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"Universitätsallianz Metropole Ruhr": Eine neue Instanz in der Wissenschaftslandschaft

12.03.2007 - (idw) Ruhr-Universität Bochum

89.000 Studierende, 1.250 Professorinnen und Professoren, 840 Millionen Euro Jahresetat - schon diese wenigen Kennwerte zeigen, welche neue Größe entstanden ist:
die "Universitätsallianz Metropole Ruhr", die heute, am 12. März 2007, durch die Rektoren der drei großen Ruhrgebiets-Universitäten, Prof. Dr. Elmar Weiler (Bochum), Prof. Dr. Eberhard Becker (Dortmund) und Prof. Dr. Lothar Zechlin (Duisburg-Essen) im Beisein von NRW-Innovationsminister Prof. Andreas Pinkwart besiegelt wurde. Mit dem Vertrag rücken die drei Nachbaruniversitäten näher zusammen - bleiben aber eigenständige Universitäten. Gemeinsame Presseinformation der "Universitätsallianz Metropole Ruhr"
Universitäten Bochum, Dortmund, Duisburg-Essen

Bochum, Dortmund, Duisburg, Essen, 12.03.2007
Nr. 1

Eine neue Instanz in der Wissenschaftslandschaft
Universitäten Bochum, Dortmund und Duisburg-Essen gründen "Universitätsallianz Metropole Ruhr"

89.000 Studierende, 1.250 Professorinnen und Professoren, 840 Millionen Euro Jahresetat - schon diese wenigen Kennwerte zeigen, welche neue Größe entstanden ist:
die "Universitätsallianz Metropole Ruhr", die heute, am 12. März 2007, durch die Rektoren der drei großen Ruhrgebiets-Universitäten, Prof. Dr. Elmar Weiler (Bochum), Prof. Dr. Eberhard Becker (Dortmund) und Prof. Dr. Lothar Zechlin (Duisburg-Essen) im Beisein von NRW-Innovationsminister Prof. Andreas Pinkwart besiegelt wurde. Mit dem Vertrag rücken die drei Nachbaruniversitäten näher zusammen - bleiben aber eigenständige Universitäten. Die Universitätsallianz Metropole Ruhr will in dieser zukunftsweisenden Kooperation die Leistungen der drei Partner stärken und gezielt ausbauen sowie gemeinsam Forschungs- und Lehrschwerpunkte weiterentwickeln. Übergeordnete Vision ist die Etablierung der Universitätsallianz Metropole Ruhr als exzellenten Standort in der nationalen und internationalen Wissenschafts- und Studienlandschaft.

Gemeinsame Profilierung statt gegenseitige Konkurrenz - das wird der Geist der Kooperation sein. "Es gibt bereits jetzt eine sehr intensive Zusammenarbeit der drei Universitäten. Aus dieser Zusammenarbeit wird jetzt eine strategische Allianz - das besiegeln wir heute vertraglich", sagte Rektor Becker anlässlich der Vertragsunterzeichnung. Rektor Weiler pflichtete ihm bei: "So stellen Bochum und Dortmund in der Exzellenzinitiative einen gemeinsamen Antrag für ein Exzellenzcluster Proteinforschung und beschreiten einen neuen Weg im Maschinenbau". Rektor Zechlin ergänzte mit Blick auf das bereits seit Anfang 2007 gemeinsam betriebene Kulturwissenschaftliche Institut (KWI-Essen) "Man muss nicht fusionieren, um gut gemeinsam nach vorn zu marschieren", und er erinnerte daran, dass "wir seit drei Jahren in New York ein Büro betreiben, um die Ruhrgebiets-Universitäten in den USA bekannt zu machen. Außerdem laufen die Vorbereitungen für eine gemeinsame Medizin-Fakultät der Universitäten Duisburg-Essen und Bochum auf Hochtouren."

Auch NRW-Innovationsminister Prof. Andreas Pinkwart freut sich über diese Kooperation: "Wir begleiten mit großer Sympathie die Allianz der drei Universitäten in der Metropole Ruhr. Dies ist ein herausragendes Beispiel für gelebte Hochschulautonomie und belegt, wie ideenreich, kraftvoll und zielgerichtet die NRW-Hochschulen an der Zukunft arbeiten." Nach außen wird der Universitätsverbund unter dem Namen "Universitätsallianz Metropole Ruhr" auftreten. Daher haben die drei Rektoren heute auch vereinbart, ein Marketing-Konzept sowie einen gemeinsamen Internetauftritt zu erarbeiten.

Die drei Universitäten werden die Allianz auf verschiedenen Ebenen mit Leben füllen. So sollen die Kräfte zusammengefasst werden, um die Erfolgsaussichten bei der bundesweiten Exzellenzinitiative zu verbessern. Am kommenden Freitag steht die Gründung einer gemeinsamen Einrichtung der Universitäten Bochum und Dortmund im Maschinenbau unter dem Namen "Engineering Unit Ruhr" bevor (16.03.2007 in Dortmund). Das breite Fächerspektrum an den drei Universitäten eröffnet durch Kombinationen vielfältige Studienmöglichkeiten. Zusätzlich soll die Entwicklung und Implementierung einer gemeinsamen eLearning-Plattform Rahmenbedingungen für Lehre und Studium verbessern. Darüber hinaus sollen durch die Kooperation und Vernetzung bei Verwaltung und Infrastruktur gezielt Synergien genutzt werden. Konkret gehören beispielsweise dazu gemeinsame elektronische Zulassungs- und Immatrikulationsverfahren für Studienbewerber, eine gemeinsame Identitätskarte, die auch als elektronischer Bibliotheksausweis an allen drei Standorten gelten wird oder die Vernetzung und Optimierung im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnik.

Für die Abstimmung zwischen den drei weiterhin eigenständigen Universitäten wird ein Koordinationsrat eingesetzt, dem die drei Rektoren und die drei Kanzler angehören. Sie stimmen sich in allen Fragen einer standortübergreifenden Arbeit ab und setzen jeweils nach Bedarf Arbeitsgruppen der drei Hochschulen ein.
Weitere Informationen: http://www.pm.rub.de/pm2007/msg00096.htm - Kooperationsvereinbarung (als PDF) im Internet und Fotos von der Unterzeichnung (ab ca. 14 Uhr)
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