ullrich.
Zusammen mit seiner Frau, der früheren Olympiateilnehmerin und Deutschen Meisterin im Kugelstoßen, Brigitte Franke-Berendonk, trat Franke wiederholt jenen Sportmedizinern, Funktionären und Politikern entgegen, die den Einsatz von Dopingmitteln betrieben und dabei die schädlichen Nebenwirkungen bestritten oder verheimlichten. Das Engagement des Ehepaares wurde mit dem Bundesverdienstkreuz gewürdigt und hat unter anderem dazu geführt, dass der Mißbrauch von Medikamenten zur Leistungssteigerung im Sport als Straftat gilt.
In seinem Vortrag wird Prof. Franke nach einer Darstellung der Dopingsysteme Ost und West, der Vorstellung der Risiken, Schäden und Todesfälle, der Besprechung einiger grundsätzlicher Strafurteile und der Rolle geheim gehaltener wissenschaftlicher Arbeiten auch die heutige Dopingszene und ihre Scheinbekämpfung schildern, die seiner Meinung nach durch ein korruptes Fernseh- und Finanzierungs-System gestützt wird.
Zu den Vorträgen "Lust auf Wissenschaft" lädt das Max-Planck-Institut für molekulare Physiologie in Dortmund ausdrücklich die naturwissenschaftlich interessierte Öffentlichkeit ein. Die Zuhörer können sich hier aus erster Hand und in allgemein verständlicher Form über die faszinierenden Themen der Biologie und Medizin informieren. Der Eintritt ist frei.
Weitere Informationen: http://www.mpi-dortmund.mpg.de
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